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  • Der Ariete 909 Pizzaofen im Test

    Mit einem Preis von unter CHF 100 ist der Pizzaofen der De'Longhi Tochter Ariete ein echtes Schnäppchen. Aber taugt der Ofen und die mitgelieferten Pizzaschaufeln auch wirklich was? Im pizzaschaufel.ch Test muss sich der Elektroofen gegen den Ooni Koda als Referenz beweisen. Unboxing Der bei galaxus.ch bestellte Ofen erreicht mich ohne jegliche Umverpackung oder zusätzliche Polsterung. Beim Öffnen der Verpackung trifft man auf eine Menge Styropor - schade - immerhin scheint der Ofen trotz fehlender Umverpackung unbeschädigt angekommen zu sein. Der Ofen wurde direkt mit Schweizer Stecker geliefert. Leider auch bei Schweizer Onlineshops nicht selbstverständlich, ein vor einem Jahr bestellter G3Ferrari Ofen musste ich noch selbst auf den Schweizer Stecker umbauen. Im Styropormeer findet man den Pizzaofen selbst, eine sehr spärliche Anleitung und so etwas wie zwei Pizzaschaufeln. Auf dem Ofen selbst ist wie auch auf der Verpackung das Versprechen aufgedruckt "Pizza in 4 Minuti" was es noch zu prüfen gilt. Die Uhr auf dem dazugehörigen grafischen Element mit davonrennendem Pizzaiolo zeigt jedenfalls schon mal nicht vier sondern zwölf Minuten an. Ein schlechtes Omen oder ein rein grafischer Design-Fail? Aufheizen und Temperaturtest Da der Ofen und die Schaufeln doch eher streng nach Plastik rochen wurden die Pizzaschaufeln erst mal abgewaschen und der Ariete 909 Ofen auf Maximaltemperatur aufgeheizt um Produktionsrückstände zu verbrennen. Eine ideale Möglichkeit auch um die Leistungsfähigkeit des Ofens im oberen Temperaturbereich zu testen. Die magische Grenze von 400°C erreichte der Ariete Ofen zunächst mit 399°C knapp nicht. Da ich den Thermostat nicht beachtete, war dies aber gar nicht die maximal mögliche Temperatur. Wie man auch an der nicht glühenden Heizschlange auf dem ersten Bild oben sieht war diese bereits etwas abgekühlt. Bei der zweiten Messung unter Beachtung des Thermostates, sofort nach dem erlöschen der LED Anzeige, erreichte der Ofen sehr gute 431.70°C - Definitiv eine Temperatur mit der man anständige Neapoletanische Pizza backen kann. Die Temperatur verteilt sich auf der Steinplatte leider etwas unregelmässig. Während der vordere und die seitlichen Ränder mit jeweils knapp 380°C kein Problem darstellen ist der hintere Rand aber leider doch einiges kälter. Die Messungen an den Griffen ergeben angenehme 40°C einzig der Temperaturregler wird mit 112°C doch ordentlich warm. Wobei der eingebaute Timer ohne Abschaltfunktion (welchen man vermutlich im Pizzabetrieb sowieso nie verwenden wird) erstaunliche 30° kälter bleibt. Während sich der Pizzaofen beim Aufheizen also ziemlich gut schlägt wird es Zeit die mitgelieferten Pizzaschaufeln nochmals zu betrachten. Aufgrund des Abwaschens hatten sich beide Schaufeln komplett verbogen. Es wird wohl sehr schwierig werden so eine Pizza in den Ofen zu bringen. Eventuell wurden die Schaufeln für Tiefkühlpizzen entwickelt - wobei dafür ja nicht mal wirklich eine Schaufel nötig wäre. Aber dies wäre nicht ein pizzaschaufel.ch Test wenn wir dem ganzen nicht trotzdem eine Chance geben würden. Der Backtest Als erstes backen wir eine Referenzpizza im Ooni Koda - Selbstverständlich eine Margherita. Wie gewohnt liefert der Ooni Koda eine solide Pizza. Wird der Ariete Elektroofen dies auch schaffen? Das Abenteuer beginnt mit den verbogenen "Pizzaschaufeln". Leider eignen sich diese nur um die Pizza zusammen zu drücken. Versuche von allen Seiten bleiben erfolglos die Pizza auf die Holzdinger zu bringen. Das hoffnungslose Unterfangen musste abgebrochen werden und die Pizza mit einer soliden Pizzaschaufel in den Ariete Pizzaofen befördert. Die Margherita zeigt die etwas unregelmässige Hitzeverteilung beim Ariete schön auf. Nicht weiter tragisch, auch der Ooni Koda hat eine unregelmässige Hitzeverteilung aber die spärliche Anleitung des Ariete empfiehlt den Ofen während des Backvorganges nicht zu öffnen. Daran hielten wir uns, was dann aber zu folgenden Aufnahmen führte und wir nahmen die Pizza sogar etwas vor den vier Minuten aus dem Ariete - es handelte sich also um einen rein grafischen Design-Fail und die vier Minuten werden eingehalten. Fazit Der Ariete Pizzaofen ist ein grossartiger Pizzaofen. Mit folgenden Tipps dürfte man ziemlich gute Ergebnisse auch mit kleinem Budget erzielen: Rand der Pizza flacher drücken als gewöhnlich Thermostat beachten und Pizza mit eingeschalteter Heizschlange backen (ansonsten fehlt die Oberhitze) Anleitung ignorieren und Ofen auch während des Backvorganges öffnen und Pizza drehen Mitgelieferte "Pizzaschaufeln" zum Befeuern eines Holzpizzaofens verwenden Solide Pizzaschaufel bei pizzaschaufel.ch kaufen Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.

