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  • LANDI Pizzaofen Chef Primavista im Test – Der Preis-Leistungs-König?

    Pizzaöfen für zuhause gibt es mittlerweile in allen Preisregionen. Während Modelle von Ooni, Effeuno oder Pizzaparty schnell mehrere hundert Franken kosten, bietet LANDI mit dem Chef Primavista Pizzaofen eine deutlich günstigere Alternative an. Für gerade einmal CHF 159.- verspricht der Ofen Temperaturen bis 400 °C, einen Cordierit-Pizzastein sowie separat regelbare Ober- und Unterhitze. Klingt auf dem Papier nach einem echten Schnäppchen. Doch wie schlägt sich der LANDI Pizzaofen in der Praxis? Das liest du in unserem Test. Unboxing Landi Pizzaofen Chef Auf dem Äusseren der Verpackung werden 400° in 15 Minuten sowie 5 Jahre Garantie versprochen. Anständige Werte, wenn man den sehr tiefen Kaufpreis von CHF 159 bedenkt. Etwas Bedenken haben wir bei der mutmasslich überflüssigen Unterhitze, die bei Cordierit meistens zu verbrannten Böden führt sowie bei der Türe die noch unpraktischer als bei Cozze aussieht. Die Türe macht uns jetzt schon Sorgen. Beim Öffnen des Kartons fällt auf, dass der Cordierit stein relativ wenig geschützt ist. Vermutlich wurde die Verpackung mehr für den Stationären Handel als für den Landi Onlineshop gewählt. Unser Stein war jedenfalls intakt, wir holten den Ofen aber auch selbst im Laden ab. Der Pizzastein ist relativ wenig geschützt, schaffte es aber intakt zu uns. Natürlich kommt der Landi Pizzaofen direkt mit CH-Stecker, unser Exemplar des Primavista Chefs verlor aber schon auf dem Weg zu uns drei seiner vier Füsse und auch der vierte hing nur noch halbpatzig am Gerät. Neben dem Ofen, der Türe und dem Stein ist auch eine Pizzaschaufel im Lieferumfang enthalten. Zwar nicht perforiert aber immerhin etwas grösser als beim Landi Gas Pizzaofen wo die Schaufel komplett unbrauchbar war. Der Lieferumfang des Landi Primavista Chefs Die Anleitung hielt abgesehen vom abenteuerlichen Teigrezept keine Überraschungen bereit. Aber vielleicht sind wir hier auch etwas streng, denn Landi spricht nie von Neapolitanischer Pizza, sondern einfach von Holzofen und Margherita (was irgendwie auch schon fast Neapolitanisch impliziert). Holzofenqualität mit 15 Minuten vorheizen, wir sind gespannt. Eher weniger das Rezept für eine Neapolitanische Pizza, was aber auch nicht versprochen wird. Trotzdem würde etwas mehr Gärzeit keinem Teig schaden. Temperaturcheck beim Primavista Chef Um den Ofen erstmals aufzuheizen platzieren wir die leider lose Tür im Ofen und starten den Timer auf 15 Minuten um die versprochene Aufheizzeit zu testen. Der Ofen läuft ohne Timer nicht, sprich wie beispielsweise bei einem Toaster stoppt der Ofen nach Ablauf der programmierten Zeit. Das kann nerven, wenn man mehrere Pizzen hintereinander backen möchte. Beim ersten Klingeln nach 15 Minuten zeigt unser Thermometer 376.6° an. Das lassen wir als 15 Minuten Aufheizzeit bis 400° durchgehen. Temperatur nach 15 Minuten Natürlich nimmt es uns auch wunder ob noch mehr drin liegt. Also heizen wir weitere 15 Minuten weiter und messen dann nach total 30 Minuten nochmals. 400° wie versprochen. Die Landi liefert also exakt wie versprochen einen Ofen mit 400° Backtemperatur. Was die Unterhitze angeht sicher eine ausreichende Temperatur - mit dem Cordierit Stein verbrennt sonst nur der Pizzaboden. Pizza im Primavista Chef Um den Landi Pizzaofen auf Herz und Nieren zu prüfen, gilt es natürlich wieder eine Margherita zu backen. Der Teig wurde mit Caputo Pizzeria nach AVPN Standardrezept zubereitet und ging 20 Stunden (bei Raumtemperatur, da klassisch Neapolitanisch) auf. Natürlich funktionieren unsere Schaufeln einiges besser aber für CHF 159 inkl. Ofen kann man sich nicht beklagen. Vor dem Platzieren der Pizza im Ofen gilt es die lose Türe auf eine Feuerresistente Ablagefläche zu legen. Doppelt unglücklich, keine Sicht in den Ofen und immer im Weg, da nicht fix am Ofen. Aber auch die viel teureren Cozze Öfen haben keine bessere Tür, eher noch billiger da nicht doppelwandig. Nach 60 Sekunden wagen wir uns die Tür zu öffnen, in der Hoffnung, dass nicht zu viel Hitze entweicht. Was sich hinter der Tür verbirgt bleibt ein Geheimnis. Nach ca. 120 Sekunden entnehmen wir dann die erste Testpizza im Miniaturformat. Oben hat dieses Exemplar eher etwas zu wenig Hitze abbekommen. Die weiteren, grösseren Exemplare halten wir dann ein wenig länger unter die obere Heizschlange um zumindest etwas Bräunung zu erreichen. Die Oberhitze braucht beim Primavista Chef etwas Geduld. In der obigen Galerie siehst du die weiteren Resultate aus dem Primavista Chef sowie den Boden der ersten Minipizza. Der Boden gefällt uns ausgesprochen gut für einen Cordieritstein, dies ist natürlich der "tiefen" Temperatur zu verdanken. Die Oberhitze ist leider eher etwas schwach auf der Brust und entsprechend muss man mit mindestens 2 Minuten Backzeit und eher zu stark zerlaufenem Käse rechnen. Fazit zum Landi Primavista Chef Die Landi liefert nach dem Grill Club Gas Pizzaofen (und dem Quatsch Universal Pizzaofen) einen weiteren Pizzaofen mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis. Offensichtlich hat der Ofen einige Schwächen, wie die heisse Tür die es jeweils irgendwo abzulegen gilt und die keinen Blick in den Ofen gewährt, die etwas zu schwache Oberhitze oder der Timer der der Ofen immer wieder abstellt. Er macht aber auch einiges richtig, so ist der Preis von CHF 159 inkl. halbwegs brauchbarer Pizzaschaufel unschlagbar. Ausserdem hatten wir noch nie einen Pizzaofen mit Cordieritstein und Unterhitze der die Pizzaböden so gut behandelte wie der Landi Chef Ofen. Alles in allem ein absoluter Kauf-Tipp für Pizza Einsteiger, da der Primavista Chef aufgrund der etwas tieferen Temperatur auch den einen oder anderen Fehler verzeiht und einem mit der längeren Backzeit mehr Zeit zum Lernen lässt. Für bereits erfahrene Pizzabäcker ist er eher nicht geeignet. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Ist der Ooni Koda 2 besser als der Koda 16?

    Da auch wir selbst mal klein mit einem Ooni Pizzaofen in das Pizzagame eingestiegen sind, konnten wir bei einem guten Preis für den Koda 2 nicht widerstehen und haben zugeschlagen. Was sich zum Koda 12/16 geändert hat und ob er besser ist erfährst du in diesem Blogbeitrag. Unboxing und erster Eindruck Koda 2 Wie Leser dieses Blogs inzwischen wissen, ist Ooni ungeschlagener Meister im Bereich nachhaltiger und gut schützender Verpackung. Das ist auch beim Koda 2 nicht anders. Das Auspacken eines Ooni Pizzaofens macht viel mehr Spass als bei jedem anderen Hersteller. Viel leicht zu entsorgender Karton und trotzdem ein perfekt geschützter Ofen und Stein. Inzwischen hat Ooni sogar den Plastik der zuvor den Stein umhüllte abgeschafft, trotzdem kam unser Cordierit komplett intakt an. Auch die Umplatzierung des Logos an den Rand war ein weiser Schritt seitens Ooni. Direkt beim Auspacken fallen vier Neuerungen auf. Der Koda 2 zündet nun mit Batterie anstelle Piezo Zündung Das Batteriefach ist schön in einem der Beine versteckt. Eigentlich wäre eine Piezozündung ohne Batterie ja irgendwie cooler, weil wartungsärmer aber, da die Piezozündung selten beim ersten Mal funktionierte sind wir trotzdem sehr erfreut über diese Neuerung. Den Koda 2 kann man mit Motor zur Drehung ausrüsten Wie man auf obigem Bild sieht, kann man eine Platte entfernen und den optional erhältlichen Motor dort montieren. Was in der Theorie und beim uninformierten Onlinekäufer sicher gut ankommt sehen wir eher kritisch, denn mit dem doch relativ teuren Motor/Stein Package können nur noch 30cm Pizzen gebacken werden. Schade wenn man einen so kompakten Ofen hat der auch problemlos das Standardmass (33cm) aufnehmen könnte. Immerhin ist es nur eine Option und so können alle selbst wählen ob sie lieber kleinere Pizzen mit Drehautomatik oder grössere von Hand backen möchten. Somit ist auch dies ein klarer Fortschritt zu den Vorgängern. Das Hintere Standbein rastet neu zur Sicherheit ein. Das hintere Standbein kann nur noch mit Eindrücken eines Knopfes abgeklappt werden. Mehr Sicherheit finden wir natürlich top - auch wenn wir jetzt zuvor nie ein Problem mit deinem 12er oder 16er Koda in diese Richtung gehabt hätten. Die Pizza ist neu besser von der Flamme geschützt Ein weiter nach vorne reichendes Blech schützt die Pizza neu vor den Flammen. Für das Backerlebnis ist das neue abgekantete Blech ein klarer Vorteil. anstrengender wird es beim Reinigen, aufgrund der Abkantung über den Backbereich kann man den vordersten Teil der Backfläche nicht mehr richtig rausbürsten. Wie schnell heizt der Koda 2 auf? Auf der Verpackung gibt Ooni eine Aufheizzeit von 20 Minuten für 400 Grad an. Gleichzeitig wird von Ooni auch direkt daneben erwähnt, dass ein Pizzaofen nicht höhere Temperaturen brauche. Korrekt solange man von den bekanntlich nicht so guten mitgelieferten Cordierit Steinen ausgeht. Mit guten Pizzasteinen kann man natürlich auch mit 450-500° noch viel bessere Pizzen backen. Wir messen also nach 20 Minuten zum ersten Mal die Temperatur des Ooni Koda 2. Der Koda 2 erreicht den versprochenen Wert nach 20 Minuten. Der Koda 2 hat also im Vergleich zu vielen anderen heutigen Öfen eine eher lange Aufheizzeit. Wir finden das nicht weiter tragisch, denn Ooni hat schon recht, 500 Grad auf einem Cordierit braucht sowieso keiner. Natürlich nimmt es uns trotzdem Wunder wie es weiter geht und wir messen daher 10 Minuten später noch ein Mal. Weitere Zehn Minuten bringen zusätzliche 60°. Die Temperatur steigt ab 400° nur noch langsam Weitere zehn Minuten später - also nach 40 Minuten total erreichen wir 500°. Viel mehr liegt beim Koda 2 nicht drin. Wir finden den von Ooni lancierten Gegentrend zu tieferen Temperaturen eigentlich schlau, denn das entwickelte Produkt mit dem mitgelieferten Stein liefert sowieso bei 400° bessere Resultate als bei 500°. Weshalb viele andere Cordierit Ofen Hersteller einen Temperaturekord nach dem anderen brechen wollen erschliesst sich uns nicht ganz. Pizza backen im Ooni Koda 2 Wie immer testen wir den Ofen mit einem Teig gemäss AVPN Originalrezept. Heute wieder mit Caputo Pizzeria (Blu) und 24 Stunden Stückgare Ausserdem kommen heute zum Einsatz Die erste Pizza backen wir bei 450° Grad einfach weil das uns eine noch immer vernünftige Temperatur scheint. Die Königin der Pizzen - die Margherita, wichtig nie beim Basilikum sparen. Nach dem Backen bleiben wir ein wenig ernüchtert zurück. Obwohl wir unserer Ansicht nach mit einer vernünftigen Temperatur gestartet sind scheint dies noch immer viel zu Heiss für einen Cordierit stein zu sein. Trotz Rettungsversuchen mit der Drehschaufel verbrannte der Boden an einigen Stellen zu stark und Teile der Pizza wurden ungeniessbar. Was aber sehr schön klappte, ist der Schutz des Pizzarandes durch das neue Blech, dieses macht einen guten Job, auch wenn es einen Teil der Pizza (unten links) verbrannte, da wir uns am Anfang diesem Hindernis zu wenig bewusst waren. Beim nächsten Versuch reduzierten wir also auf 420° Leider reichte auch diese Reduktion inklusives langes in den Backraum halten um den Boden zu schonen nicht aus. Als letzter Versuch stellten wir den Ofen auf die tiefst mögliche Einstellung und warteten 20 Minuten. Mit diesen ca. 400 Grad erreichten wir die besten Resultate, auch wenn es selbst mit Drehschaufel Jongliervorführung und tiefst möglicherTemperatur noch immer zwei verbrannte Stellen gab. Bei einem weiteren Mal würden wir den Stein so "kalt" wie im Betrieb nur irgendwie möglich lassen und dann aber den Brenner beim Einschiessen der Pizza wieder aufdrehen. Dies könnte das Resultat nochmals etwas verbessern. Fazit zum Ooni Koda 2 Der Koda 2 macht eigentlich alles besser als seine zwei Vorgänger 16 und 12. Seine Achillesferse bleibt aber der Cordierit Stein der das Pizzabacken zu einem unnötigen Eiertanz macht. Wer einen günstigen Einstieg in die Heimpizzawelt sucht und wie wir für Preise unter CHF 300 zuschlagen kann macht sicher nichts falsch. Um den Eiertanz mit dem zu schnell Hitze abgebenden Stein zu meistern raten wir nicht bei der Drehschaufel zu sparen und direkt auf die Profi-Drehschaufel zu setzen. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Der Gino Modena Pizzaofen im Test

