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Der Gino Modena Pizzaofen im Test

Wer ist Gino und was hat er mit Modena zu tun? wir wissen es bis heute nicht, auch nicht ob sich Gino bewusst ist, dass Modena nicht in Kampanien, der Heimat der Neapolitanischen Pizza, ist. Wie dem auch sei, der Modena Pizzaofen mit der unverkennbaren Italien Bemalung schreit geradezu nach einem Test.


Erster Eindruck und Verarbeitung


Eingetroffen ist der Modena mit einem separaten Gasschlauch und einem passenden CH-Regler. Was, obwohl gesetzlich verpflichtend, nicht selbstverständlich ist bei Galaxus.


Gasschlauch und Ch-Gasdruckregler vor Pizzaofenpackung
Macht schon mal Hoffnung - ein passender CH-Regler.

Auf der Packung macht Gino Werbung für einen Pizzaofen mit nur 15 Minuten Aufheizzeit, auch eine Transporttasche verspricht er mit Piktogramm immerhin eines der beiden Versprechen wird er halten, aber dazu später mehr.


Verpackung Pizzaofen Gino Modena mit piktogrammen
Ginos Versprechen.

Beim Öffnen der Verpackung trifft man auf einen "Premium" Cordierit Pizzastein. Egal wie Premium er auch sein mag, bleibt Cordierit trotzdem das falsche Material für einen guten Pizzastein für Neapolitanische Pizza. Vielleicht kommt daher der Name Modena? Wobei es den gleichen Ofen auch ohne Italienflagge (und erst noch günstiger) mit dem Namen Vesuvio gibt oder gab.


Pizzastein in Karton
Verpackung Premium, Material des Steines weniger.

Unter dem Stein befindet sich der Ofen in einer hochwertigen Stoffabdeckung, welche aber leider keine Griffe hat und auch nicht wasserabweisend ist. Somit ist die Abdeckung eher hochwertiger Abfall, schade.


Pizzaofen unter Stoffabdeckung
Die von Gino auf der Verpackung versprochene Tragetasche gibt es nicht dazu, dafür sonst ein schönes Stück Stoff.

Beim Entfernen des hochwertigen Stoffes, kam mal wieder Galaxus' Expertise im Bereich Gasapparate zum Vorschein.


Hand hält einen goldenen Gasanschluss vor schwarzem Hintergrund. Ein schwarzer Schlauchnippel gegenüber. Fokus auf Verbindung.
Galaxus und Gasgeräte, zuverlässig wie die Deutsche Bahn.

Nach einigen E-Mails mit dem (immerhin sehr freundlichen) Galaxus Support, einem Monat warten, dem Zusenden eines neuen Schlauches und eines neuen Gasdruckreglers sowie etwas Basteln und dem Einsatz einer selbst gekauften Schlauchschelle war der Gino Modena dann aber einsatzbereit.


Roter Schlauch mit Metallschelle an schwarzem Kunststoff befestigt. Text "LOW" sichtbar. Industrielles Umfeld, Detailaufnahme.
Hat man besser zuhause, wenn man Gasgeräte bei Galaxus bestellt, Schlauchschelle und etwas handwerkliches Geschick.

Somit ist der Gino Modena bereit für seinen Test auf Balkonien.


Pizzaofen mit italienischen Farben auf Balkon mit Alpenblick. Darunter Text Gino D'Acampo. Himmel mit Wolken, Stadt im Hintergrund.
Pilatus nicht im Lieferumfang enthalten.

Der Ofen ist leicht zu transportieren, in diesem Sinne hält Gino sein Versprechen - auch wirkt er relativ hochwertig verarbeitet - besser als beispielsweise ein Landi Gas Pizzaofen, der aber nochmals einiges günstiger ist und sogar mit zusätzlicher (unbrauchbarer) Pizzaschaufel im Lieferumfang kommt.


Aufheizen & Temperatur


Die Piezozündung zündet nicht Ultra zuverlässig, ähnlich wie bei unseren bisherigen Ooni Erfahrungen. Beim spätestens dritten Zündversuch läuft er aber meistens. wohl auch deshalb wurde ein Draht für ein Zündholz mitgeliefert, genauso wie bei Ooni.


Bereits nach 15 Minuten hat der Ofen 436.7° in der Steinmitte - ein beeindruckender Wert und Ginos Versprechen wird hier gehalten, extrem viel heisser sollte ein Cordierit sowieso nicht werden, da es sonst schwarze Pizzaböden gibt.