  • Ooni Koda oder Fyra Teil 2 - der Test

    Nachdem ich euch im ersten Teil meiner Gegenüberstellung von Ooni Fyra und Koda zeigte wie der Ooni Fyra in seiner Verpackung daherkommt, geht es jetzt im zweiten Teil darum die Unterschiede zwischen den beiden Pizzaöfen zu finden. Der Test wird auch zeigen, ob meine momentane Nummer eins, der Ooni Koda in Zukunft durch den pelletsbefeuerten Ooni Fyra ersetzt oder zumindest ergänzt wird. Wie gewohnt habe ich einen Pizzateig nach Neapolitanischem Rezept zubereitet und werde zwei Margheritas in den beiden Öfen backen. Zuerst gilt es aber die beiden Öfen auf Betriebstemperatur zu bringen. Beim Ooni Koda geschieht das ganz einfach durch das Drehen das Gasreglers und die eingebaute Piezo Zündung. Beim Ooni Fyra habe ich reine Buchenholz Pellets aus Europäischen Wäldern gekauft. Die Holzherkunft Russland (trotz Zertifizierung) und der Preis gefielen mir an den originalen Ooni Pellets nicht. Trotzdem könnte die Wahl der Pellets ein Fehlentscheid gewesen sein aber dazu später mehr. Um den Ooni Fyra einzufeuern gibt man erst zwei Schaufeln voll Pellets in die Brennkammer und verwendet dann entweder Anzündwolle, wie sie auch von Ooni selbst verkauft wird oder die Survivor Methode mit Haushaltspapier und z.B. Rapsöl. Das Brenn- sowie Luftansaugverhalten vom Ooni scheint optimal entwickelt worden zu sein. Mit geschlossener Ofentür brennen die ersten Pellets schnurstracks - ich schöpfe Hoffnung, dass die im ersten Teil versprochenen 15 Minuten bis 500 °C tatsächlich möglich sind. Nach ein paar Minuten fülle ich weitere Pellets in den sogenannten Pelletshopper und nach 15 Minuten erreicht der Ofen bereits beeindruckende 380 °C. In den nächsten paar Minuten messe ich mit meinem Thermometer ca. 440 °C also nicht die versprochenen 500 °C aber immerhin eine Temperatur mit der man sehr gut arbeiten kann. Der Ooni Koda ist nach diesen etwas mehr als 20 Minuten ebenfalls auf Temperatur und er erreicht ziemlich genau die 500 °C in der Mitte des Steines. Nun geht's also ans Pizza machen. Die beiden mehr oder weniger identischen Margheritas bereit für die beiden Pizzaöfen. Beim Ooni Fyra findet man einen leicht verrussten Stein vor auf dem die Pizza nun platziert wird. Ob diese doch relativ starke Rauchentwicklung und das nicht Erreichen der Temperatur nur den nicht originalen Pellets und Anfeuermethode geschuldet ist kann ich mir zwar fast nicht vorstellen aber auszuschliessen ist es halt eben doch nicht. Wärend die Pizza im Ooni Fyra noch vor sich hin köchelt ist beim Ooni Koda bereits eine einsitig, gleichmässige Bräunung vorhanden und es wird Zeit die Pizza mit der Pizzadrehschaufel zu drehen. Nach ungefähr einer Minute und 30 Sekunden ist die Pizza aus dem Ooni Koda fertig. Die Pizza aus dem Fyra hat mit ca. vier Minuten einiges länger - vermutlich war die Temperatur inzwischen gefallen, ich hatte nicht mehr nachgemessen. Klar ist, die Ofentüre darf beim Ooni Fyra auch zum backen wieder angebracht werden um den Wärmeverlust einzudämmen und eine Fehlleitung der Flammen wie im unteren Bild zu verhindern. Nun aber zum allerwichtigsten, den Resultaten aus den Öfen Ooni Fyra und Ooni Koda. Die ersten beiden Bilder zeigen die Margherita aus dem Koda die letzten drei diejenige aus dem Ooni Fyra. Die Pizzaoberseite aus dem Ooni Koda sieht gewohnt gut aus und da gibt es nichts auszusetzen, beim Boden hingegen schon - dieser ist etwas angekohlt was aber vermutlich eher an meinem (nicht) Können als am Ooni Koda selbst liegen dürfte. Die Pizzaoberseite aus dem Ooni Fyra hat gewisse (wenn auch entfernte) Ähnlichkeiten zur Pizza aus dem Aldi Pizzaofen sieht aber schon sehr viel besser aus. Der Boden sieht aus wie ein Boden aussehen sollte, absolut einwandfrei. Geschmacklich liegen die beiden Pizzen ebenfalls etwas auseinander, die Pizza aus dem Fyra ist etwas knuspriger (aber kein Knäckebrot wie beim Aldi Ofen) als diejenige aus dem Ooni Koda. Das Knusprigkeit-zu-Labbrigkeitsverhältnis dürfte den Schweizer Standardgeschmack auf den Punkt treffen. Unter den fünf Testessern wurden wir uns nicht einig ob jetzt der Holzgeschmack bei der Fyra Pizza wirklich durchkommt. Fazit Der Ooni Fyra ist eine gelungne Ingenieursleistung und hält beinahe was er verspricht. Ersetzen wird er meinen Ooni Koda aber ganz sicher nicht, alleine schon aufgrund der Russ-und Rauchentwicklung sowie des Zusatzaufwandes wie dem Pellets kaufen (einiges schwieriger als Gas), Pellets nachfüllen und dem gigantischen Reinigungsaufwand. Der Fyra dürfte also etwas für die Landbevölkerung ohne Nachbarn dafür mit Hochdruckreiniger bleiben. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.