    Wer ist Gino und was hat er mit Modena zu tun? wir wissen es bis heute nicht, auch nicht ob sich Gino bewusst ist, dass Modena nicht in Kampanien, der Heimat der Neapolitanischen Pizza, ist. Wie dem auch sei, der Modena Pizzaofen mit der unverkennbaren Italien Bemalung schreit geradezu nach einem Test. Erster Eindruck und Verarbeitung Eingetroffen ist der Modena mit einem separaten Gasschlauch und einem passenden CH-Regler. Was, obwohl gesetzlich verpflichtend, nicht selbstverständlich ist bei Galaxus. Macht schon mal Hoffnung - ein passender CH-Regler. Auf der Packung macht Gino Werbung für einen Pizzaofen mit nur 15 Minuten Aufheizzeit, auch eine Transporttasche verspricht er mit Piktogramm immerhin eines der beiden Versprechen wird er halten, aber dazu später mehr. Ginos Versprechen. Beim Öffnen der Verpackung trifft man auf einen "Premium" Cordierit Pizzastein. Egal wie Premium er auch sein mag, bleibt Cordierit trotzdem das falsche Material für einen guten Pizzastein für Neapolitanische Pizza. Vielleicht kommt daher der Name Modena? Wobei es den gleichen Ofen auch ohne Italienflagge (und erst noch günstiger) mit dem Namen Vesuvio gibt oder gab. Verpackung Premium, Material des Steines weniger. Unter dem Stein befindet sich der Ofen in einer hochwertigen Stoffabdeckung, welche aber leider keine Griffe hat und auch nicht wasserabweisend ist. Somit ist die Abdeckung eher hochwertiger Abfall, schade. Die von Gino auf der Verpackung versprochene Tragetasche gibt es nicht dazu, dafür sonst ein schönes Stück Stoff. Beim Entfernen des hochwertigen Stoffes, kam mal wieder Galaxus' Expertise im Bereich Gasapparate zum Vorschein. Galaxus und Gasgeräte, zuverlässig wie die Deutsche Bahn. Nach einigen E-Mails mit dem (immerhin sehr freundlichen) Galaxus Support, einem Monat warten, dem Zusenden eines neuen Schlauches und eines neuen Gasdruckreglers sowie etwas Basteln und dem Einsatz einer selbst gekauften Schlauchschelle war der Gino Modena dann aber einsatzbereit. Hat man besser zuhause, wenn man Gasgeräte bei Galaxus bestellt, Schlauchschelle und etwas handwerkliches Geschick. Somit ist der Gino Modena bereit für seinen Test auf Balkonien. Pilatus nicht im Lieferumfang enthalten. Der Ofen ist leicht zu transportieren, in diesem Sinne hält Gino sein Versprechen - auch wirkt er relativ hochwertig verarbeitet - besser als beispielsweise ein Landi Gas Pizzaofen, der aber nochmals einiges günstiger ist und sogar mit zusätzlicher (unbrauchbarer) Pizzaschaufel im Lieferumfang kommt. Aufheizen & Temperatur Die Piezozündung zündet nicht Ultra zuverlässig, ähnlich wie bei unseren bisherigen Ooni Erfahrungen. Beim spätestens dritten Zündversuch läuft er aber meistens. wohl auch deshalb wurde ein Draht für ein Zündholz mitgeliefert, genauso wie bei Ooni. Bereits nach 15 Minuten hat der Ofen 436.7° in der Steinmitte - ein beeindruckender Wert und Ginos Versprechen wird hier gehalten, extrem viel heisser sollte ein Cordierit sowieso nicht werden, da es sonst schwarze Pizzaböden gibt. Im Modena steckt auch ein Vesuvio, der Brenner ist wirklich sehr potent. Die seitliche Temperaturanzeige des Gino Modenas ist - wie die meisten fix verbauten Temperaturanzeigen - nicht wirklich zuverlässig, sie zeigt gleichzeitig etwas komplett anderes an. Ob 230° oder 437° Hauptsache Italien. Nach weiteren fünf Minuten, also total 20, sind wir schon bei 500 Grad und mehr. Nach 20 Minuten haben wir eher schon zu heiss für einen Cordierit Pizzastein. Die Temperatur lässt sich einfach über den Gasregler nach unten steuern. Etwas Übung braucht es trotzdem, denn wie bei fast allen kompakten Pizzaöfen gilt: Zu viel Hitze verbrennt den Rand schnell, zu wenig Hitze macht den Boden blass und genau das wird auch hier das Thema in unserem Backtest. Die ersten Pizzen im Gino Modena Wie immer gibt es auch heute Pizza Margherita - dazu haben wir einen Teig nach Neapolitanischem Standardrezept von Hand vorbereitet (eine Knetmaschine lohnt sich erst ab vier Teiglingen). Heute mit Caputo Pizzeria, sprich auf wahnsinnigen Rand verzichten wir heute. Trotzdem sind die Pizzaballen nach 24 Stunden eher schon zu stark aufgegangen. Zum Glück heute mit genügend Platz in der Ballenbox. Übrigens, auch wenn wir die wohl potenteste Trockenhefe der Welt in unserem Shop führen. So empfehlen wir euch diese nur als Backup. Es lohnt sich immer mit konventioneller (nicht Bio) Frischhefe zu arbeiten, da die Dosierung viel genauer möglich ist. Hundskommune Migros Frischhefe Würfel sind unser Favorit. Selbst mit dem nicht Ultraluftigen Pizzeria Mehl haben wir schon genügend Luftblasen für dieses Ofenmodell. Untenstehend findest du die drei Pizzen aus dem Gino Modena Trotz unserer Profi-Drehschaufel (ohne die der Ofen aufgrund seiner Hitzeverteilung ein Totalausfall wäre) kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Es stellte sich äusserst schwer dar eine Temperatur zu finden bei der genügend gebacken werden kann aber der Rand nicht direkt Feuer fängt. Die extrem schnelle Aufheizzeit zollt hier wohl ihren Tribut mit einem Brenner der die Pizza schnell ankokelt während man sie noch gar nicht drehen kann, da sie noch zu instabil ist. Obiges sind die Resultate trotz dem schützenden zwischen Brenner und Pizza halten der Drehschaufel. Wir sind aber überzeugt, dass man mit der nötigen Erfahrung mit dem Ofen ordentliche Resultate aus dem Gino Modena holen kann. Fazit Der Gino Modena ist ein schön verarbeiteter Pizzaofen mit anständiger Breite (14 Inch) ohne gleich ein riesiges untransportierbares Monstrum zu sein. Die Aufheizzeit ist beeindruckend kurz was aber beim Backen selbst aufgrund des potenten Brenners und der kleinen Backkammer seine Nachteile hat. Mit der nötigen Übung und einer guten Drehschaufel kann man aber gute Resultate aus dem Gino Modena zaubern. In der tiefen 200-Fränkigen Range sicher ein empfehlenswerter Ofen, darüber, so wie man ihn Momentan kaufen kann (CHF 400), würden wir aber klar von einem Kauf abraten - ist er doch abgesehen von seiner Grösse und seiner Verarbeitung sehr ähnlich zu einem Landi Gas Pizzaofen. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Der Macte Voyager Svizzera im Test