Eine Hand hält ein blaues Thermometer, das 436,7°C anzeigt, vor einem schwarzen Pizzaofen. Im Hintergrund ist eine Berglandschaft zu sehen.
Im Modena steckt auch ein Vesuvio, der Brenner ist wirklich sehr potent.
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Die seitliche Temperaturanzeige des Gino Modenas ist - wie die meisten fix verbauten Temperaturanzeigen - nicht wirklich zuverlässig, sie zeigt gleichzeitig etwas komplett anderes an.


Nahaufnahme eines schwarzen Pizzaofens mit Temperaturanzeige, die 300 °C anzeigt. Im Hintergrund rote Oberflächen und Metallgitter.
Ob 230° oder 437° Hauptsache Italien.

Nach weiteren fünf Minuten, also total 20, sind wir schon bei 500 Grad und mehr.


Hand hält blaues Thermometer mit 501°C vor einem schwarzen Pizzaofen auf einem Balkon, im Hintergrund bewölkte Berge.
Nach 20 Minuten haben wir eher schon zu heiss für einen Cordierit Pizzastein.

Die Temperatur lässt sich einfach über den Gasregler nach unten steuern. Etwas Übung braucht es trotzdem, denn wie bei fast allen kompakten Pizzaöfen gilt: Zu viel Hitze verbrennt den Rand schnell, zu wenig Hitze macht den Boden blass und genau das wird auch hier das Thema in unserem Backtest.


Die ersten Pizzen im Gino Modena


Wie immer gibt es auch heute Pizza Margherita - dazu haben wir einen Teig nach Neapolitanischem Standardrezept von Hand vorbereitet (eine Knetmaschine lohnt sich erst ab vier Teiglingen). Heute mit Caputo Pizzeria, sprich auf wahnsinnigen Rand verzichten wir heute.


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Trotzdem sind die Pizzaballen nach 24 Stunden eher schon zu stark aufgegangen.


Drei Teigkugeln in einer weißen Box auf grauem, gesprenkeltem Untergrund. Eine Kugel mit Mehl bestäubt. Hintergrund: Küche.
Zum Glück heute mit genügend Platz in der Ballenbox.
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Übrigens, auch wenn wir die wohl potenteste Trockenhefe der Welt in unserem Shop führen. So empfehlen wir euch diese nur als Backup. Es lohnt sich immer mit konventioneller (nicht Bio) Frischhefe zu arbeiten, da die Dosierung viel genauer möglich ist. Hundskommune Migros Frischhefe Würfel sind unser Favorit.


Ungebackene Pizza mit Tomatensoße, Basilikum und Käse auf Marmorplatte. Im Hintergrund Behälter mit roter Soße.
Selbst mit dem nicht Ultraluftigen Pizzeria Mehl haben wir schon genügend Luftblasen für dieses Ofenmodell.
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Untenstehend findest du die drei Pizzen aus dem Gino Modena


Trotz unserer Profi-Drehschaufel (ohne die der Ofen aufgrund seiner Hitzeverteilung ein Totalausfall wäre) kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Es stellte sich äusserst schwer dar eine Temperatur zu finden bei der genügend gebacken werden kann aber der Rand nicht direkt Feuer fängt. Die extrem schnelle Aufheizzeit zollt hier wohl ihren Tribut mit einem Brenner der die Pizza schnell ankokelt während man sie noch gar nicht drehen kann, da sie noch zu instabil ist.


Obiges sind die Resultate trotz dem schützenden zwischen Brenner und Pizza halten der Drehschaufel. Wir sind aber überzeugt, dass man mit der nötigen Erfahrung mit dem Ofen ordentliche Resultate aus dem Gino Modena holen kann.


Fazit


Der Gino Modena ist ein schön verarbeiteter Pizzaofen mit anständiger Breite (14 Inch) ohne gleich ein riesiges untransportierbares Monstrum zu sein. Die Aufheizzeit ist beeindruckend kurz was aber beim Backen selbst aufgrund des potenten Brenners und der kleinen Backkammer seine Nachteile hat. Mit der nötigen Übung und einer guten Drehschaufel kann man aber gute Resultate aus dem Gino Modena zaubern. In der tiefen 200-Fränkigen Range sicher ein empfehlenswerter Ofen, darüber, so wie man ihn Momentan kaufen kann (CHF 400), würden wir aber klar von einem Kauf abraten - ist er doch abgesehen von seiner Grösse und seiner Verarbeitung sehr ähnlich zu einem Landi Gas Pizzaofen.


Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.


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