  • Ooni Fyra oder Koda Teil 1 - Unboxing

    Es ist mal wieder passiert - der Ooni Fyra war im Tagesangebot bei Galaxus und zu diesem rabattierten Preis musste ich ihn einfach kaufen, nur schon um ihn einem Vergleich mit dem mit Gas befeuerten Ooni Koda zu unterziehen . Schmeckt man den Unterschied von der Pellets- zur Gasversion wirklich? Das und vieles mehr gilt es herauszufinden - zuerst kommen wir aber hier zum Unboxing. Mit einer Paketgrösse von lediglich 66 x 46 x 26 cm und einem Gewicht von nur 15 Kilogramm wurde das Paket des Ooni Fyra definitiv für die Schiffscontainer und Onlinehändler dieser Welt optimiert und ist kein Vergleich zur Verpackung des monströsen Aldi Pizzaofens . Es wird also spannend wie Ooni es schafft so viel Pizzaofen auf so wenig Raum trotzdem gut geschützt zu verpacken. Auf dem Karton spricht Ooni von einer Aufheizzeit von nur 15 Minuten - ein vermutlich eher nicht zu erreichender Wert - zumindest nicht wenn ready to cook bereit für eine neapolitanische Pizza heissen soll. Der Ooni Koda benötigt gut und gerne 30 Minuten um auf Betriebstemperatur von ca 450° C in der Mitte des Steines zu kommen, weshlab hier die Pelletsversion nur halb so lange haben soll wie die Gasversion erscheint zunächst unklar und muss im Teil 2 geklärt werden. Auch beim Öffnen der kleberlosen Verpackung wird Ooni dem Anspruch des Premium Heimofenhersteller gerecht. Der wabenartige Karton hält den Backstein und den Ofen an Ort und Stelle und erspart einem mühsames und nicht rezyklierbares Styropor zu entsorgen. Der Pellets-Hopper und der Kamin befinden sich dann im Ofen selbst und sind leider nicht ganz einfach schadlos zu entnehmen. Ausserdem scheint mein Exemplar Leimspuren auf der rechten Aussenseite zu haben was auch nicht gerade zu besserer Laune beiträgt. Glücklicherweise lässt sich der Leim aber einigermassen gut entfernen. Die Einzelteile des Ofens bestehen aus dem Ofengehäuse, dem Kamin, einem Blechteil zur Umlenkung der Flammen im Ofeninneren, der Brennkammer, einem Pelletsbehälter, einer Ofentür einem Backstein sowie einer Pelletsschaufel die auch als Kaminabdeckung dient. Eine Pizzaschaufel ist nicht im Lieferumfang enthalten, eine passende Pizzaschaufel für den Ooni Fyra erhlälst Du z.B. hier: Die Unterseite des Ooni Fyra scheint relativ identisch zu jener des Ooni Koda. Der Fyra verfügt ebenfalls über drei sehr stabile, einklappbare Beine. Ausserdem zu sehen auf obigem Bild ist das Loch in der Blechunterseite welches einem durch anheben des Steines ermöglicht den Backstein später auch wieder zu entnehmen, um diesen beispielsweise zu reinigen. Der weitere Aufbau gestaltet sich sehr einfach, da es sich lediglich um Steckverbindungen handelt. Der Ooni Fyra ist also auch für temporäre Einsätze zum Mitnehmen ideal geeignet. Mit einem patentierten Stück Blech namens FlameKeeper wird verhindert, dass sämtliche Hitze sofort den Ofen verlässt - aber mit diesem kann die unterschiedliche Aufheizzeit zum Ooni Koda schon mal nicht erklärt werden, dann auch der Koda hat ein solches Blech, nur halt fest installiert. Falls der Fyra im Vergleich zum Koda also wirklich schneller aufheizt, dann aufgrund der folgenden zwei unterschiede: Im Ofenrohr gibt es eine Klappe, mit dieser kann verhindert werden, dass nach der Anheizphase zu viel heisse Luft den Ofen direkt wieder verlässt. Hier hat der Fyra also schon mal weniger Wärmeverlust als der Koda. Und hier haben wir den natürlich offensichtlichsten Grund weshalb die kürzere Aufheizzeit von nur 15 Minuten eventuell doch stimmt. Der Ooni Fyra hat im Gegensatz zum Ooni Koda eine Türe die die Wärme im Ofen hält. Da das Risiko einer Gasexplosion bei einer Pelletsbefeuerung nicht besteht hat Ooni hier mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Wir bleiben also gespannt ob sich die kürzere Aufheizzeit bewahrheiten wird und lesen uns in den nächsten Tagen im Teil 2.

  • Welche Pizzaschaufel ist die richtige für mich?

    Welche Pizzaschaufeln gibt es? Im Grundsatz gibt es drei Arten von Pizzaschaufeln. Es gibt einerseits die runde Schaufel, sie ist zum Drehen der Pizza gedacht und nicht zwingend notwendig erspart einem aber das Anfassen der heissen Pizza und somit Verbrennungen. Professionelle Modell kommen ohne Absatz zum Griff daher und haben einen mobilen auf der Stange laufenden Griff. Alternativ gibt es auch Einstiegsmodelle wie unsere 18er und 23er Schaufel mit Buchenholzgriff aus sozialer Produktion. Dann gibt es die rechteckige Schaufel, sie dient der Aufnahme der fertig belegten Pizza und hilft dir, diese auf den heissen Stein zu bringen. Mit ihr kannst Du die Pizza auch entnehmen und dann von Hand drehen. Die Standardgrösse stellt dabei unsere 33er Schaufel dar, die Grösse wie sie in ganz Neapel verwendet wird. Bei grösseren Öfen und wenn die Pizza geteilt werden soll lohnt sich aber der kauf einer etwas grösseren Schaufel. Als einsteiger mit kleinem Ofen empfehlen wir eine 30cm Schaufel zu verwenden, da diese beim schnellen rausziehen weniger am Ofenmund verkeilt. Bei Liebhaber der Römischen Pinsa lohnt sich natürlich ein Blick auf unsere Pinsaschaufel welche auch mit etwas längeren Teiglingen kein Problem hat. Und zum Schluss gibt es noch einfache Holzbretter oder Bleche wie z.B. das ooni Pizzablech. Diese eignen sich meist weniger gut, da entweder der Griff oder die Perforierung fehlt oder sie komplett aus Holz sind was die Aufnahme und Abgabe der Pizza aufgrund des Widerstandes unnötig erschwert. Welche Pizzaschaufel soll ich mir kaufen? Das liegt ganz an deinem Bedürfnis und Budget. Auf jeden fall brauchst Du aber zuerst einmal eine rechteckige Schaufel um die Pizza im Ofen zu Platzieren wie z.B. die klassische 33cm Version von pizzaschaufel.ch. Sobald Du Dir dann etwas mehr Komfort wünschst empfiehlt sich auch eine Drehschaufel , wir empfehlen hier nicht unnötig zu sparen und direkt auf unser Profimodell zu setzen. Welches ist das ideale Material für eine Pizzaschaufel? Die Schaufel selbst sollte aus Metall und nicht aus Holz sein, da Holz mehr Reibungswiderstand hat und es beim anflammen verbrennen würde (siehe weiter unten). Es empfiehlt sich entweder rostfreier Edelstahl oder Aluminium wie sie auf dieser Webseite verkauft werden. Ist der Aufpreis für eine gelochte Pizzaschaufel sein Geld wert oder soll ich besser eine ohne Löcher kaufen? Eine gelochte Schaufel ist komplizierter in der Herstellung und somit teurer aber den Aufpreis für die Perforierung sollte man sich auf keinen Fall sparen. Für wenige Franken mehr erhält man ein Produkt, welches verhindert, dass das Mehl im Ofen verbrennt und die Pizza verkohlt - auch für die nachfolgenden Pizzen ist dies ein grosser Vorteil. Den Unterschied schmeckt man sofort. Und sind wir ehrlich, weniger Reinigungsaufwand mögen wir doch erst recht alle? Wie verwende ich die Pizzaschaufel richtig, ohne dass die Pizza kleben bleibt? Verwende viel Semola (auch Hartzweizengriess / Knöpflimehl genannt) - am besten einen ganzen Haufen. Den Teigling drückst du sofort nach dem Entnehmen aus der Teiggärbox in diesen Haufen und beginnst langsam die Pizza zu formen. Vergiss nicht den Teig auch mal zu wenden. Am Schluss sollltest Du einen schönen Rand mit Semola um die Pizza haben - wie auf dem Bild unten - dann weisst Du, dass Du genügend verwendet hast. Damit die runde Schaufel nicht kleben bleibt solltest Du vor dem ersten Drehen die vordere Kante in die Flammen halten. Durch die heisse Pizzaschaufel bäckt der Teig sofort und du kannst die Pizza mühelos drehen.