    Macte, der Süditalienische Pizzaofenhersteller, der sich mit der Voyager Serie schon länger einen Namen in der Schweiz gemacht hat, hat auf uns gehört und den bestmöglichen Ofen für uns Schweizer zusammengestellt. Wie sich der Macte Voyager Svizzera im Praxistest schlägt und was er im Vergleich zum Effeuno N3 bietet, liest du hier. Unboxing Voyager Svizzera Wie alle Macte Pizzaöfen kommt auch der Voyager Svizzera im unscheinbaren, aber sehr stabilen Karton daher. Wer genau hinschaut, kann im Hintergrund schon ein weiteres Testobjekt erspähen. Nach dem Öffnen des Kartons erwartet einem Luftpolsterkissen und eine goldene NFC-Karte mit nicht eingemittetem Macte Ovens Logo und Made in Italy Schriftzug sowie einen QR-Code - beide Wege führen zur digitalen Anleitung. Was genau das soll, ist uns seit Jahren unklar, eine gedruckte Anleitung mit QR-Code zu ein paar Videos wäre wohl jedem Kunden lieber und kaum teurer. Eine goldene Ofenanleitung als neues Statussymbol, falls der Autoschlüssel nicht mehr reicht. Viel erfreulicher als die Anleitung ist der Fakt, dass Macte nach jahrelangem Gejammer unsererseits endlich direkt Schweizer Stecker verbauen kann und der zusätzliche klobige Fixadapter somit entfällt. Wie so oft in Italien machte ein persönliches Treffen das Unmögliche möglich. Zwar sind auch das Kabel und der Stecker in Italien hergestellt, aber neu erstmals direkt für den Schweizer Markt ausgelegt. Auf dem Ofen befindet sich die noch nicht montierte Türe. Die Türe des Macte Voyager Svizzera gilt es noch zu montierten. Im und vor dem Ofen befinden sich die gesplitteten echten Biscotto Steine und der Türgriff. Wir bezahlen jeweils einen Aufpreis, um die bestmöglichen Biscottosteine zu erhalten, trotzdem ist ein Biscottostein natürlich kein Dekorationsobjekt, sondern ein Mittel, um möglichst gute Pizza zu backen. Etwas brüchige Kanten und Risse sind normal, falls man einen "schönen" Stein möchte, so sollte man unbedingt zum Effeuno N3 mit Effeuno Stein greifen, dieser Stein verbrennt dann im Gegenzug halt einfach den Pizzaboden. Nach dem entnehmen des Voyager Svizzera geht es ans entfernen der Folie und ans zusammenschrauben und einbauen der Ofentür. Beides ist eher etwas Umständlich und nimmt entsprechend Zeit in Anspruch, daher sollte man keinesfalls am Tag, an dem man den Ofen erhält, bereits eine grosse Pizzaparty mit Gästen einplanen. Wir schreiben das hier, weil es tatsächlich entsprechend übereifrige Kunden gibt (zu denen der Autor dieses Beitrages wohl auch gehören würde). Deshalb unser Tipp; Nimm dir Zeit den Ofen seriös von seiner Folie zu befreien, die Türe zu montieren, den Biscotto einzubrennen und ein paar Testpizzen zu backen, bevor du damit auf die grosse Bühne gehst. Im Gegenzug kriegt man mit dem Voyager Svizzera einen Ofen, der unverkratzt ankommt und bei dem beim Transport noch nie eine Türe gebrochen ist, was man von Effeuno N3 leider nicht immer behaupten kann. Um die Türe, welche den Transport heil überstanden hat, nicht beim Zusammenbau zu zerstören, sollte man den Türgriff (trotz Schaumstoffeinlage) nicht wie ein wahnsinniger anziehen, denn dann Bricht das Glas und es wird teuer. Das Polster schützt das Türglas, kann aber bei fehlendem Gespür für das nötige Drehmoment natürlich auch nichts mehr retten. Auch das einfahren des Türscharniers am Ofen benötigt etwas Fingerspitzengefühl. Was uns nach wie vor begeistert, ist die kleine eingebaute Klappe, welche das Scharnier Offen hält, davon kann man bei einem Effeuno selbst in den teuersten Serien nur träumen. Allgemein kann man sagen, die Türe bzw. die gesamte Materialwahl und Verarbeitung ist inzwischen einiges besser als bei Pizzaöfen von Effeuno. Fingereinklemmen kann man sich bei Macte Pizzaöfen sparen. Zusammengebaut sieht der Voyager Svizzera dann so aus: Der Voyager Svizzera beim Einbrennen des Biscottos. Aufheiztest Am Tag nach dem Einbrennen des Biscottos - sprich mit einem kalten Ofen - galt es, die Aufheizgeschwindigkeit und die Maximaltemperatur des Ofens zu ermitteln. Nach 15 Minuten stellten wir eine Temperatur um die 380° fest, was bedeutet, dass der Voyager Smart weder besonders schnell noch besonders langsam aufheizt. 384° nach 15 Minuten, ein anständiger Wert. Weitere 10 Minuten später erreichte der Ofen um die 470 Grad und noch einmal 10 Minuten später, nach 35 Minuten erreichten wir ca. 515° in der Mitte des Biscottos. Diese "tiefe" Temperatur überraschte uns etwas, denn neben dem Schweizer Stecker unterscheidet sich der Voyager Svizzera auch durch einen um 50° stärkeren 500° Thermostaten und einen Drehregler mit entsprechendem Bedienelement vom Standard Voyager Smart . Da es kein Szenario gibt, in welchem man 550° auf dem Biscotto braucht, ist dies nicht weiter ein Problem, überraschend sind die Schwankungen zwischen den einzelnen Exemplaren trotzdem. Die Maximaltemperatur unseres Testofens. Wer also möchte, dass sein Thermometer ab und zu "OH Overheat" anzeigt, der sollte den Effeuno N3 in Betracht ziehen, dieser erreicht mit dem identischen verbauten Thermostaten etwas höhere Temperaturen. Pizza backen im Voyager Svizzera Um ein abschliessendes Fazit zum Voyager Svizzera ziehen zu können, gilt es natürlich, eine Margherita in ihm zu backen. Den Teig haben wir diesmal von Hand nach dem AVPN Rezept mit 1.8 KG Mehl auf 1 Liter Wasser, 0.8 Gramm Hefe (aufgrund der Wintertemperaturen) und 50 Gramm Salz (ideal für die Mineralisation des Luzerner Wassers ) zubereitet. Zum belegen setzten wir auf unsere beliebten La Carmela San Marzano Tomaten mit 1% Salzzugabe. Ab in den Ofen damit! Und wie so meistens beim ersten Mal mit einem neuen Ofen ging etwas schief. Die erste Pizza hat es nur halb auf den Biscotto geschafft. Da der Voyager Svizzera nicht auf hohen Plastikstelzen steht wie der Effeuno N3, ist die Backfläche etwas tiefer gelegen und entsprechend findet das Platzieren der Pizza trotz unseres sehr guten Pizzaofenwagens nicht ganz auf Augenhöhe. Da wir natürlich mit einer guten Drehschaufel ausgestattet sind, liess sich dieses kleine Malheur aber problemlos auskorrigieren. Schon die ersten zwei Pizzen aus dem Voyager Svizzera überzeugten. Die Resultate gefielen uns sehr. Obwohl man den gesplitteten Biscotto sogar auf dem Unterboden der Pizza teilweise sehen kann, hatte er keinerlei negativen Einfluss auf das Backresultat, im Gegenteil der mitgelieferte echte Biscotto ist das klare Kaufargument für den Voyager Svizzera. Macte Voyager Svizzera im Vergleich zum Effeuno N3 Der Voyager Svizzera liefert mit seinem mitgelieferten Biscotto die ganz klar besseren Pizzen als der Effeuno N3 mit seinem "Effeuno Stein", mit dem viel tieferen Gewicht des Ofens (die von den beiden Herstellern zur Verfügung gestellten Gewichtsangaben stimmen nicht der Voyager ist markant leichter) ist auch die Mobilität auf der Seite von Macte. Die hochwertigere Verarbeitung zum erst noch einiges tieferen Preis bei Macte gefällt uns sehr. Für den Effeuno N3 sprechen etwas mehr Leistung, die Bedienung von vorne sowie die erhöhte Backfläche durch die Plastikstelzen. Mit Upgrade auf einen echten Biscotto ist der N3 also ein respektabler Konkurrent zum Voyager Svizzera ab Werk ist aber offensichtlich, wer das Rennen um den besten Heimpizzaofen gewinnt. Fazit Das Entfernen der Folie und das Zusammensetzen der Tür machen nur so mittelmässig Spass. Dafür wird man, sobald der Voyager Svizzera einsatzbereit ist, mit dem momentan wohl besten Pizzaofen für den Heimgebrauch belohnt. Der Voyager Svizzera hat ordentlich Leistung, wobei der Biscotto sicher stellt, dass der Pizzaboden nicht unnötig verbrennt, der Ofen ist leicht und dadurch Mobil und das alles neu erst noch mit Schweizer Stecker und mehr als CHF 100 günstiger als der Effeuno N3 mit Upgrade auf Biscotto. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch  erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Unold Enzo vs Unold Luigi

    Während der Unold Luigi die klassischen Probleme eines Ofens mit Cordierit Stein mit unlogischer Bedienung kombiniert, wartet inzwischen längst der etwas grössere Bruder der Unold Enzo, auf seinen Einsatz. Ob Unold die Bedienlogik beim Enzo besser im Griff hat und weshalb es uns bei jedem Öffnen der Ofentür kalten den Rücken herunterläuft, erfährst du im Test zum Unold Enzo. Unboxing Direkt nach dem Öffnen des Kartons sticht einem ein Schaufelgriff und der Karton des Cordierit Stein ins Auge. Der Unold Enzo kommt inklusive Pizzaschaufel. Beim Vergleich der mitgelieferten Pizzaschaufel mit unserer 30cm Schaufel fallen sofort gewisse Ähnlichkeiten auf. Zwar ist die Unold Schaufel nicht so glatt wie unser Modell, es fehlt eine angeschliffene Kante zur Aufnahme der Pizza plus ist der Holzgriff zu dick und steht daher unnötig ab, aber nichts desto trotz müssen wir sagen; well played Unold, ihr habt es als erster Hersteller geschafft, eine Pizzaschaufel zu einem Ofen zu liefern, die nicht direkt in den Müll gehört. Nach der Schaufel und dem Cordiertstein kam ein Fixadapter zum Vorschein, (Wir haben den Ofen bei Galaxus gekauft und wissen nicht ob es den Ofen auch mit CH-Stecker gäbe) welchen wir sofort installierten. Funktional, aus Schuko mach CH-Stecker. Mitgeliefert wird ein Rezeptbuch und die Erklärung zu den vorprogrammierten Backprogrammen. Wie schon beim Unold Luigi ist auch beim Unold Enzo das Teigrezept ziemlich gut, auch hier punktet Unold wie kein anderer Ofenhersteller. Was weniger gut als das Rezeptbuch ist, ist die Voreinstellung im Manual-Programm. Eine Pizza bei 450° Celsius 4 Minuten backen zu wollen, hilft sicher für die Bewerbung beim Krematorium, aber in der Küche ist diese Backzeit einiges zu lang, 90 bis 120 Sekunden würden reichen. Nachdem wir den Ofen aus der Packung entnommen haben, gilt es noch ein paar Klebestreifen zu entfernen, die wohl sicherstellen sollen, dass die Seitenpaneelen bis zur Auslieferung am Ofen kleben bleiben. Neben den Klebestreifen, die den Ofen bis zum Erstgebrauch zusammenhalten sollen, fördern auch die drei! verbauten PC-Lüfter nicht gerade unser Vertrauen in den Unold Enzo. Beim Öffnen der Tür des Unold Enzo wird das innovative und zugleich miserabel umgesetzte Drehsystem des Enzos sichtbar. Ein Blechführung nimmt den Cordierit Stein auf und hebt diesen etwas aus dem Ofen und platziert diesen beim Schliessen wieder auf dem Drehmechanismus. Was eigentlich genial klingt, (bei offener Tür rotiert der Stein entsprechend nicht) wurde so billig umgesetzt, dass man die Türe kaum öffnen kann, da das Blechgestellt ständig irgendwo verklemmt und dazu quietscht es grauenhaft. Das von der Idee her geniale und von der Umsetzung her miserable Drehsystem. Nicht nur das Drehsystem ist billigst umgesetzt - auch die Dichtung, die beim Unold Luigi extrem rauchte , ist nun komplett entfallen. Gut, könnte man meinen, dies bedeutet nun aber, dass man bereits bei Lieferung einen Blech auf Blech verkratzten Ofen erhält, (siehe oberer Teil der Ofenöffnung) der beim Schliessen nicht nur durch das grausige gequietsche des Steinplatziermechanismus, sondern auch durch das Aufschlagen der Türe am Ofen sehr unangenehme Geräusche macht. Hier ein Video einer Ofenöffnung - das genauso schlimme Schliessen mit anschliessendem Aufschlagen der Türe am Ofen ersparen wir euch. 🔊 Für den vollen Genuss unbedingt mit Ton. 🔊 Vermutlich handelt es sich beim Unold Enzo im den bisher am schlechtesten verarbeiteten Pizzaofen, den wir für unseren Blog testen. Und das heisst etwas . Nichtsdestotrotz wagen wir uns zum nächsten Schritt in unserem Test. Unold Enzo Aufheiztest Um zu testen, wie schnell der Unold Enzo aufheizt, muss man ihn zuerst mal einschalten. Der Enzo ist im Gegensatz zum Unold Luigi intuitiv zu bedienen - toll zu sehen, wie sich hier einiges verbessert hat. Wir entscheiden uns natürlich für den Neapolitanischen Modus und starten den Aufheizprozess. Mit der Neapolitanischen Voreinstellung von 500° Oben und 425° Unten starten wir den Aufheiztest Sofort fällt auf, dass die drei PC- Lüfter am hinteren Teil des Ofens von der Lautstärke her eher für einen Windkanal geeignet wären. Aber vermutlich geht es auch darum, die Türgeräusche etwas zu übertönen? Nach 15 Minuten erreicht der Ofen bereits nahezu 400°. 383.8° nach 15 Minten finden wir eine gute Leistung, insbesondere ohne Türdichtung. Es irritiert uns etwas, dass der Unold Enzo keine Temperatur anzeigen kann, die Anzeige bleibt immer auf der Voreingestellten Temperatur. Nach dem Erreichen der voreingestellten Temperatur piepst der Enzo drei Mal und die grüne Ready Lampe leuchtet auf. Nach 18 Minuten sieht sich der Enzo ready. Nach Erreichen der 500° oben und 425° unten zeigt unser Thermometer ca. 430° an. Was wohl heisst, dass die verbauten Thermostaten funktionieren. Als wir den Ofen weiter laufen liessen, kam er auf maximal 470° im Neapolitanischen Modus. Diese Temperatur ist absolut ausreichend, wenn nicht sogar eher schon zu hoch für einen Cordierit-Stein. Der einsatzbereite Unold Enzo Backtest Wie schon den Unold Luigi testen wir auch den Unold Enzo mit einer Margherita. Dazu haben wir Teig nach AVPN Rezept mit Caputo Pizzera vorbereitet und liessen diesen 24h Stunden bei Raumtemperatur aufgehen. Ready für eine Margherita. Da die mitgelieferte Unold Schaufel einen brauchbaren Eindruck machte, benutzten wir selbstverständlich diese. Trotz den zuvor erwähnten Macken würde sich ein Upgrade auf unsere 30-cm Schaufel unserer Ansicht nach nicht lohnen, denn auch mit der Unold Schaufel bringt man die Pizza heil in den Ofen. Pizza auf der Unold-Schaufel ready für den Enzo. Schon früh beim Backen zeichnete sich das übliche Problem von Elektroöfen mit Ober- und Unterhitze in Kombination mit Cordierit Steinen ab. Auch im Unold Enzo werden die Böden verbrannt, während die Oberseite der Pizza zu wenig Hitze abbekommt. Deshalb hiess es nach ca. 60 Sekunden öffnen und Pizza direkt unter die obere Heizschlange halten. Hier ist der in der Theorie geniale und in der Praxis katastrophale Steinhebemechanismus nochmals sehr gut zu sehen. Da der Steinhebemechanismus den Stein und ein hinteres Blech nach vorne hebt, kann man die Pizza nur hälftig unter die Heizschlange halten. Entsprechend war auch das Resultat. Die Oberseite war zu wenig gebacken und der Boden verbrannt, mit diesen Erfahrungen machten wir uns an Pizza Nummer zwei. Leider lässt sich die Untere Heizschlange nicht komplett ausschalten, aber immerhin lässt sich die Leistung auf 400° reduzieren, bei allen Temperaturen darunter reduziert sich auch die Oberhitze. Die bestmögliche Einstellung für den Unold Enzo. Mit genügend Semola machen wir uns an Versuch zwei. Der arme Teigling hätte eigentlich was Besseres als den Enzo verdient. Bei der zweiten Pizza sind wir natürlich gefasst und greifen schon viel früher ein und heben die Pizza vom Cordierit ab und halten sie unter die Heizschlange, dadurch holen wir das wohl bestmögliche Resultat aus dem Enzo raus. Während wir den Schaden im Bodenbereich durch obige Massnahme begrenzen konnten, so gefällt uns das Bild von oben trotzdem nicht die obere Heizschlange bringt einfach zu wenig Leistung und der Backraum ist mit zu viel Blech versperrt, als dass man das mit dem unter die Heizschlange halten noch retten könnte. Fazit zum Unold Enzo Der Unold Enzo hat das gleiche Problem wie sein Bruder, der Luigi zu viel Unterhitze bei zu wenig Oberhitze. Während man beim Luigi, mit dem unter die Heizschlange halten, die Resultate noch etwas aufpeppen kann, ist dies im Unold Enzo kaum möglich, da er mit seiner quietschigen Konstruktion den Backraum direkt selbst versperrt. Wenn du also einen Chinaofen mit Cordieritstein kaufen möchtest, dann achte unbedingt darauf, dass er keine Unterhitze und genügend Oberhitze hat. Dies bietet beispielsweise der Cozze Premium Rotate . Wir kauften den Cozze Premium Rotate damals für CHF 300, was zwar CHF 80 mehr sind, als was wir für den Unold Enzo hingelegt haben, aber die massiv bessere Verarbeitung rechtfertigt diesen Aufschlag allemal. Die Verarbeitungsqualität des Unold Enzos war wirklich ungeschlagen schlecht.   Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch  erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Der Cozze Premium Rotate Pizzaofen im Test

