• Jonas

Ooni Koda oder Fyra Teil 2 - der Test

Aktualisiert: 2. Sept.

Nachdem ich euch im ersten Teil meiner Gegenüberstellung von Ooni Fyra und Koda zeigte wie der Ooni Fyra in seiner Verpackung daherkommt, geht es jetzt im zweiten Teil darum die Unterschiede zwischen den beiden Pizzaöfen zu finden. Der Test wird auch zeigen, ob meine momentane Nummer eins, der Ooni Koda in Zukunft durch den pelletsbefeuerten Ooni Fyra ersetzt oder zumindest ergänzt wird.



Das Test-Setup, der Fyra links, der Koda rechts

Wie gewohnt habe ich einen Pizzateig nach Neapolitanischem Rezept zubereitet und werde zwei Margheritas in den beiden Öfen backen.


Zuerst gilt es aber die beiden Öfen auf Betriebstemperatur zu bringen. Beim Ooni Koda geschieht das ganz einfach durch das Drehen das Gasreglers und die eingebaute Piezo Zündung. Beim Ooni Fyra habe ich reine Buchenholz Pellets aus Europäischen Wäldern gekauft. Die Holzherkunft Russland (trotz Zertifizierung) und der Preis gefielen mir an den originalen Ooni Pellets nicht. Trotzdem könnte die Wahl der Pellets ein Fehlentscheid gewesen sein aber dazu später mehr.




Um den Ooni Fyra einzufeuern gibt man erst zwei Schaufeln voll Pellets in die Brennkammer und verwendet dann entweder Anzündwolle, wie sie auch von Ooni selbst verkauft wird oder die Survivor Methode mit Haushaltspapier und z.B. Rapsöl. Das Brenn- sowie Luftansaugverhalten vom Ooni scheint optimal entwickelt worden zu sein. Mit geschlossener Ofentür brennen die ersten Pellets schnurstracks - ich schöpfe Hoffnung, dass die im ersten Teil versprochenen 15 Minuten bis 500 °C tatsächlich möglich sind.


Nach ein paar Minuten fülle ich weitere Pellets in den sogenannten Pelletshopper und nach 15 Minuten erreicht der Ofen bereits beeindruckende 380 °C. In den nächsten paar Minuten messe ich mit meinem Thermometer ca. 440 °C also nicht die versprochenen 500 °C aber immerhin eine Temperatur mit der man sehr gut arbeiten kann. Der Ooni Koda ist nach diesen etwas mehr als 20 Minuten ebenfalls auf Temperatur und er erreicht ziemlich genau die 500 °C in der Mitte des Steines.


Nun geht's also ans Pizza machen.



Die beiden mehr oder weniger identischen Margheritas bereit für die beiden Pizzaöfen.





Beim Ooni Fyra findet man einen leicht verrussten Stein vor auf dem die Pizza nun platziert wird. Ob diese doch relativ starke Rauchentwicklung und das nicht Erreichen der Temperatur nur den nicht originalen Pellets und Anfeuermethode geschuldet ist kann ich mir zwar fast nicht vorstellen aber auszuschliessen ist es halt eben doch nicht.

Wärend die Pizza im Ooni Fyra noch vor sich hin köchelt ist beim Ooni Koda bereits eine einsitig, gleichmässige Bräunung vorhanden und es wird Zeit die Pizza mit der Pizzadrehschaufel zu drehen.



Nach ungefähr einer Minute und 30 Sekunden ist die Pizza aus dem Ooni Koda fertig. Die Pizza aus dem Fyra hat mit ca. vier Minuten einiges länger - vermutlich war die Temperatur inzwischen gefallen, ich hatte nicht mehr nachgemessen. Klar ist, die Ofentüre darf beim Ooni Fyra auch zum backen wieder angebracht werden um den Wärmeverlust einzudämmen und eine Fehlleitung der Flammen wie im unteren Bild zu verhindern.


Der Ooni Fyra bei offener Ofentür

Nun aber zum allerwichtigsten, den Resultaten aus den Öfen Ooni Fyra und Ooni Koda.



Die ersten beiden Bilder zeigen die Margherita aus dem Koda die letzten drei diejenige aus dem Ooni Fyra.




Die Pizzaoberseite aus dem Ooni Koda sieht gewohnt gut aus und da gibt es nichts auszusetzen, beim Boden hingegen schon - dieser ist etwas angekohlt was aber vermutlich eher an meinem (nicht) Können als am Ooni Koda selbst liegen dürfte.


Die Pizzaoberseite aus dem Ooni Fyra hat gewisse (wenn auch entfernte) Ähnlichkeiten zur Pizza aus dem Aldi Pizzaofen sieht aber schon sehr viel besser aus. Der Boden sieht aus wie ein Boden aussehen sollte, absolut einwandfrei.


Geschmacklich liegen die beiden Pizzen ebenfalls etwas auseinander, die Pizza aus dem Fyra ist etwas knuspriger (aber kein Knäckebrot wie beim Aldi Ofen) als diejenige aus dem Ooni Koda. Das Knusprigkeit-zu-Labbrigkeitsverhältnis dürfte den Schweizer Standardgeschmack auf den Punkt treffen.


Unter den fünf Testessern wurden wir uns nicht einig ob jetzt der Holzgeschmack bei der Fyra Pizza wirklich durchkommt.


Fazit


Der Ooni Fyra ist eine gelungne Ingenieursleistung und hält beinahe was er verspricht. Ersetzen wird er meinen Ooni Koda aber ganz sicher nicht, alleine schon aufgrund der Russ-und Rauchentwicklung sowie des Zusatzaufwandes wie dem Pellets kaufen (einiges schwieriger als Gas), Pellets nachfüllen und dem gigantischen Reinigungsaufwand. Der Fyra dürfte also etwas für die Landbevölkerung ohne Nachbarn dafür mit Hochdruckreiniger bleiben.

728 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
 

✓ Luzerner KMU

✓ approvato dalla nonna

✓ alles an Lager