  • Eine Pizza aus dem Automaten - werden Pizzaschaufeln bald überflüssig?

    An meiner Strasse gibt es seit neustem einen Pizzaautomaten. Durch einen Beitrag von Zentralplus wurde ich (und mit mir vermutlich die halbe Stadt) auf den neuen Automaten aufmerksam und - der erfahrene Leser vermutet es schon - ich konnte es natürlich auch nicht lassen und musste den Automaten testen. Als ich den Automaten einen Tag nach dem erscheinen des Zentralplus-Artikels besuchen wollte war dieser jedenfalls sehr gut besucht und ich entschied mich gegen das Schlange stehen. Ein paar Tage später war dann nur eine kleine Gruppe vor Ort, deren Pizza bereits im "Ofen" war und so entschieden wir uns dem Automaten eine Chance zu geben. Mit dem grossen Touchscreen navigiert man sich zu seiner Lieblingspizza. Damit dieser Test auch Hand und Fuss hat wird selbstverständlich eine Margherita bestellt. Die Zusammensetzung macht schon mal wenig Mut, nichtsdestotrotz werden zwei warme Pizzen in den Warenkorb gelegt und bezahlt - was inzwischen ohne Euro Umrechnung klappt. Der Automat rattert vor sich hin und lädt die Pizza in den Ofen welcher wohl eher eine Mikrowelle mit Heissluftfunktion sein dürfte. Denn wie wir wissen ist eine Pizza in einem richtigen Pizzaofen nach den effektiv 4-5 Minuten die die Zubereitung dauert eher ein Kohlehaufen als eine Pizza, so einer kann also nicht drinstecken. Während der Mikrowellenbackzeit wird ein Pizzaofen mit Gasflamme auf dem Display angzeigt, wers Glaubt wird selig und garantiert kein guter Pizzabäcker. Nach etwas über vier Minuten spuckt der Automat die erste Pizza aus. Nun zum spannendsten Teil meines Tests, die Pizza, so sieht sie aus; Da der Teigboden vermutlich schon vorgbacken und die Pizza danach mit den für Mikrowellen geeigneten Zutaten Morzarella, Mozzarela, TOMATENSAUCE und Oregano belegt wurde hat die Pizza einen erstaunlich schönen Rand. Der Pizzateig ist sowieso das Highlight dieses Automatenstückes. Beim Belag sollte sprachlich wie auch geschmacklich nachgebessert werden. Bei der TOMATENSAUCE handelt es sich wohl eher um Tomatenpüree welches viel zu trocken ist (oder die Feuchtigkeit verschwindet in der Mikrowelle?). Der Morzarella und der Mozzarela sind ein eingetrockneter Klumpen und Oregano, ja Oregano, was macht der eigentlich auf einer Margherita? Mit einem Bschorle begossen wir, dass eine gute Pizzaschaufel demnächst wohl eher nicht überflüssig wird.

  • Was kann ein Aldi Pizzaofen für CHF 249? Teil 2

    Aldi Suisse verkauft zurzeit einen mit Gas befeuerten Pizzaofen für 249 Franken, den Fire King Bologna. Im Teil eins erklärte ich euch wie es dazu kam, dass ich mir einen Zweitofen zulegte ausserdem ging es um das Unboxing und den Zusammenbau sowie ein erstes Einfeuern. Im Teil zwei geht es jetzt um das eigentliche Pizzabacken mit dem Aldi Pizzaofen und wie er sich im Vergleich zum Ooni Koda schlägt. Um die beiden Öfen setzte ich einen Pizzateig gemäss meinem Rezept mit dem Caputo Nuvola Mehl an, liess diesen zuerst 43 Stunden in der kalten Stockgare im Kühlschrank gehen und wechselte dann für die letzten vier Stunden in eine Stückgare bei Raumtemperatur. Nach einer Einheizzeit von je 30 Minuten bereitete ich zwei klassische und möglichst identische Neapolitanische Margheritas zu. Dann gings auch schon ab in die Öfen damit. Beim Ooni gestaltete sich das wie erwartet als etwas einfacher aber der Absatz beim Aldi Pizzaofen war nicht so schlimm wie erwartet und ich hatte keine grösseren schwierigkeiten die Pizza durch die Ofentüre mit der Pizzaschaufel auf den Stein zu bekommen. Nach ca. 20 Sekunden muss die Pizza beim Ooni gedreht werden, beim Aldi Pizzaofen tut sich nach dieser Zeit noch nicht wirklich etwas - die Hitzeverteilung scheint gleichmässiger. Vier Drehungen und ca. 90 Sekunden später ist die Pizza aus dem Oooni fertig und aufgrund der Ablenkung durch das Fotografieren auf einer Seite leider etwas verbrannt. Beim Fire King Bologna tut sich auch nach 90 Sekunden noch nicht viel. Da die Hitze von unten kommt bilden sich zwar kleinere Blasen im Teig aber Farbe hat er zu diesem Zeitpunkt noch keine bekommen. Weitere 90 Sekunden später brodelt der Belag vor sich hin aber von Farbe ist noch immer nichts zu sehen. Nach insgesamt ungefähr 5 Minuten sieht die Pizza aus dem Aldi Pizzaofen so aus; Die Böden der beiden Pizzen unterscheiden sich stark. Obwohl beide relativ weiss sind ist diejenige des Fire King Bologna hart und knusprig während diejenige aus dem Ooni Koda innen weich und labbrig ist was mehr dem Ideal einer Neapolitanischen Pizza entspricht. Fazit Der Fire King Bologna eignet sich nicht für Personen die das Neapolitanische Pizzaerlebnis gerne zuhause zelebrieren möchten. Möchte man jedoch eher klassisch Schweizerische, knusprige Pizza geniessen, so findet man im Aldi Pizzaofen ein preiswertes Gerät, welches insbesondere beim Grillieren oder Zubereiten anderer Speisen mehr Punkten dürfte als der Ooni Koda. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.