    Es ist schon einige Jahre her als wir den Cozze Elektro Pizzaofen in unserem Blog testeten. Inzwischen gibt es den Ofen auch als Cozze Premium Rotate - sprich als Pizzaofen mit eingebautem Drehteller. Was die neue Version des Cozze Elektro Pizzaofens taugt liest du wie immer im pizzaschaufel.ch Blog. Unboxing Cozze Rotate Wie schon der reguläre Cozze Elektro Pizzaofen kommt auch der Premium Rotate in einer farbenfrohen Verpackung daher. Sogar die Türe ist im Lieferumfang enthalten - wie gnädig von Cozze. Neben den vielen Farben enthält die Verpackung auch einige Infos zum Pizzaofen selbst. 20 Minuten Aufheizzeit werden versprochen - was sich vernünftig anhört. Das Licht-Piktogramm finden wir etwas irreführend, denn der Backraum selbst hat keine Beleuchtung, sondern wirklich nur wie beschrieben der Drehregler, was von äusserst begrenztem Nutzen ist. Der Ofen ist gut verpackt und auf Styropor oder andere nervige Verpackungsmaterialien wird grösstenteils verzichtet. Passgenauer Karton, so mögen wir Verpackung. Aus dem Karton entfernt finden wir dann etwas geschäumtes Material - aber immerhin keines bei welchem man danach die ganze Wohnung renovieren muss, weil man überall Rückstände findet. Die gnädiger Weise mitgelieferte Türe enthielt in unserem Fall keine Aufbauanleitung, aber so schwer kann das auch nicht sein - dachten wir zumindest. Die fehlende Anleitung zum Zusammenbau der Türe bedeutete etwas Knobeln nach wenigen Minuten war sie aber zusammengeschraubt. Cozze setzt bei der Türschraube nach wie vor auf eine Torx Schraube. Was natürlich eigentlich gut ist aber vermutlich nicht alle einfach so als Schraubenzieher zuhause haben. Der fertig montierte Cozze Premium Rotate Pizzaofen sieht dann so aus. Der fertig montierte Cozze Premium Rotate auf unserem Pizzaofenwagen. Aufheiztest Cozze Rotate Wie immer messen wir die Steintemperatur in der Mitte des Steines nach 15 Minuten aufheizen. Um den Ofen aufzuheizen galt es aber erst den wohl grössten je gesehenen T12 Stecker einzustecken. In Sachen Steckergrösse die klare Nr. 1 der bisher getesteten Pizzaöfen. Cozze verspricht in einer mitgelieferten Werbebroschüre für diverse Ofenmodelle (eine Anleitung zum Aufbau der Türe wäre unserer Ansicht nach die bessere Option gewesen) eine Maximaltemperatur von 450° C. Die versprochene Maximaltemperatur von 450° ist für den mitgelieferten Cordierit Stein sicher ausreichend. Der erste Cozze Elektropizzaofen von Cozze durfte lediglich im Aussenbereich verwendet werden - dies scheint nun Geschichte, wir konnten zumindest keinen entsprechenden Hinweis mehr finden und testen daher drinnen in der Wärme. Nach 15 Minuten Strombezug durch diesen potenten Anschluss zeigt der Cozze Rotate folgende Temperatur an. Der Ofen selbst sieht sich bei 485° nach 15 Minuten, obwohl die offizielle Aufheizzeit 20 Minuten beträgt und die Maximaltemperatur 450° ist. Unser Thermometer misst die Temperatur etwas tiefer - aber auch 400° nach 15 Minuten sind ein guter Wert. Nach weiteren 10 Minuten, sprich total 25 Minuten sieht sich der Ofen bei seiner eigentlichen Maximaltemperatur von 530° angelangt. Die höchste Temperatur die der Cozze Rotate anzeigen kann, 530 °C Unser Thermometer misst wieder eine tiefere Temperatur. Dies ist aber sogar gut, denn mit Cordieritsteinen verbrennt über 500° sowieso nur noch der Pizzaboden. Die effektive Maximaltemperatur liegt irgendwo zwischen den 450° aus dem Prospekt und den 530° auf der Anzeige des Ofens Nach mehrmaligem Öffnen der Ofentür stellten wir fest, dass wir den Ofen verkratzten. Die gnädiger Weise mitgelieferte Ofentüre zerkratzt den Ofen, wenn man sie nicht korrekt montiert. Erst nach genauem Hinschauen stellten wir fest, dass das rechtwinklig abstehende Blech nicht nur ein Umkippschutz für die Türe ist, sondern, dass dieses Blech eingefahren werden kann. Frontal und von unten gesehen eigentlich logisch wohin das abgewinkelte Blech gehört. Da wir zu Beginn dieses Ofentests noch nicht im Besitz unseres sehr guten Pizzaofenwagens waren - und der Cozze Rotate somit auf traurigen 75 cm Höhe Platz nehmen musste, fiel uns dieser Fehler nicht sofort auf. Lass auch dir dies eine Lehre sein und stelle sicher, dass dein Pizzaofen immer auf Augenhöhe ist, denn wer nicht vollständig in den Ofen sieht kann auch keine gute Pizza backen. Backtest Cozze Rotate Wie immer testen wir unseren Testkandidaten mit einer Pizza Margherita mit Teig nach dem AVPN Rezept . Wichtig; Beim Einschiessen der Pizza darf der Drehteller natürlich noch nicht drehen, da dies die Pizza verwursteln könnte. Immerhin einen Fehler den wir in diesem Test ausgelassen haben :). Direkt beim ersten Backen einer Pizza fällt uns auf, dass die Ofentür wieder, wie schon beim ersten Cozze Elektro Pizzaofen ein äusserst nerviges Problem hat. Man muss sie irgendwo auf einem feuerfesten und hitzeresistenten Untergrund platzieren, da sie nicht am Ofen befestigt ist und kein Scharnier hat. Schnell öffnen und schliessen geht also nicht, genauso wenig wie in den Ofen schauen bei montierter Türe. Liegt dann irgendwo so rum - die heisse Ofentür. Nach dem einschiessen stellten wir die Drehautomatik an. Trotz Drehautomatik braucht man auch beim Cozze Rotate eine Drehschaufel um den Backvorgang des Bodens zu überwachen. Die Resultate können sich sehen lassen. Trotz des Drehmechanismus gelang uns die Bräunung der Ränder nicht ganz gleichmässig. Der Boden der Pizza war für Cordierit Verhältnisse wenig verbrannt und noch absolut im guten Rahmen, denn Cozze verzichtet auf Fehlkonstruktionen wie sie andere Hersteller machen und lässt die Unterhitze bleiben. Fazit zum Cozze Rotate Cozze hat mit dem Cozze Rotate vieles richtig gemacht, der Ofen bietet für massiv unter 400 Franken ein solides Preis-Leistungsverhältnis. Mit guter Drehschaufel und einmal gelernt ist das Drehen von Pizzen zwar eher Spass als Belastung, wir können uns aber vorstellen, dass die Drehautomatik Anfängern das Leben erleichtert. Natürlich hat der Ofen auch Schwächen, so ist die Tür ein grosses Gebastel, was auch der Grund sein könnte weshalb Cozze sie auf der Verpackung quasi als extra Geschenk anpreist (geschenkter Gaul). Auch der Cordierit ist keines Pizzabäckers Wunsch-Stein aber da setzen selbst teurere Hersteller bei ihren angeblichen Premium Pizzaöfen drauf. Alles in allem ist der Ofen bei einem Preis von etwas über 300 Franken, wie wir ihn ergattern konnten, sicher ein Kauftipp. Bei Preisen über CHF 400 sollte man eher ein paar Franken mehr investieren und direkt einen richtigen italienischen Pizzaofen mit Biscotto wie den Macte Voyager Svizzera kaufen. Unseren gebrauchten Testofen findest du hier im Angebot. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch  erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Der Ooni Volt 2 Test

    Nach dem nicht wirklich gelungenen dafür umso teureren Volt 12 versucht sich Ooni erneut im Elektropizzaofenbereich. Ob es diesmal besser kommt, liest du im Ooni Volt 2 Test. Unboxing Ooni Volt 2 Wir starten direkt mit Oonis Kernkompetenz, der Verpackung. Auch diesmal enttäuscht Ooni nicht. Der vollflächig bedruckte Karton des Volt 2 ist wie üblich in einem braunen Aussenkarton verpackt. Matrjoschka nach Ooni-Art. Der farbig bedruckte Karton lässt sich dann aufklappen und gibt dem Ganzen ein edles Look and Feel. Anstelle Plastik-Luftpolster wird auf Kartonpolster gesetzt. Unter dem Karton befindet sich dann er Ofen selbst inklusive Backgitter (welches, wenn man den Ofen für Neapolitanische Pizza verwenden will, wohl eher als Auskühlgitter zum Einsatz kommen wird), während sich der Cordierit-Stein auf dem Ofen befand. Der Volt 2 kommt inklusive Backgitter (welches man aber für Neapolitanische Pizza natürlich nicht braucht). Beim Entnehmen des Backgitters und einsetzen des Cordierit Steines kam dann auch gleich die grossgeratene untere Heizschlange zum Vorschein, was leider schon mal nichts Gutes verheisst. Unten scheint ein starkes Heizelement verbaut zu sein (leider gibt Ooni keine Details zur Aufschlüsselung der 1600 Watt bekannt). Da Cordierit Steine ihre Hitze für Neapolitanische Pizzen viel zu schnell abgeben wäre keine oder nur minime Unterhitze für diesen Anwendungszweck die Ideal Aufteilung. Der Cordierit Stein ist 33x33cm gross, es empfiehlt sich also eine 30cm Schaufel. Nach dem Einstecken geht es dann auch schon zum nächsten Schritt. Optisch ist der Volt 2 unserer Meinung nach ein sehr gelungenes Design. Aufheiztest Weil Ooni auf der Verpackung keine Versprechungen betreffend Aufheizzeit macht, setzen wir auf die üblichen 15 Minuten und messen dann ein erstes Mal die Temperatur. Wir heizen im Neapolitanischen Modus auf 450° auf. Der Lüfter fällt sofort als eher laut auf. Nach 15 Minuten ist der Ofen nach eigenen Angaben bereits auf 370° Grad. Da festverbaute Thermometer teilweise vieles messen nur nicht die Steintemperatur in der Mitte, prüfen wir die Angabe des Ofens natürlich mit unserem Infrarot-Thermometer nach. Das Thermometer meint eher etwas weniger aber auch so sprechen wir noch von einer vernünftigen Aufheizgeschwindigkeit Nach weiteren 10 also total 25 Minuten erreicht der Volt 2 nach eigenen Angaben 425° Celsius. 425° nach 25 Minuten erscheint uns durchwegs im Rahmen, insbesondere in Anbetracht der eher tiefen 1600 Watt Leistung. Diesmal ist das Infrarot Thermometer etwas optimistischer als der Ofen selbst. Das festverbaute Thermometer scheint für eine grobe Indikation der Temperatur also geeignet. Über 460° brachten wir das Thermometer nie - auch nicht als der Ofen 450° anzeigte. Für einen Cordierit Stein der ja, wie bereits erwähnt, die Hitze zu schnell abgibt, reicht das vollkommen. Backtest Heute testen wir anstelle einer Margherita eine Pizza Marinara, der heimliche Star unter den Neapolitanischen Pizzen, ganz nach dem Credo weniger ist manchmal mehr. Insbesondere aufgrund der tieferen Temperatur, die eine Marinara durch die grössere Menge Tomaten gerne mag (ca. 30-50°), sollte dies dem Volt 2 in die Karten spielen. Ca. 1% Salz sollte den San Marzano Tomaten zugefügt werden, egal ob Marinara oder Margherita Bei einer Marinara kommen die Tomaten noch mehr zur Geltung setze daher auf Qualität und verwende hochwertige San Marzano Tomaten. Leider vergönnte uns der Basilikumstrauch auf Balkonien gegen Ende Saison nur noch kleinere Blätter. Aber viel hilft viel. Wie man auf obigem Bild sieht, gestaltet es sich als etwas schwierig eine normalgrosse Teigmenge (250-260 Gramm) auf einer 30 cm Schaufel zu platzieren. Mit dem Volt 2 sollte man also eher mit kleineren Pizzen und Teigmengen von 220-230 Gramm arbeiten. Direkt nach dem Einschiessen der Pizza gibt der Ofen eine unerwartete Rauchwolke von sich - der Lüfter ist also nicht nur laut, sondern er bläst auch wirklich. Obwohl der Ofen auf 450° und die Oberhitze auf Stufe 5, dem Maximum eingestellt ist (leider lässt sich die Oberhitze nicht temperatursteuern, sondern nur via Stufen anpassen), stellen wir schnell fest, dass der Boden mal wieder zu schnell bäckt. Dauerbeschäftigung mit dem Volt 2 - die Pizza mit verbranntem Boden unter das obere Heizelement halten. Obwohl der Ooni Volt 2 angeblich über Pizza Intelligence TM verfügen soll, ist davon absolut nichts zu erkennen. Auch was das genau bedeuten soll beschreibt Ooni nirgends, lediglich, dass die Temperatur sich anpassen soll - eine Funktion die selbst analoge Pizzaöfen wie der Macte Voyager Smart oder der Effeuno N3 mit ihren Thermostaten selbstverständlich beherrschen. Die erste Pizza aus dem Volt 2 ist trotz langem unter das Heizelement halten eine grosse Enttäuschung. Da wir im ersten Durchgang voll auf die Neapolitanischen Modus, mit maximaler Oberhitze und Temperatur sowie Pizza Intelligence TM vertrauten und den Boost Modus nicht nutzten, geben wir dem Volt nochmals eine Chance mit diesem Modus der dem oberen Heizelement kurzzeitig mehr Leistung verpassen soll. Für den zweiten Test setzen wir wieder auf eine Margherita. Diesmal bereits im Bewusstsein, dass die Pizza kleiner geformt werden muss für den Volt 2 passt sie jetzt ganz gut. Durch das dreisekündige Drücken des Drehreglers aktiviert sich der Boost Modus der die "Rolling Flame" aus echten Pizzaöfen simulieren soll. In Sachen Marketing Gebrabbel zählt Ooni auf jeden Fall zur absoluten Elite. Also aktivieren wir diesen Boost diesmal exakt gemäss Anleitung und stellen den Ofen auf lediglich 430° ein (Standard im Neapolitanischen Modus, die Unterhitze lässt sich leider nicht separat regeln) und hoffen das Beste. Obwohl die Pizza auch diesmal ungefähr die Hälfte der Backzeit unter das obere Heizelement (diesmal im Boost Modus befindlich) gehalten wurde sieht der Boden nicht besser aus. Vielleicht aktiviert der Boost auch die untere Heizschlange? Da wir nicht noch einmal drei Teiglinge verbraten und ewig unter die Heizschlange halten wollten, schmissen wir dann unseren N3 mit Biscotto an. Daher gibt es jetzt hier ein paar Vergleichsbilder. Fazit zum Ooni Volt 2 Ein Pizzaofen ist ein Produkt, das eigentlich so einfach zu bauen ist, dass Produktdesigner, Softwareentwickler und Marketing-Gurus dabei grandios scheitern, da sie einfach zu viel wollen. So geschehen beim Volt 12 und nun erneut beim Volt 2. Eigentlich bräuchte es nur eine starke Quelle für Oberhitze, einen Thermostaten, Isolation und eine gute Backfläche. Der Volt 2 bietet mit Thermostaten und der Isolation nur zwei der erforderlichen vier Kriterien, rührt daher auch sein Name? Zwar ist der Volt 2 preiswerter, kompakter und unserer Ansicht nach schöner als sein Vorgänger aber trotzdem bringt er im Bereich der Neapolitanischen Pizza maximal die Leistung eines Unold Luigis der ein Drittel des Preises kostet (und dafür gemäss diversen Erfahrungen aus unserem Umfeld häufig auch innert kürzester Zeit kaputt geht). Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch  erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Der Tentazione Max Pizzaofen im Test

    Die Genotema Srl feiert seit Jahren grosse Erfolge mit Ihren hervorragenden Pizzaparty Gasöfen . Seit Anfang diesem Jahr vertreibt sie unter der Marke Tentazione Pizzaöfen für die Steckdose. Wie sich der Tentazione Max in unserem Test schlägt, erfährst du hier. Unboxing Unser Testofen kommt unscheinbar daher - einzig das komplett übereifrig entwickelte TENTAZ!ONE - Logo und der GT3 Power Green T(h)echnology (was auch immer das bedeuten soll) Schriftzug sind auf den Karton gedruckt. THECHNOLOGY - PEW PEW, mein 13-jähriges ich hätte es nicht besser gekonnt. Da die Gestaltung der Verpackung demnach wohl eher nicht zu den Stärken zählt sind wir umso mehr auf den Inhalt gespannt. Leider setzt der Hersteller auf Schaumstoff anstelle Karton wie bei den Pizzaparty Modellen. Schade aber immerhin kein Styropor. Immerhin Schaumstoff und kein Styropor. Dies dürfte daran liegen, dass der Tentazione Max zwar von der Genotema SRL in Italien entwickelt wurde, aber von einem Auftragsfertiger in China gebaut wird, einzig der Biscotto kommt natürlich nach wie vor aus Italien. Da steht er also, zwar noch ohne Füsse aber beeindrucken ist vor Allem die Breite mit 63cm. Das Design gefällt uns nicht besonders, da scheint der Verpackungsdesigner auch gerade den Ofen gestaltet zu haben. Was aber auffällig gut ist, ist die Verarbeitung, welche einen beinahe etwas höherwertigen Eindruck macht als bei Macte und Effeuno. Einer Realität, der wir uns in Europa leider stellen müssen und die unter anderem auch erklärt weshalb die ganz grossen der Branche ausschliesslich in China fertigen. Das etwas unästhetische Design macht uns Hoffnungen, dass der Tentazione Max genauso abliefert wie der Effeuno N3 (aka der Fiat Panda der Küche) . Der mitgelieferte, ganze 41.5*41.5cm grosse, echte! Biscotto macht da schon mal Hoffnung. Ohne echten Biscotto keine gute Pizza - aber mit Biscotto wird sie nicht automatisch gut, deshalb schnell weiter zum nächsten Testschritt. Aufheiztest Der Tentazione Max ist mit 2800-3000 Watt eigentlich nicht für die Schweizer Standardsteckdose geeignet. Da wir den Hersteller bereits letzten Herbst darauf aufmerksam gemacht hatten, hat dieser uns extra ein Modell mit maximal 2300 Watt Leistung bauen lassen, welches somit legal und sicher an einer Schweizer Haushaltssteckdose funktioniert. Hier punktet der Tentazione Max, eine untere Heizschlange Da der Ofen Ober- und Unterhitze bietet kann man die Heizschlangen natürlich auch separat ansteuern. Für unseren ersten Versuch (den Biscotto hatten wir zuvor schon eingebrannt) stellen wir oben wie unten 500° ein. Die Bedienung ist trotz oder gerade wegen? der vielen Knöpfe denkbar einfach. Mit der Funktionstaste lässt sich zwischen Ober - Unterhitze sowie Timer hin und herspringen, während mit + und - die Temperatur bzw. der Timer verstellt wird. Durch sechs Speicherplätze lassen sich die unterschiedlichen Präferenzen auch vormerken. Nicht schön, aber extrem intuitiv, die Bedieneinheit des Tentazione Max. Nach 15 Minuten aufheizen zeigten die beiden Temperaturanzeigen sehr unterschiedliche Werte an wie uns obiges Bild zeigt. Daher war es Zeit für eine Messung mit dem Infrarotthermometer. 370-380° nach 15 Minuten - weder besonders schnell noch besonders langsam. Die Steintemperatur pendelte sich also irgendwo zwischen oberem und unterem Heizelement ein, eigentlich logisch. Nach weiteren 10 Minuten aufheizen zeigte sich das Bedienelement betreffend Oberhitze bereits bei 500° und bei der Unterhitze erst bei 312°, Zeit für eine weitere Messung. 430-450° nach 25 Minuten, der Aufheizvorgang wird langsamer Nach spätestens 30-35 Minuten hat der Stein also genügend Hitze und man kann mit dem Backen beginnen. Da wir zusätzlichen Mehrwert für unsere Test schaffen wollten haben wir uns eine Wärmebildkamera angeschafft - leider bringt diese nicht mal so viel. Hier das Bild nach 30 Minuten. Die Hitze verteilt sich im Tentazione Max sehr gleichmässig, nur in den Ecken gibt es merklich tiefere Temperaturen. Der Tentazione Max hat einen Lüfter, der von unten her ziemlich leise die Luft ansaugt - trotzdem wird der Türgriff auf der Seite relativ warm. Der Türgriff wird an den Seiten unerwartet warm und sollte dort eher nicht benutzt werden. Backtest Für unseren Test backen wir natürlich wie immer eine oder ein paar Margheritas. Da es diesmal nur drei Teiglinge waren kneteten wir den Teig von Hand und verzichteten auf die Hilfe der Sunmix . Wie immer nach dem altbewährten AVPN Rezept und mit Caputo Pizzeria Mehl. Beim Backen stechen die verspiegelten Innenwände ins Auge. Dank dem Spiegeltrick hat man immer alle Seiten der Pizza gut unter Kontrolle. Dank den drei verspiegelten Seiten hat man den Backfortschritt an allen Seiten der Pizza im Griff. Sollte man dann zum Schluss kommen, dass die Pizza eine Drehung benötigt, hat man aufgrund der wirklich grosszügigen Backfläche wunderbar Platz die Pizza zu drehen. Aufgrund der zusätzlichen Unterhitze kann man auch bei "tiefen" Temperaturen gute Pizzen backen. Etwas Eingewöhnung braucht der Türmechanismus, da man die Ofentür nur durch vorheriges Anheben öffnen kann. Beim siebten Mal Öffnen ist diese Umgewöhnung aber bereits kein Thema mehr. Die Ergebnisse überzeugen, insbesondere der Boden könnte nicht besser gebacken werden - hier zeigen sich die Vorteile von echtem Biscotto in Kombination mit Unterhitze. Fazit Perfekt gebackene Pizzaböden sind aus dem Tentazione Max eine Leichtigkeit. Der Pizzaofen ist hervorragend verarbeitet und bietet mit Ober- und Unterhitze sowie Biscotto di Casapulla alles, was das Pizzaioloherz begehrt. Weniger gefällt uns das Produktionsland sowie das ästhetisch nicht wirklich ansprechende Design. Auch ist der Ofen nicht gerade platzsparend. Einen grossen Vorteil sehen wir in der Möglichkeit Ober- und Unterhitze für die normale Schweizer Haushaltssteckdose anzubieten. Jetzt ist deine Meinung gefragt, sollen wir den Tentazione Max als CH-Version ins Sortiment aufnehmen? Du darfst dich gerne im Newsletter in unserer Fusszeile eintragen wenn du von einer allfälligen Vorverkaufsaktion profitieren möchtest.   Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch  erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Der Pizzaparty Ardore Test