  • Was kann ein Aldi Pizzaofen für CHF 249? Teil 1

    Von diversen Freunden und Familienmitgliedern wurde ich auf das neuste Angebot von Aldi Suisse, einen mit Gas befeuerten Pizzaofen für 249 Franken, den Fire King Bologna, aufmerksam gemacht. Da ich das Produkt nicht kannte konnte ich nicht wie üblich mit Rat und Tat zur Seite stehen und so kam es, dass ich mir kurzerhand einen Zweitofen zulegte. Hier findet ihr meine Erfahrungen mit dem Gerät. 3.5 Kilowatt hat der Gasbrenner im Fire King Bologna also, das sind 0.5 Kilowatt weniger als der Gasbrenner in meinem Ooni Koda. Tönt schon mal gut, denn eigentlich schöpfe ich die volle Leistung beim Ooni Koda nur zum Aufheizen aus, da mir Backen bei voller Leistung zu riskant ist (anfängliche Kohlehäufen lassen grüssen). Viel mehr Informationen zum Aldi Ofen gibt es nicht, auch nicht auf der Website . Am ersten Verkaufstag, dem 29. April 2021 ging ich dann in eine Aldi Filiale und tatsächlich waren noch vier Stück des Edelstahlofens vorhanden. Der Kauf selbst stellte sich als kompliziert heraus, da eine Aldi-typische Nummer auf dem Karton fehlte und die riesige Packung entsprechend tatsächlich über den fest verbauten Kassenscanner gezogen werden musste. Mit dem Cargovelo ging es in strömendem Regen zurück nach Hause. Zuhause angekommen inspizierte ich erst einmal die Verpackung. Auch diese geht nicht gerade überschwänglich mit Informationen um. Es blieb mir also nichts anderes übrig als den Grill auszupacken. Beim Auspacken überraschte mich sogleich eine Riesenladung Styropor. Da fühlt sich das Auspacken eines Ooni Pizzaofen mit dem zur Polsterung perfekt gefalteten Karton doch einiges hochwertiger an. Den Zusammenbau des Ofens nahm ich anhand des mit dem auf der Verpackung aufgedruckten QR-Code verfügbaren Youtube Videos vor. Die Im Video verwendeten Handschuhe sind für den Zusammenbau definitiv zu empfehlen, da im Innenraum die Halterungen für den Tropfschutz nicht entkantet wurden und entsprechend messerscharf sind. Leider sind diese Halterungen genau dort wo die Füsse angeschraubt werden müssen. Abgesehen vom Innenraum ist der Pizzaofen aber gut und ohne scharfe Kanten verarbeitet. So weit so gut. Um die Produktionsrückstände zu verbrennen und auch die Leistungsfähigkeit des 3.5 Kilowatt Brenners zu testen habe ich den Aldi Pizzaofen dann an eine Gasflasche angeschlossen und den Ofen ein erstes Mal eingefeuert. Ich stellte mir einen Timer von 15 Minuten, auch wenn Aldi von einer Aufheizzeit von wenigen Minuten spricht. Aus Erfahrung weiss ich, dass unter 10 Minuten schlichtweg kein Ofen Betriebstemperatur erreichen kann. So ware es dann auch, dass selbst bei meiner ersten Messung nach 15 Minuten noch nicht wirklich Temperaturen für neapolitanische Pizzen erreicht wurden. Mit dem Infrarotthermometer mass ich die Temperatur in der Mitte des Pizzasteines. Ich mass Temperaturen zwischen 240°C und 245°C (welche erstaunlich genau mit dem eingbauten Thermometer übereinstimmten) also gab ich dem Fire King Bologna noch etwas mehr Zeit und zückte das Infrarotthermometer nach weiteren 15 Minuten erneut. Nach einer halben Stunde erreichte der Ofen 373°C - er dürfte somit auch für Pizzen im neapoletanischen Stile geeignet sein und insbesondere an wärmeren Tagen auch gut 400°C erreichen. Etwas Sorgen machen mir aber weitere Punkte: Die Hitze scheint sehr einseitig nur von unten zu kommen Die Ofentüre öffnet sich nicht bis ganz unten Durch den ca. eineinhalb Centimeter hohen Rand am Ofentor kann man den Aldi Ofen nicht schön flach be- und entladen sondern hat immer einen leicht schrägen Winkel mit der Pizzaschaufel . Wie sich die Hitzeverteilung und der Rand der Ofentüre in der Praxis verhalten erfahrt ihr im Teil zwei . Der Teig ist angesetzt.

  • Wie gelingt der perfekte Pizzateig für eine Neapolitanische Pizza?

    Eine Pizza in einem Ofen mit sehr hoher Temperatur (ab 300 °C) wie dem Ooni Koda, Fyra und Karu oder der ROCCBOX braucht auch einen anderen Teig als eine solche aus einem herkömmlichen Haushaltsofen (üblicherweise bis 250 °C). In Teige für den Heimofen werden häufig noch Zusätze wie Olivenöl (für die Geschmeidigkeit) oder Zucker (für die Röstaromen und die Bräunung) zugegeben. Für Pizzaöfen sind diese Zusätze nicht notwendig, da die Geschmeidigkeit wie auch die Bräunung durch die kurze Backzeit bei hoher Temperatur erreicht wird. Für einen guten Pizzateig für Deinen Pizzaofen brauchst du genau fünf Zutaten; Mehl, Wasser, Hefe, Salz und jede Menge Zeit. Denn in den 8 bis 24 Stunden Gehzeit wird Zucker durch die Hefe in CO2 und Alkohol verwandelt und das Glutennetz kann sich ausbilden. Das Teigrezept nach AVPN ( Associazione Verace Pizza Napoletana) 1 Liter Kaltes Wasser 1,6-1,8 Kilogramm Weizenmehl Tipo 00 (alternativ auch Deutsche Klassifizierung 405) 0.1 - 3 Gramm Frischhefe oder alternativ 1/3 der Menge Frischhefe als Trockenhefe (Achtung, diese Menge ist zu tief wenn man Bio Hefe verwendet) 40-60 Gramm Salz Folgende Anhaltspunkte können dir bei der Wahl der Salzmenge und der Bestimmung der Wassertemperatur helfen: Zubereitung Das Wasser zusammen mit Salz in die Teigschüssel oder Knetmaschine geben bis sich das Salz schön aufgelöst hat. Etwas Mehl daruntermischen und danach die Hefe dazugeben. Immer wieder kleinere Mengen Mehl dazugeben und am Schluss dem Teig ein händisches Finish geben, um dem Teig eine schöne äussere Oberflächenspannung zu geben. Dabei gilt es zu beachten, dass der Teig nicht zu Warm werden sollte. Den Teig 30 Minuten als Ganzes ruhen lassen, dann den Teig auf alle vier Seiten ziehen und falten, dem Teig weitere 30 Minuten Ruhe geben, danach ca. 250-280 Gramm schwere Kugeln mit schöner Obrflächenspannung machen (achte darauf möglichst keine Luft aus dem Teig zu drücken) und diese in die Pizzaballenbox geben und noch einmal sieben bis 23 Stunden ruhen lassen. Sobald der Ofen am Aufheizen ist, einen grossen Haufen mit 50% Semola in der Schweiz auch Hartweizengriess oder Knöpflimehl genannt) und 50% Pizzamehl auf der Arbeitsfläche erstellen und den Teigball darauf durch drehen und durch auseinanderziehen mit den Fingerspitzen zur runden Scheibe formen. Auch hier gilt es wieder möglichst wenig Luft aus dem Teigrand zu drücken - nur so erhältst du eine luftige, knusprige Pizza (die trotzdem kein Knäckebrot ist) wie sie du nicht einmal in der Pizzeria erhältst. Viel Spass :) Obiges Rezept oder das Buch LA PIZZA FATTA IN CASA reichen dir nicht? Schau doch mal bei Harry vorbei, er besitzt ebenfalls einen Macte Voyager und jede Menge Erfahrung wie die perfekte Pizza gelingt. In seinen Kursen profitierst du von seinem geballten Wissen.

  • Welches ist die richtige Pizzaschaufel für mich?

    Die Pizzaschaufel ist das A und O in jeder Küche, wo gute Neapolitanische Pizza gebacken werden soll. Beim Kauf gibt es einiges zu beachten. Vom Material, zur Form mit oder ohne Perforierung diverse Entscheidungen sind vor dem Kauf zu treffen. So gibt es Schaufeln für das Be- und Entladen des Ofens, solche zum Drehen der Pizza, um eine gleichmässige Bräunung zu erreichen und Stangen zur richtigen Platzierung des Brennholzes - wobei letztere nur in professionellen Grossöfen Verwendung finden. Für die Schaufel selbst eignet sich Aluminium ideal als Ausgangsmaterial, da es schön leicht ist und man entsprechend auch bei grösseren, schwereren Pizzen voll flexibel bleibt. Im Gegensatz zum Pizzaiolo im Bild oben empfiehlt es sich aber für Ooni, ROCCBOX & Co. eine perforierte Schaufel mit Löcher zu verwenden. Durch das perforierte Aluminium kann überschüssiges Mehl oder Semola (Hartweizengriess) vor der Platzierung im Ofen durch die Löcher entweichen. Mit diesem einfachen Trick verhindert man einen Ofen mit zu vielen verkohlten Rückständen und einen entsprechenden Geschmack an der Pizza. Die durchlöcherte Pizzaschaufel hat ausserdem der Vorteil, dass die Schaufel noch leichter wird. Die Neapolitanische Standardgrösse für eine Pizzaschaufel ist 33cm, jedoch kann es gerade bei grösseren Öfen oder bei Verwendung im Heimbackofen durchaus auch Sinn machen eine grössere Schaufel zu kaufen. Bei kleineren Öfen lohnt sich auf eine 30cm Pizzaschaufel zu setzen, da diese dann beim rausziehen sich sicher neicht verkeilt. Wer eher auf Pinsa steht, dem sei eine Pinsaschaufel ans herz gelegt, da diese auch bei etwas längeren Teigen problemlos genug Platz bietet. Für den Stiel eignet sich Hartholz wie Buche oder verstärkter Kunststoff ideal, um einen guten Halt zu haben und die Pizza nicht schon auf dem Weg zum Ofen zu verlieren. Die Grifflänge ist ebenfalls entscheidend - in den meisten Fällen ist ein 40 cm langer Griff für Heimpizzaöfen ideal, da diese nur in einem sehr kleinen Bereich sehr heiss sind und das Verbrennungsrisiko entsprechend eher tief ist ermöglicht der kleinere Griff ein erleichtertes Aufnehmen und Absetzen der Pizza. Bei selbstgebauten, grösseren Öfen in denen mehrere Pizzen gleichzeitig gebacken werden kann sich ein grösserer 60 cm Griff oder länger aber durchaus lohnen. Um die einmal platzierte Pizza auch wenden zu können braucht es eine runde Drehschaufel. Diese ist im Idealfall aus Edelstahl, da je nach Ofentyp die Pizza damit auch vor der Falmme (Sprich Gas oder Holzofen) an den richtigen stellen geschützt werden kann. Unsere Profidrehschaufel bietet ausserdem einen sehr flachen Übergang und standardmässig eine Grifflänge von bis zu 140cm. Da jeder aber mal klein anfängt haben wir auch günstigere und einfachere Pizzawender im Angebot.