    Kaum ein Pizzaofen sorgt im Internet so für Aufsehen wie die Modelle Ardore und Emozione vom Toskanischen Hersteller Pizzaparty. Schönes Italienisches Design trifft auf die Wucht eines Gasbrenners. Wie sie sich der Pizzaparty Ardore im pizzaschaufel.ch -Test schlägt erfährst du in diesem Review. Unboxing Geliefert wird der Ardore im unscheinbaren Karton via Post und ohne Palette (im Gegensatz zum Emozione der aufgrund seiner Grösse auf einer Palette kommt). Nicht Mal der Name des Ofens verrät uns der Karton. Der Ardore wie er uns mit der Post angeliefert wurde. Im Innern verzichtet die Genotema Surl. (die Firma hinter der Marke Pizzaparty) nahezu vollständig auf Plastik - stattdessen polstert gefalteter Karton den Ofen optimal. Für einen doch eher kleinen Hersteller ganz grosses Kino, welches sich auch hinter dem Branchenriesen Ooni nicht zu verstecken braucht ( und deren Verpackungen wir ja immer in den Himmel loben ) . Die Beine, welche noch an den Ofen angeschraubt werden müssen, befinden sich seitlich und unter dem Polsterkarton findet man den Ofen selbst. Mit einem Zug an der Umreifung hievt man den erstaunlich leichten (18.4 Kilogramm) Ofen aus seinem Karton. Im Ofeninnern befinden sich Schrauben für die Beine, der Knopf für den Regler, die Anleitung und -wenn du den Ofen bei uns kaufst- auch ein Schlauch direkt mit Schweizer Gasdruckregler. Unterhalb des Ofens sind die beiden Biscotto Steine befestigt. Der korrekte Schweizer Gasdruckregler - den du bei uns natürlich standardmässig ab Lager erhältst- sieht folgendermassen aus; Solltest du den Ofen direkt bei Pizzaparty oder bei einem unserer Mitbewerber kaufen, so erhältst du folgenden Gasdruckregler: Links siehst du den Italienischen Gasdruckregler, welcher natürlich nicht an Schweizer Gasflaschen passt und rechts siehst du den mitgelieferten Adapter welcher aufgeschraubt werden kann. Abgesehen davon, dass der Verkauf solcher Gasdruckregler mit Adapter in der Schweiz gem. EKAS-Verordnung verboten ist , lässt sich der Italienische Gasdruckregler auch nicht dicht an einer Schweizer Composite Gasflasche anschliessen. Da der Industrieregler viel zu gross ist, kann man diesen nicht drehen (die Griffe der Flaschen sind im Weg) und da man einen Adapter benutzt ist ein Drehen nur am Adapter nicht möglich, denn mit jeder Drehung in Richtung Falsche löst man den Adapter dafür wieder vom Regler. Dabei könnte es so einfach sein. Solltest du also nicht bei einer Gasexplosion sterben oder schwer verletzt werden wollen, so lohnt sich ein Kauf bei pizzaschaufel.ch - denn nur wir vertreiben die extra für uns gefertigten in der Schweiz zugelassenen Versionen der Pizzaparty Gasöfen. Wir erlauben uns, Anfragen betreffend Umbau für CH-Gasflaschen nicht mehr zu beantworten - die Öfen werden direkt in Italien für uns korrekt produziert und wir können leider nicht die Fehler unseriöser Mitbewerber korrigieren. Weiter geht es mit dem Zusammenbau. Das Einsetzen der beiden Biscotto Steine in den Pizzaparty Ardore ist etwas kniffelig und erfordert Fingerspitzengefühl - das Demonstrationsvideo welches mit dem QR-Code auf der Anleitung verlinkt ist hilft ebenfalls. Die beiden Biscotto Platten müssen zeltartig aufgestellt werden (die beiden glatten Kanten gegeneinander und die A-Seite nach oben)- dann kann man diese mit Druck auf die beiden mittleren Kanten hinunterdrücken. Die Innenwände drücken sich dabei leicht nach aussen, was absolut normal und korrekt ist - dadurch bleiben die Biscottos fix im Ofen und können nicht mehr herausfallen. Anders bringt man die 3cm dicken Biscottos nicht in den Ofen. Ohne die zeltartige Aufstellung (wie oben beschrieben) der beiden Steine ist es unmöglich diese im Ofen zu platzieren. Nach dem der Ofen also zusammengebaut und am Gas angeschlossen ist geht es mit dem Temperaturtest weiter. Einheizen Die Öfen von Pizzaparty haben keine Piezo Zündung, deshalb erhältst du bei uns zu jedem Ofen ein Feuerzeug. Rodrigo vom Hersteller Genotema erklärt dies damit, dass Piezo-Zündungen zu häufig kaputt gingen und was schliesslich nicht verbaut werde könne auch nicht kaputt gehen (selbstredend fuhr er bei unserem Treffen in der Toskana - sehr sympathisch - mit einem Dacia vor, das Motto was nicht verbaut wird geht nicht kaputt scheint also für die ganze Firma zu gelten). Wir persönlich finden die fehlende Piezo Zündung nicht weiter schlimm, etwas unpraktischer finden wir aber die Gaszuflussregelung welche keinen Anschlag nach unten oder oben hat. Sicherheitstechnisch nicht weiter schlimm, da die Öfen eine Thermosicherung haben welche den Gaszufluss bei fehlender Flamme abstellen. UPDATE Gemäss Kundenkommentar hat Pizzaparty den Regler inzwischen mit einer Begrenzung nach oben und unten versehen was wir sehr begrüssen. Der nicht ganz perfekte Gaszuflussregler, hier auf mittlerer Flamme. Die Schwarze Niete am Ofen stellt den Orientierungspunkt dar. Strich auf Niete bedeutet kein Gasdurchfluss, Grosser Flamme auf Niete maximaler und kleine Flamme auf Niete minimaler Gasdurchfluss. Die Überbrückung der Thermosicherung zum Starten des Ofens erfolgt durch das Drücken des Reglers. Zündung des 6KW Brenners im Pizzaparty Ardores Der Ofen heizt - zumindest in der von uns vertriebenen Version mit mehr Gasdruck - relativ schnell auf. Eine erste Messung nahmen wir nach 20 Minuten auf maximaler Flamme vor. Bereits nach nur 20 Minuten ist der Pizzaparty Ardore leicht links von der Mitte bei 455.7 °C Biscotto Temperatur. In der Mitte waren es ca 434 °C . Sehr beeindruckende Messwerte die der Ardore hier abliefert. Trotz seiner grossen Öffnung und des dicken Biscottos (3cm) wäre er bereits nach 20 Minuten bereit eine erste Pizza aufzunehmen. Natürlich wollten wir es noch genauer Wissen und warteten weitere 10 Minuten, weiterhin bei voller Flamme. Nach 30 Minuten ist der Ofen bereits bei 485 ° C in der Mitte - unsere Produktbeschreibung ist also ein wenig tiefgestapelt - aber so sind wir, nur für positive Überraschungen bekannt. Die Temperatur würde bei weiterhin voller Flamme mit der Zeit auch sogar noch etwas steigen, was dann aber sowieso fraglich ist ob man das braucht. In der Ofenmitte kamen wir auf ca. 510-520°C maximal wobei im hinteren Bereich auch das Maximum unseres Thermometers von 550° ausgereizt werden kann. Aufgrund des schönen Flammenüberwurfes ist die rechte Seite nur ca. jeweils 30° weniger heiss als die linke, was bei dieser grossen Öffnung schon erstaunlich ist. Backtest Auch diesmal werden wir natürlich eine Pizza im Ofen backen um den Pizzaparty Ardore abschliessend beurteilen zu können. Da der Ofen sich aber einen fixen Platz in unserem Pizzaherzen erobert hat (genauso wie der Macte Voyager welcher nach wie vor im Einsatz ist) und wir ihn seit mehreren Monaten regelmässig brauchen, werden es diesmal sogar mehrere Pizzen sein. Die Teiglinge warten nur so darauf gebacken zu werden. Um mal etwas aus der Reihe zu tanzen fangen wir gleich mal mit einer Vegetariana an. Nach einer kurzen Backzeit von ca. 90 Sekunden war die Pizza auch schon gebacken und so sah sie aus: Was uns beim Backen sehr gut gefallen hat ist die schiere Menge an Platz die der Pizzaparty Ardore im Innenraum bietet. Dem mussten wir mal nachgehen und haben gemessen. Ein Pizzaparty Ardore ist aussen 46cm breit, ein Ooni Koda 16 58cm, wer jetzt denkt, die Backfläche im Koda 16 sei dadurch auch 12cm breiter, der wird jetzt überrascht. Die Backfläche im Ardore ist 40cm breit wobei die Ränder um jeweils 1.5 cm vorstehen die Backfläche (ohne Manövrierfläche im vorderen Bereich) im Koda 16 ist 42cm breit. Obwohl der Koda 12 also 12cm breiter ist, wächst die Backfläche um nur 2cm. Man könnte jetzt auch sagen, viel mehr als 42cm Backfläche braucht man für eine Pizza nicht, was natürlich stimmt - trotzdem sind die kompakten Abmessungen in denen der Ardore die 40cm Backfläche unterbringt sehr beeindruckend. Wie also erreicht Pizzaparty so viel Manövrierfähigkeit in einem so kleinen Ofen? Einerseits verwendet Pizzaparty sehr hochwertige Isolationsmaterialien, was dünne Wände erlaubt, ausserdem ist der Brenner leicht nach oben Versetzt und gibt daher mehr Platz auf der Backfläche frei. Vorteilhaft platziert, der Brenner des Ardores. Weitere Backergebnisse sahen in unseren Tests wie folgt aus: PS: Reinigen des Biscottos zwischen den Pizzen nicht vergessen ;) Fazit Der Pizzaparty Ardore sucht seinesgleichen - mit wahnsinnig knappen Abmessungen und trotzdem jeder Menge Backfläche kann ihm momentan keiner so wirklich das Wasser reichen. Jede der Pizzen die unserem Ardore entsprungen sind waren grossartig und der Ofen hat es trotz bereits X getesteten Öfen geschafft den viel benannten Wow-Effekt auszulösen, entsprechend wird der Ardore einen unbestrittenen Stammplatz im Ofen-Team erhalten. Etwas umständlich fanden wir die Platzierung der Biscottos im Ofen, welche man aber zum Glück ja nur einmal dort installieren muss. Der Gaszuflussregler dürfte ausserdem für unseren Geschmack eine Begrenzung nach unten und oben haben ( Update , das ist inzwischen der Fall), damit ein ungewolltes erlöschen der Flamme verhindert werden kann. Wobei dies aber mit ein wenig Übung nicht mehr passiert. Leg am besten gleich los und fange selbst an Übung zu sammeln, mit dem Code PARTYBLOG20 geht das erst noch CHF 20 günstiger, ob mit Ardore oder Emozione.