  • Der Effeuno für die Schweiz - Effeuno N3 im Test

    Nachdem Macte Ovens Anfang 2022 an den Start ging und somit die Effeuno Preisgestaltung etwas gar überrissen aussehen liess (wir berichteten). Schlug Effeuno Ende 2022 mit dem Effeovens N3 zurück. Da die "Günstigöfen" Macte Voyager und Effeovens N3 auf die untere Heizschlange verzichten, sind sie auch die einzigen Optionen für die Schweizer Standardsteckdosen (max. 2.3 KW) und somit hoch interessant für unseren Markt. Hier erfährst du was den Effeuno N3 und den Macte Voyager eint und was sie unterscheidet. Unboxing Verpackung beherrscht Effeuno etwas besser als Macte Ovens - jedoch gäbe es auch hier noch einiges von den Verpackungsprofis bei Pizzaparty und Ooni zu lernen. Unser Testofen (den wir selbstverständlich wie alle Öfen die wir testen selbst bezahlt haben) kam direkt aus Italien auf einer Palette mit Biscotto on top. Nach dem Öffnen des Kartons erwartet einem eine Styroporhölle wie man sie auch von Macte und Chinaöfen (exkl. Ooni) kennt. Auch bei der Edelstahlschutzfolie geht der Punkt an Effeuno - während Macte hier radikal Folie einnietete (und nur für pizzaschaufel.ch teils gegen Aufpreis Ausnahmen machte, da wir keine Öfen mit Plastikgeruch bei Wärmeentwicklung verkaufen wollen) lasert Effeuno die Folie ab Werk weg und die sie lässt sich entsprechend einfacher entfernen. Leider hinterlässt das Lasern kleine Punkte auf dem Gehäuse - was wir für diese Preisklasse aber absolut vertretbar finden. Laserpunkte vom weglasern der Schutzfolie, aber sind wir ehrlich, auch Kratzer von einem Japanmesser wären nicht schön, somit immerhin in maschineller Genauigkeit. Den Biscotto liefert die Antonio Sorbo Srl zu - ein Stein der leider als maximal mittelmässig bezeichnet werden kann. Grosse Unebenheiten, Zemetkleckereien (welche man immerhin einfach mit unserer Messingbürste abbürsten kann), ungenaue Passform (1.8cm Lücke zwischen Wand und Ofen) und abgebrochene Kanten zeichnen die Qualität von Antonio Sorbo aus. Da Macteovens auf den Qualitätshersteller Biscotto Saputo setzt, geht dieser Punkt unbestritten an den Voyager. Update Anfang 2024 Effeuno hat inzwischen selbst einen neuen Biscotto entwickelt, welcher bessere Verarbeitung bietet und auch weniger brechen soll. Alle unsere Effeunos werden mit diesem neuen Biscotto ausgeliefert. Hier gibt's mehr dazu. Aufheizen Im Netz geistern Gerüchte herum, welche besagen, der Effeuno N3 erreiche nicht mal 450°, daher nimmt uns dieser Punkt besonders wunder. Den Biscotto haben wir vor diesem Test selbstverständlich eingebrannt (schonendes Trocknen des Steines bei langsam ansteigender Temperatur unter regelmässigem Öffnen der Ofentür um ein Brechen des Biscottos zu verhindern). Der Effeuno N3 (Testexemplar, daher noch ohne CH-Stecker) auf dem längjährigen Macte Voyager vor dem einheizen. Nach 10 Minuten erreicht der Effeuno N3 bereits 340° Celsius während es bei einem Macte Voyager erst 317° sind. Dies stimmt uns zuversichtlich, dass der N3 problemlos auch auf Temperatur kommt. Guter Zwischenwert beim N3, wir sind optimistisch. Nach ca. 30 Minuten steigen die Temperaturen weder beim Macte Voyager noch beim Effeuno N3 merklich weiter. Der Effeuno erreicht 522°C - und somit ungefähr gleich viel wie ein Macte Voyager (der Macte machte es in diesen 30 Minuten sogar nur auf 498°), wobei wir beim N3 in weiteren Messungen wie auch beim Voyager schon Temperaturen über 550°C gemessen haben. Einen wirklich grossen Temperaturunterschied der beiden Öfen ist in diversen Tests nicht festzustellen. Der Effeuno heizt gefühlt 2-3 Minuten schneller auf aber wirklich im marginalen Rahmen. Auch werden beide Öfen aussen sehr heiss, ungefähr 150-200°C messen wir auf der Oberfläche (ungenaue Messung aufgrund der reflektierenden Oberfläche). Die Heizschlange hängt etwas runter (vermutlich vom Transport), sobald abgekühlt lässt sie sich aber wieder problemlos einrasten. Ein Problem welches neuere Macte Öfen aufgrund einer angepassten Konstruktion nicht mehr haben können. Schlussendlich lassen sich in Sachen Temperatur keine wesentlichen Unterschiede zwischen N3 und Voyager feststellen, der höhere Messwert könnte auch gut auf die herunterhängende Heizschlange zurückzuführen sein. Ein Unentschieden also. Backtest Für den Backtest wird wie immer mit einem relativ klassischen Neaplitanischen Teigrezept gearbeitet. Etwas weniger klassisch geht es diesmal mit dem Belag zu und her. Während die San Marzano und der Fior di Latte noch ganz klassisch wohl in jeder traditionellen Neaplitanischen Pizzeria ihren Weg auf die Pizza finden, tanzen die Champignons etwas aus der Reihe. Obwohl es sich um quasi das identische Türdesign bei Macte Voyager wie auch N3 handelt (Eigenaussage von Effeuno), bäckt der minim N3 gleichmässiger (evt. aufgrund der herunterhängenden Heizschlange?). Die relativ gleichmässige Hitzeverteilung macht eine Drehschaufel nahezu überflüssig. Etwas irritierend ist die Anordnung der Ofenlampe welche nicht mittig angeordnet ist, was aber nicht weiter ein Problem darstellt. Das Backresultat kann sich unserer Meinung nach für einen ersten Ofentest absolut sehen lassen - der günstig Biscotto scheint auch keinen merklich negativen Einfluss auf das Resultat gehabt zu haben. Update 2024 der N3 wird nur noch mit dem Effeuno Stein (Effeuno Biscotto) ausgeliefert - nicht mehr mit einem echten Biscotto, mehr dazu hier. Fazit Während beim Macte Ovens Voyager bessere Materialien schlechter verarbeitet werden (Update Mitte 2024, Macte hat sich eingekriegt und kann inzwischen in Sachen Verarbeitungsqualität mithalten), werden beim Effeuno N3 günstigere Materialien besser verarbeitet (Norditalien lässt grüssen). So hat der N3 einen merklich höheren Plastikanteil, alleine schon die wenig ästhetischen Füsse sprechen da für sich. Eben diese Plastikfüsse haben aber zwei wesentliche Vorteile im Vergleich zu einem Macte Voyager, der Ofen steht etwas höher (die Höhe lässt sich via Schraube sogar noch um ca. 4cm nivellieren) und der Backvorgang lässt sich somit besser überwachen und die Bedienelemente sind vorne und somit immer einfach zugänglich. Der Effeuno N3 ist für uns ein wenig ein Fiat Panda für die Küche. Ist er schön? Naja, das liegt wohl im Auge des Betrachters, form follows function wurde jedenfalls bis zum letzten beachtet. Bäckt er gute Pizzen? Definitiv. Ist er Preiswert? Absolut. Würde ihn eine Nonna oder ein Nonno je wieder hergeben? Niemals! Überzeugt? Benutze den Code CUCINAPANDA um dir deinen N3 zum Spezialpreis zu sichern. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Pizza - mehr als eine Mahlzeit

    Pizza - das wohl erfolgreichste Fast Food der Welt und trotzdem eine Wissenschaft für sich. "Pizza" gibt es in allen möglichen Variationen. Vom Tiefkühlpizzakuchen mit Zucker und merkwürdigen Käsesorten bis hin zur richtigen Neapolitanischen Pizza Margherita oder Marinara. Seinen lauf begann das alles im 16. Jahrhunder zu nehmen, als die im Schnitt arme Bevölkerung Italiens eine günstige und nahrhafte Verpflegung auf Reisen benötigen. Es wurden erste Pizzerien in und um Neapel eröffnet um die Reisenden mit den preiswerten, sättigenden Teigfladen zu versorgen. Wurden erst vorallem Fladen mit Öl und Tomaten (-sauce) belegt so ist es vermutlich König Umberto I. und seiner Frau Margherita zu verdanken, dass wir heute auch Fior di Latte oder Mozzarella auf unseren Pizzen haben. Um das Gericht auch für die Oberschicht salonfähig zu machen wurde es mit ebendiesen Zutaten verbessert. Noch heute rühmt sich die Pizzeria Brandi in Neapel damit die Pizza Margherita im Auftrage der Königin Margherita erfunden zu haben obwohl dies inzwischen widerlegt ist. Trotzdem zieht dieses Restaurant jedes Jahr tausende, mehrheitlich Touristen, an. In diesem Sinne ist unsere Pizza also nach wie vor ein Fladen für Reisende geblieben. Mit den grossen Migrationsströmen gen' Westen auf der Suche nach neuem Wohlstand machte sich auch das Rezept der Pizza mit auf den Weg in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika. Noch heute backen diverse New Yorker und Chicagoer Restaurants nach den von ihren Vorfahren importieren Rezepten. Heute ist es einfacher denn je eine gute Pizza auch selbst zu hause zu Backen. Mit den Öfen von Ooni, ROCCBOX oder G3Ferrari erreicht man auch in oder vor den eigenen vier Wänden die Temperaturen die schon die ersten Restaurants in und um Neapel zu erreichen versuchten. Und sollte es trotzdem mal ein Ausflug in ein Restaurant, z.B. in Neapel, sein - so doch dann lieber in der Antica Pizzeria da Michele wo man ehrliches Essen zu fairen Preisen und aufgrund des geringen Platzangebotes häufig auch neue Freunde oder zumindest gleichgesinnte Pizzaliebhaber findet. Und, nicht vergessen, zu Pizza trinkt man Bier - das bodenständige hat sie also trotz Königin Margherita bis heute nicht verloren unsere Pizza.

  • L'Antica Pizzeria da Michele und das in Dubai?

    Die Vereinigten Arabischen Emirate und insbesondere das mondäne Dubai sind uns Touristen ja neben Kamelen, aufgeschütteten Inseln und Riesen Shopping Malls für vieles bekannt. Eventuell gibt es aber neben der Wüste und der etwas neueren, aus dem Boden gestampften Betonwüste tatsächlich einen guten Grund für Pizzaliebhaber die nächsten Ferien im Reich von Muhammad bin Raschid Al Maktum zu verbringen. Um im November nochmals etwas Sonne zu tanken zog es uns ins immerwarme Dubai. Die Expo 2020 und die vorhandene Filiale von L'Antica Pizzeria da Michele überzeugten uns trotz gewisser Vorbehalte die Emirate zu besuchen. Ganz zu Beginn unserer Reise besuchten wir die Expo 2020 und machten uns dort auf die Suche nach einer guten Pizza. Die Suche war alles andere als schwer - direkt Links nach dem Al Wasl Dome - der Eingangs- und Hauptkuppel der Expo 2020 fand sich eine Filiale von Ecco Pizza e Pasta. Die temporäre Expo Filiale war mit Elektroöfen der neusten Generation (Scugnizzo Napoletano, zugelassen von der AVPN) ausgestattet aber seht selbst: Die Pizza selbst war wirklich gut und man merkte ihr in keinem Moment an, dass sie aus einem Elektroofen stammte - der Scugnizzo Napoletano hatte hier ganze Arbeit geleistet. Die ausserdem bestellte Lasagne war eher mittelmässig. Ecco Pizza e Pasta scheint also vor allem Pizza zu können. Neben der Expo Filiale gibt es auch noch eine in der Mercato Mall welche wir aber nicht besuchten sondern nur von aussen betrachteten - sie wirkte alles andere als einladend. Ein paar Tage später war es wieder Zeit für Pizza. Diesmal ging es zu einem echten Klassiker der Neapoletanischen Küche - der L'Antica Pizzeria da Michele. Da Michele ist DIE Pizzeria schlechthin. Die Ursprungsfiliale in Neapel ist ein geradezu mystischer Tempel für Pizzaliebhaber, es werden ausschliesslich Pizza Margherita und Marinara sowie Bier, Wasser und Wein serviert. Trotz des enorem Touristenandranges in Neapel sind die Preise sehr moderat und abgesehen vom Wein (da die Pizza ursprünglich ein arme Leute Essen ist, trank man historisch gesehen Bier zu einer Pizza) ist auch die Speise- und Getränkekarte authentisch geblieben. Weshalb eine solche Dynastie der Authentizität es für nötig hält Filialen in Ländern wie Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Japan, den USA und ganz Europa zu eröffnen bleibt ihr Geheimnis. Was aber nicht ihr Geheimnis bleiben soll, ist die Frage ob es sich denn lohnt so eine neue, weniger authentische Filiale zu besuchen. Gleich schon vor dem Betreten des Restaurants stellt man fest, dass der Vergleich mit der Filiale in Neapel sehr schwierig werden könnte. Von aussen erinnert rein gar nichts an Neapel. Eine Fassade wie es sie zu tausenden gibt in Dubai - vermutlich hätte man in weniger als einer Woche aus dem Restaurant eine Gucci Boutique gemacht. In Dubai fehlen auch die grossen Tische an die man wild zusammengesetzt wird und nach dem Essen als Freunde das Lokal verlässt - ob dies an Covid-19 liegt bleibt offen. Ich selbst, vor Jahren als alleinreisender in Neapel, schätzte diesen völkerverbindenden Aspekt aber sehr. Na gut - wenn uns da Michele in Neapel aber etwas gelernt hat, dann dass es nur ums Essen geht, denn weniger Liebe in die Einrichtung als das Stammrestaurant in Neapel kann man wohl kaum investieren. Ausgestattet ist diese Filiale am City Walk mit einem Buchenholzofen von Stefano Ferrara welcher als einer der besten Ofenbauer in Neapel gilt. Waren also all unsere Bedenken um fehlende Authentizität umsonst? Jein. Die Speisekarte wagte mit ihrem viel zu grossen Umfang (immerhin mehrheitlich echte Italienische Speisen und Getränke) nicht ganz zu überzeugen auch das nur als alkoholfrei erhältliche Bier steigerte das Süditalien Feeling nicht gerade. Wir bestellten eine Margherita und beobachteten unterdessen Toto den Pizzaiolo bei seiner Arbeit. Schon bald traf unsere Pizza ein und wir wurden nicht enttäuscht. Eine Margherita wie sie im Buche steht mit dem für da Michele so typischen etwas flacheren Rand. Die Pizza war etwas säucherlich, woran das lag fanden wir leider nicht heraus. Ob es wohl am gemäss Karte verwendeten (Soja!)öl liegt? Der Boden hatte ein schönes Leopardenmuster ohne verbrannte Stellen aufzuweisen. Fazit Dubai bietet Pizzatechnisch mehr als man auf den ersten Blick denkt. Insbesondere die Pizza bei Ecco war eine sehr positive Überraschung, wohl auch weil die Erwartungen an der Expo eher tief waren. Bei da Michele in anderen Städten als Neapel essen zu gehen kann man machen, in den meisten Fällen hat man wohl immer noch eine überdurchschnittliche Pizza. Einen Besuch in Neapel erspart man sich aber dadurch ganz sicher nicht. Für uns heisst es deshalb im Dezember ab mit dem Nachtzug nach Neapel und nicht nochmal zu da Michele Dubai in die neue, zweite Filiale in Dubai Jumeirah Beach wo wir am Eröffnungstag spontan keinen Platz mehr erhielten. Disclaimer: Sämtliche Besuche fanden auf eigene Rechnung statt und repräsentieren die freie Meinung des Autoren. Die Flugreise wurden mit myclimate klimakompensiert.

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