  • Der Macte Voyager Smart im Test

    Macte Ovens stellte im Jahr 2024 die Produktion unseres Verkaufsschlagers Macte Voyager ein und stellte stattdessen den günstigeren Macte Voyager Smart vor. Worin sich der Voyager Smart und der Voyager unterscheiden und wie er sich gegen einen Effeuno N3 schlägt, erfährst du im pizzaschaufel.ch -Test. Unboxing Der Macte Voyager Smart kommt im unscheinbaren Karton daher - was schon vor dem Auspacken auffällt, ist das geringe Gewicht, verglichen zu einem Effeuno N3. Beim Karton ist noch keine Rede von Smart. Nach dem Öffnen des Kartons fällt einem die relativ bescheidene Polsterung auf - wir können euch aber beruhigen, wir hatten noch nie einen Transportschaden bei einem Macte Ofen, seit die Türe nicht mehr direkt am Ofen montiert ist. CH-Fixadapter und Türe sind auf dem Ofen, der Biscotto Stein im Ofen verstaut. Mit den Obgenannten Teilen kommt auch eine Goldene NFC-Karte, auf welcher die Aufbau- sowie Ofenanleitung abrufbar sind. Die Anleitung des Macte Voyager Smart Mit Hilfe der Anleitung lässt sich auch die Türe sehr einfach montieren. Zu beachten gibt es einzig, dass der Türgriff nicht mit zu hohem Drehmoment angezogen werden darf, denn dann kann das Glas zerspringen und es wird teuer. Die gut verpackte Türe des Voyager Smart. Nach der Türe packen wir auch den Biscotto-Stein aus. Es handelt sich um einen Stein, welcher für eine geringere Bruchgefahr beim Transport halbiert wurde (auch erkennbar an der mit Bleistift durch den Hersteller Saputo angebrachten Nummer 41A) und somit perfekt zusammenpasst. Beim Backen lässt sich somit kein Unterschied zu einem Stein, der am Stück geliefert wird, feststellen. Solltest du aus Ästhetischen Gründen einen einzigen Stein wollen, so gibt es diesen hier zu kaufen. Der Biscotto Saputo Fertig zusammengesetzt sieht das dann so aus: Der Macte Voyager Smart wartet auf seinen Einsatz. Aufheiztest Der Macte Voyager - sprich der Vorgänger des Macte Voyager Smart - brauchte ca. 25 Minuten, um die Maximaltemperatur zu erreichen. Es wird also spannend, wie sich die 200 Watt weniger auf die Aufheizzeit auswirken. Nach 15 Minuten hatte der Ofen schon ordentliche 400° Celsius erreicht. Weitere 10 Minuten später, sprich nach 25 Minuten, erreichte der Biscotto sogar schon 500° Celsius, was eigentlich gemäss Bedienelement gar nicht vorgesehen ist. In der Theorie sind beim Macte Voyager Smart nur noch 455° möglich, anstelle 509° beim Voyager. Nach 30 Minuten erreicht der Voyager Smart seinen inoffiziellen Peak von +- 550° - ganze 20% mehr als offiziell angegeben. Der Voyager Smart erreicht viel höhere Temperaturen als auf dem Thermostaten angegeben. Da die Resultate des Aufheiztests quasi identisch zum alten Voyager sind, kamen wir nicht darum herum, einen Ofen aufzuschrauben und einen Thermostat zu überprüfen. Werden weiterhin 509° Thermostaten verbaut, und man schreibt einfach tiefere Temperaturen an, um den tieferen Preis zu erklären? Der im Macte Voyager Smart verbaute Thermostat. Wie unsere Demontage ergab, wurde aber tatsächlich "nur" ein 455° Thermostat verbaut. Schlussendlich scheinen der kleinere verbaute Thermostat und das etwas sparsamere Heizelement also keinen wirklichen Unterschied zum CHF 120 teureren Vorgänger zu machen. Backtest Selbstverständlich testen wir auch den Macte Voyager Smart beim backen einiger Pizzen. Für den Teig setzen wir auch heute auf das altbekannte Rezept der AVPN heute mit 1.7 Kilo Mehl pro Liter Wasser (sprich ca. 59% Hydration). Um eine stabile Glutenstruktur zu erhalten, haben wir den Teig heute von der Sunmix Easy 6 Kneten lassen (obwohl dafür eigentlich 60% Hydration nötig wären, aber zum Glück hat die Easy 6 (noch?) keinen Hydrationserkennungssensor der bei zu tiefer Hydration stoppt). Schöne Kürbisform des Teiges, wie es sein soll. Die für 16 Stunden aufgegangenen Teiglinge. Wie (fast) immer wird der Ofen mit einer Margherita getestet. Margherita in the making. Bei Temperaturen über 450° ist wie schon beim Macte Voyager auch hier eine Drehung der Pizza notwendig, darunter kann darauf verzichtet werden. Die fertig gebackene Pizza auf der Drehschaufel. Aufgrund der hohen Temperaturen geht das Backen natürlich wie gewohnt sehr schnell. Nach ca. 90 Sekunden und einer Drehung ist die Pizza fertig. Pizza aus dem Macte Voyager Smart Dank der hohen Temperatur geht die Pizza schön auf und bekommt (wo sich nicht gerade grosse Blasen bilden) ein schönes Leoparding. Was natürlich noch mehr interessiert als die Oberseite, ist der Boden der Pizza. Traumhafter Pizzaboden. Natürlich enttäuscht der Biscotto di Casapulla (in diesem Fall von Saputo) hier nicht und liefert eine absolute Glanzleistung ab. Macte Voyager Smart im Vergleich zum Macte Voyager CHF 120 günstiger und trotzdem liefert der Ofen quasi identische Resultate ab, das gefällt uns natürlich sehr gut. Was uns nicht gefällt, ist, dass die Bedienelemente neu standardmässig im hinteren Bereich auf dem Ofen angebracht sind, sprich zur Bedienung muss man neu gezwungenermassen über den heissen Ofen fassen, da fanden wir die seitlichen Bedienelemente definitiv besser. Weshalb sich Macte für diese teurere, schwieriger zu installierende und auch reparierende Variante entschieden hat, ist uns schleierhaft. Der Macte Voyager Smart im Vergleich zum Effeuno N3 Einen Vorteil des Effeuno N3, haben wir schon im Vergleich zum Vorgänger angedeutet - die Bedienelemente sind beim N3 unten und man kann somit den Ofen bedienen ohne über ihn zu fassen. Ausserdem helfen dem Panda der Küche , seine hässlichen Plastikstelzen auf einer besseren Höhe zu sein. Da die Backfläche immer auf Augenhöhe sein soll, ist der Macte Voyager Smart schwierig auf einem Tisch zu bedienen. Auch die Backfläche eines N3 ist natürlich etwas zu tief, aber trotzdem besser gelegen. Wir hatten mit der Höhe der Backfläche beim Voyager Smart weniger ein Problem, da wir immer einen Pizzaofen als Untersteller zur Hand haben. Dir als Endkonsument können wir ja schlecht zumuten, gleich zwei Pizzaöfen zu kaufen, nur damit eine der beiden Backflächen auf guter Höhe ist - weshalb wir dies hier dem Voyager Smart als Minuspunkt anlasten. Nun aber zu den Vorteilen des Voyager Smart gegenüber dem Effeuno N3. Der offensichtlichste Vorteil für Macte ist, dass man weiterhin auf Biscotto di Casapulla Steine (meistens vom Hersteller Saputo) setzt, während sich Effeuno mit dem selber entwickelten Stein etwas ins eigene Bein geschossen hat . Verbrannte Stellen gehören dazu - Pizza aus dem Effeuno N3. Zusätzlich sprechen das geringere Gewicht und der tiefere Stromverbrauch für den Voyager Smart. Fazit Macte ist es mit dem Voyager Smart gelungen, einen würdigen Nachfolger für den Voyager zu entwickeln. In Zeiten, in denen alles teurer wird, finden wir es ausserordentlich gute Nachrichten, euch den Voyager Smart, fast 20% günstiger als seinen Vorgänger anbieten zu können. Wenn wir noch einen Wunsch hätten, so würden wir uns aber einen - aufgrund der einfacheren Produktion - nochmals ein Paar Franken günstigeren Voyager Smart mit Bedienelementen auf der Seite wünschen. Leser dieses Blogs erhalten mit dem Code BLOGSMART Rabatt auf ihren Voyager Smart. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch  erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

  • Was beachten beim Pizzaofen kaufen?

    Inzwischen gibt es auch in der Schweiz eine riesige Auswahl an Pizzaöfen für zuhause. Dieser Ratgeber kann dir dabei helfen, den richtigen Pizzaofentyp zu wählen. Wir haben unsere langjährige und Pizzaerfahrung in diesem Blogbeitrag zusammengefasst. Beantworte die untenstehenden Fragen für dich und schon bist du einen Schritt weiter beim Pizzaofen kaufen. Welche Art von Pizza magst du? Knusprig wie beim Standard-Italiener in der Schweiz Auch wenn wir dir gerne einen Ofen verkaufen würden, so sind wir doch lieber ehrlich zu dir - vermutlich brauchst du keinen Pizzaofen . Um eine Pizza knusprig zu machen, bäckt man sie bei "tiefen" Temperaturen um die 300 Grad - Temperaturen, welche auch ein normaler Haushaltsbackofen erreichen kann. Wir empfehlen dir den Kauf eines Pizzasteines und einer Pizzaschaufel, falls diese noch nicht vorhanden sind. Um etwas mehr Kontrolle über den Backprozess zu haben lohnt es sich ebenfalls ein Infrarotthermometer anzuschaffen. Solltest du perspektivisch auf einen Pizzaofen umsteigen wollen, so kann es sich lohnen beim Pizzastein direkt auf einen etwas teureren Biscotto zu setzen, welcher dann auch in einem Pizzaofen Freude bereiten wird. Falls du eher weniger Ambitionen in diese Richtung hast, so lohnt sich auch ein Cordierit Pizzastein wie es ihn überall in den Läden gibt, gib aber sicher nicht mehr als 20 Franken dafür aus, denn egal wie vollmundig die Versprechen sind, es handelt sich um ein chinesisches Billigprodukt welches ca. 1 USD im Einkauf kostet. Wie man Pizza im Backofen hinkriegt, haben wir mal für dich in einem Blogbeitrag  zusammengefasst. Fluffig mit luftigem Rand und in der Mitte weich Die Neapolitanische Pizza scheint dir also zu schmecken, das freut uns, denn es geht uns genauso. Beantworte die nachfolgenden Fragen. Garantiert knusprig - Pizza aus dem Heimbackofen. Wo möchtest du Pizza backen? Draussen im Garten oder auf der Terrasse Pizza ist für dich ein Sommeranlass und der Ofen gehört in den Garten oder auf den Terrassensitzplatz entsprechend lohnt es sich hier auf einen Gas- oder Holzpizzaofen zu setzen, um vom Stromnetz unabhängig operieren zu können. Entgegen der landläufigen Vorstellung schmeckt eine Pizza aus dem Holzofen nicht anders als aus einem Gasofen - es sei denn der Holzpizzaofen ist eine komplette Fehlkonstruktion oder der Ofen wird falsch verwendet. Da eine Neapolitanische Pizza nur 50-90 Sekunden im Ofen ist (dies, nachdem der Rauch des Einfeuerns verschwunden ist) und die Flamme keinesfalls direkt auf die Pizza gerichtet werden darf (wie dies z.B. im Karu 16 im Gasbetrieb der Fall ist) findet keine Räucherung der Pizza statt. Für einen Holzpizzaofen sprechen der Gemütlichkeitsfaktor eines Holzfeuers und bei einigen vielleicht eigene Buchenholzvorkommen, die es zu verfeuern gilt. Im Regelfall sind Holzpizzaöfen zu zweit zu bedienen, da nicht einfach ein kurzer Dreh am Regler die Temperatur verändern kann. Für einen Gaspizzaofen spricht die kompaktere Grösse und damit einhergehende Portabilität sowie das einfache Einstellen der Temperatur via Regler - ein Gasofen kann problemlos auch von nur einem einzigen Pizzaiolo oder einer einzigen Pizzaiola bedient werden. Achte beim Kauf deines Holz oder Gaspizzaofens unbedingt auf folgende drei Punkte: Der Ofen sollte sicher 450-500° erreichen und dies im Idealfall in vernünftiger Zeit (unter einer Stunde) Der Stein darf die Hitze nicht zu schnell an die Pizza abgeben - entsprechend hat der Ofen im Idealfall einen Biscotto di Casapulla aber auch Zio Ciro oder Valoriani mit ihren speziellen Steinmischungen konnten uns überzeugen Die Positionierung des Brenners oder der Feuerstelle sollte einen schönen Flammenüberwurf ermöglichen. Die von uns geführten Outdooröfen erfüllen selbstverständlich alle obgenannten Voraussetzungen für gute Pizzen. Solltest du mal mit einem einfacher bedienbaren Gasofen starten wollen und dir aber die Option zum Wechsel auf Holz vorbehalten sobald mehr Erfahrung vorhanden ist, so schau dir den Bollore von Pizzaparty an. Der Bollore ist ein sehr gut isolierter Ofen mit Biscotto Saputo Steinen der mit sehr potentem Gasbrenner geliefert wird aber auch mit Holz befeuert werden kann. Drinnen oder gedeckt auf dem Balkon Drinnen, wo offene Flammen fehl am Platz sind, ist auf Elektroöfen zu setzen. Auf einem Balkon kann natürlich aber auch auf die Gasmodelle aus der Rubrik Garten/Terrasse gesetzt werden. Zusätzlich bieten sich auf Balkonen mit Steckdosen elektrische Pizzaöfen ohne Elektronik (sofern der Ofen auch draussen vor Regen geschützt gelagert werden soll) an. Schau dir für die Auswahl des passenden Elektroofens unsere nächsten Fragen an. Pizza aus dem Pizzaparty Bollore Was für eine Steckdose steht dir zur Verfügung? Was Steckdose? halt die aus der der Strom kommt An der Schweizer Standardsteckdose (T 13) lassen sich einige Pizzaöfen verwenden und ein paar davon sind auch tatsächlich gut. Auch hier gilt es auf drei wichtige Punkte zu achten: Der Ofen sollte auch hier 450-500° in vernünftiger Zeit erreichen Der Stein sollte unbedingt ein Biscotto di Casapulla sein - bisher ist uns kein Elektropizzaofen untergekommen, welcher ohne Biscotto di Casapulla gute Resultate geliefert hat Die Unterhitze (sofern überhaupt vorhanden) sollte separat regel- und noch besser ganz abstellbar sein Ab Werk erfüllt diese Bedingungen nur ein einziger Pizzaofen - der Macte Voyager Smart. Wir haben ihn für dich im Blog getestet Mit dem Code BLOGSMART gibt es einen Spezialpreis auf den Voyager Smart Wer bereit ist etwas mehr zu investieren kann sich zum Effeuno N3 einen Biscotto di Casapulla dazu bestellen - dieser ist leider seit Anfang 2024 nicht mehr dabei, sondern nur eine halbpatzige Eigenentwicklung. Den Blogbeitrag zum N3 mit Biscotto findest du hier und den Blogbeitrag zum neuen Effeuno Stein hier . Der N3 hat eine etwas stärkere Heizschlange als der Voyager Smart welche kürzere Pausen zwischen den Pizzen ermöglicht. wobei auch der Voyager Smart nur zwei bis drei Minuten braucht und der N3 vielleicht eine Minute weniger. Da man Pizzen aber nicht vorbereiten kann und soll ist diese Pause aber in der Praxis bei beiden Öfen ziemlich irrelevant. Mit dem Code CUCINAPANDA gibt es einen Spezialpreis auf den N3 Natürlich habe ich eine T23 Steckdose wie die meisten anderen Haushalte auch Das freut uns zu hören, dies ermöglicht dir auch Pizzaöfen für die Schweiz zu kaufen die mehr als 2.3 Kilowatt Leistung haben. Üblicherweise findet man eine T23 oder T25 Steckdose (welche einen T23 Steckplatz beinhaltet) beim Geschirrspüler oder in der Waschküche. Die Goldenen Regeln gelten auch hier Der Ofen sollte auch hier 450-500° in vernünftiger Zeit erreichen Der Stein sollte unbedingt ein Biscotto di Casapulla sein - bisher ist uns kein Elektropizzaofen untergekommen, welcher ohne Biscotto di Casapulla gute Resultate geliefert hat Die Unterhitze (sofern überhaupt vorhanden) sollte separat regel- und noch besser ganz abstellbar sein Deine T23 Steckdose ermöglicht dir auch Öfen mit zusätzlicher Unterhitze zu kaufen. Ein Feature, welches du für gute Pizza aber eigentlich nicht brauchst, denn keine Pizzeria in Neapel hat einen Pizzaofen mit Unterhitze und das sagt schon einiges. Trotzdem kann die Unterhitze sehr hilfreich sein, so erreichst du schneller deine Backtemperatur, sei es beim erstmaligen Aufheizen oder zwischen den Pizzen. Solltest du mal Brot, Panettone oder Focaccia im Pizzaofen backen wollen wird die Unterhitze zum unersetzlichen Must-have. Zurück zu Pizza, auch bei den T23 Pizzaöfen setzt Effeuno nicht auf Biscotto di Casapulla sondern auf die Selbstentwicklung - wir importieren für dich vom Premiumhersteller Saputo damit du nicht mit verbrannten Pizzaböden leben musst. Folgende Auswahl führen wir an Pizzaöfen für T23 Steckdosen: Für grosse oder mehrere Pizzen: Für mehrere Pizzen: Für alle die zu zweit Arbeiten und sehr schnell neue Pizzen einschiessen: Und das gleiche mit digitaler und somit genauerer Temperaturüberwachung sowie mehr Leistung: Für alle die auch mal Brot backen wollen und nicht unnötig Geld zum Fenster raushauen wollen da der Biscotto Saputo schon dabei ist: Für alle die auch mal Brot backen wollen und das nötige Kleingeld haben: Und das gleiche mit digitaler und somit genauerer Temperaturüberwachung sowie mehr Leistung: Fazit Die Auswahl ist inzwischen sehr gross. Um nicht den Überblick beim Pizzaofen kaufen zu verlieren, lege den Fokus auf das wichtigste. Setze auf einen guten Stein - die Faustregel besagt, je rauer und je ungenauer verarbeitet der Stein aussieht, desto besser ist er vermutlich für deine Pizza, denn nichts lässt die Pizza schneller verbrennen als eine spiegelglatte Oberfläche. Egal ob du einen Pizzaofen für den Garten oder für drinnen suchst empfiehlt es sich zuerst auf etwas einfaches (und damit meinen wir nicht einen Billig-Ofen, der beim dritten Mal schon keinen Spass mehr macht) zu setzen. Denn es bringt nichts, wenn du dich mit deinem ersten Ofen gleich komplett übernimmst und z.B. Holzfeuer, Pizzavorbereitung und Backen dann schlussendlich nicht unter einen Hut bringst. Brauchst du Hilfe beim Pizzaofen kaufen? schreib uns via WhatsApp und wir beraten dich beim Pizzaofenkauf

  • Der Landi Gas Pizzaofen im Test

    Nachdem sich die Landi letztes Jahr bereits mit dem PrimaVista Universalpizzaofen in das Revier der Pizzaiolas und Pizzaiolos vorgewagt hatte, legt sie nun mit dem Grill Club Gas Pizzaofen nach. Was der nochmals günstigere Pizzaofen aus der Landi kann, erfährst du im pizzaschaufel.ch -Test. Unboxing Die Verpackung des Grill Club Gas Pizzaofens ist relativ schlicht gehalten. Die Verpackung verspricht weder eine maximale Temperatur (gemäss Webseite 550°) noch eine Aufheizzeit - dafür wird eine Backzeit, die Steingrösse und ein Preis angegeben. Direkt nach dem Öffnen springt einem ein Warnhinweis entgegen - man solle zwingend überprüfen, ob ein Deutscher oder der korrekte Schweizer Gasregler mitgeliefert wurde. Bei der Landi gilt "better safe than sorry", finden wir gut. Könnten sich einige andere Händler ein Beispiel daran nehmen. Unter dem Kontrollblatt fanden wir ein Blech sowie den Cordierit Pizzastein der gemäss Verpackung 30x30cm gross ist und gemäss Webseite 31x31cm - who knows. Gepolstert wurde mit viel Karton und ohne Styropor, was uns sehr gut gefiel. Unter dem Karton war dann der Ofen und der (korrekte) Gasregler. Kompakt und leicht zu entnehmen - der Landi Gaspizzaofen im Ooni Koda 12 Stil. Aufgestellt wird der Ofen auf drei ausklappbaren Beinen die eine ähnlich gute Qualität wie bei Ooni aufweisen. Aufheiztest Der 4KW Brenner des Landi Pizzaofens zündet mit einer Piezozündung ähnlich (un-)zuverlässig wie Ooni Gasbrenner. Der Brenner hat ein wenig ein beängstigendes Design welches uns an den "Flammenwerfer" Gasbrenner des Karu 16 erinnerte Sieht beängstigend aus - die Flamme ist relativ direkt auf das Gargut gerichtet. Der Landi Pizzaofen soll gemäss Anleitung 15 Minuten aufgeheizt werden - entsprechend messen wir die Temperatur nach 15 Minuten zum ersten Mal. Nicht gerade 550° aber ein Solider Wert nach 15 Minuten. Weitere 10 Minuten später wurde der Ofen dann schon einiges heisser - wenn auch noch immer nicht 550°. ca. 450° viel heisser wurde der Landi Pizzaofen in unserem Test nicht. Die Temperatur nach 25 Minuten Aufheizen liess sich nicht mehr weiter steigern. Sprich die Angabe von 550° ist entweder etwas übertrieben im hintersten Bereich gemessen oder unsere nicht mehr ganz volle Komposit Gasflasche tat ihr Übriges. Da der Landi Pizzaofen aber mit Cordierit Stein kommt sind Temperaturen über 450° auch nicht wirklich nötig, da die Pizza sonst sowieso nur verbrennt. Backtest Wie immer ist der wichtigste Test natürlich der Backtest und auch heute setzen wir auf eine Pizza Margherita. Das Teigrezept haben wir dieses Mal von Hand ausgeführt da sich ein Spiralkneter unserer Ansicht nach erst ab einer Teigmenge von vier Pizzen lohnt und wir aber nur zwei Pizzen im Ofen testen werden. Natürlich testen wir beim Landi Pizzaofen auch die mitgelieferte Pizzaschaufel. Schon beim Zusammenschrauben stellt man fest, dass die Schaufel sehr klein ist. Die mitgelieferte Pizzaschaufel (oben) ist viel zu klein und erlaubt nur Mini-Pizzen mit maximal 20cm Durchmesser. Um eine normale Pizza mit 260 Gramm Teig auf die Schaufel zu bringen, muss man diese leider etwas zusammenstauchen und sogar über den Schrauben der Griffhalterung platzieren, was ein leichtes in den Ofen schiessen verhindert und dann auch ein längliches Resultat zur Folge hatte. Ist sie besser als keine Schaufel? Ja unbestritten, Erhält sie das Prädikat brauchbar? Nein - die mitgelieferte Pizzaschaufel hätte sich die Landi sparen können. Als wir die Pizza im Ofen platziert hatten, mussten wir dann aber gezwungener Massen auf eine echte Pizzaschaufel umsteigen, da wir die Pizza nicht auf einer Seite vollständig kremieren und auf der anderen ungebacken lassen wollten. Ohne gute Drehschaufel bist du mit dem Landi Pizzaofen chancenlos - daher brachen wir das Experiment Landi Schaufel, sobald die Pizza im Ofen war ab. Benutze den Rabattcode Landiprofi um mit der Profidrehschaufel aus deinem Landi Pizzaofen einen brauchbaren Pizzaofen zu machen. Wie man auf vorherigem Bild auch sehen kann, bereitet die mitgelieferte Schaufel auch massiv Probleme in Sachen verbrannter Semola auf der Backfläche, da ihr die notwendigen Löcher fehlen. Das erste Resultat fanden wir - obwohl teilweise mit der Stümperschaufel gebacken - gar nicht so schlecht, der Ofen an sich scheint also einiges zu können. Der faltige Boden und die in die Länge gezogene Pizza lassen sich schliesslich mit dem richtigen Equipment verhindern. Also machten wir uns nach einer gründlichen Reinigung der Backfläche mit unserer Pizzaofenbürste an einen zweiten Versuch. Eigentlich liesse die Backfläche auch ganz normale Pizzagrössen zu - vorausgesetzt man hat die richtige Pizzaschaufel. Das Resultat überzeugte uns dieses Mal so richtig. Logisch hat auch diese Pizza noch eine kleine Unschönheit mit einem Rand, der auf einer Seite mehr aufgegangen ist als auf der anderen und einem Boden der an einer Stelle etwas zu stark gebacken ist. Dieses Problem mit der etwas ungleichmässigen Hitzeverteilung ist aber der sehr kompakten Grösse des Ofens geschuldet und lässt sich fast nicht verhindern, vor Allem nicht zu diesem Preis. Was uns nach dem Abkühlen des Ofens etwas irritierte, war folgendes Bild: Die innere Oberseite des Ofens begann sich dem ersten Gebrauch bereits aufzulösen. Einerseits ist es natürlich gut festzustellen, dass der Brenner relativ gut auf die Oberseite und somit nicht auf das Gargut ausgerichtet ist - andererseits hätten wir das auch nach den zwei gebackenen Pizzen selbst so festgestellt und hätten dazu nicht ein sich auflösendes Blech gebraucht. Als Landi Kunde dürfte einem das mit 5 Jahren Garantie relativ egal sein. Wir hatten jedenfalls keine Blechteile auf unserer Pizza festgestellt, beunruhigend fänden wir es trotzdem diese halblosen Teile oberhalb unserer Pizza zu haben. Fazit Der Landi Pizzaofen ist der Pizzaofen mit dem mit Abstand besten Preis/Leistungsverhältnis welchen wir bisher getestet haben und sollte bei jeder Pizza Einsteigerin und jedem Einsteiger ganz oben auf der Wunschliste stehen. Setzt man auf die richtigen Pizzaschaufeln kann man aus ihm wirklich gute Pizzen zaubern. Die mitgelieferte Pizzaschaufel verdient ihren Namen leider nicht. Die Landi hätte das Blech der Pizzaschaufel besser als zusätzliche Verstärkung der oberen Ofeninnenseite verbaut und damit einen immer noch sehr preiswerten Ofen, der vermutlich etwas langlebiger gewesen wäre, hergestellt. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch  erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.

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