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  • AutorenbildJonas

Der Effeuno für die Schweiz - Effeuno N3 im Test

Nachdem Macte Ovens Anfang 2022 an den Start ging und somit die Effeuno Preisgestaltung etwas gar überrissen aussehen liess (wir berichteten). Schlug Effeuno Ende 2022 mit dem Effeovens N3 zurück. Da die "Günstigöfen" Macte Voyager und Effeovens N3 auf die untere Heizschlange verzichten, sind sie auch die einzigen Optionen für die Schweizer Standardsteckdosen (max. 2.3 KW) und somit hoch interessant für unseren Markt. Hier erfährst du was den Effeuno N3 und den Macte Voyager eint und was sie unterscheidet.


Unboxing


Verpackung beherrscht Effeuno etwas besser als Macte Ovens - jedoch gäbe es auch hier noch einiges von den Verpackungsprofis bei Pizzaparty und Ooni zu lernen.





Unser Testofen (den wir selbstverständlich wie alle Öfen die wir testen selbst bezahlt haben) kam direkt aus Italien auf einer Palette mit Biscotto on top. Nach dem Öffnen des Kartons erwartet einem eine Styroporhölle wie man sie auch von Macte und Chinaöfen (exkl. Ooni) kennt.


Auch bei der Edelstahlschutzfolie geht der Punkt an Effeuno - während Macte hier radikal Folie einnietete (und nur für pizzaschaufel.ch teils gegen Aufpreis Ausnahmen machte, da wir keine Öfen mit Plastikgeruch bei Wärmeentwicklung verkaufen wollen) lasert Effeuno die Folie ab Werk weg und die sie lässt sich entsprechend einfacher entfernen. Leider hinterlässt das Lasern kleine Punkte auf dem Gehäuse - was wir für diese Preisklasse aber absolut vertretbar finden.


Laserpunkte vom weglasern der Schutzfolie, aber sind wir ehrlich, auch Kratzer von einem Japanmesser wären nicht schön, somit immerhin in maschineller Genauigkeit.


Den Biscotto liefert die Antonio Sorbo Srl zu - ein Stein der leider als maximal mittelmässig bezeichnet werden kann. Grosse Unebenheiten, Zemetkleckereien (welche man immerhin einfach mit unserer Messingbürste abbürsten kann), ungenaue Passform (1.8cm Lücke zwischen Wand und Ofen) und abgebrochene Kanten zeichnen die Qualität von Antonio Sorbo aus. Da Macteovens auf den Qualitätshersteller Biscotto Saputo setzt, geht dieser Punkt unbestritten an den Voyager.




Aufheizen


Im Netz geistern Gerüchte herum, welche besagen, der Effeuno N3 erreiche nicht mal 450°, daher nimmt uns dieser Punkt besonders wunder. Den Biscotto haben wir vor diesem Test selbstverständlich eingebrannt (schonendes Trocknen des Steines bei langsam ansteigender Temperatur unter regelmässigem Öffnen der Ofentür um ein Brechen des Biscottos zu verhindern).



Der Effeuno N3 (Testexemplar, daher noch ohne CH-Stecker) auf dem längjährigen Macte Voyager vor dem einheizen.

Nach 10 Minuten erreicht der Effeuno N3 bereits 340° Celsius während es bei einem Macte Voyager erst 317° sind. Dies stimmt uns zuversichtlich, dass der N3 problemlos auch auf Temperatur kommt.



Guter Zwischenwert beim N3, wir sind optimistisch.




Nach ca. 30 Minuten steigen die Temperaturen weder beim Macte Voyager noch beim Effeuno N3 merklich weiter. Der Effeuno erreicht 522°C - und somit ungefähr gleich viel wie ein Macte Voyager (der Macte machte es in diesen 30 Minuten sogar nur auf 498°), wobei wir beim N3 in weiteren Messungen wie auch beim Voyager schon Temperaturen über 550°C gemessen haben. Einen wirklich grossen Temperaturunterschied der beiden Öfen ist in diversen Tests nicht festzustellen. Der Effeuno heizt gefühlt 2-3 Minuten schneller auf aber wirklich im marginalen Rahmen.


Auch werden beide Öfen aussen sehr heiss, ungefähr 150-200°C messen wir auf der Oberfläche (ungenaue Messung aufgrund der reflektierenden Oberfläche).


Die Heizschlange hängt etwas runter (vermutlich vom Transport), sobald abgekühlt lässt sie sich aber wieder problemlos einrasten. Ein Problem welches neuere Macte Öfen aufgrund einer angepassten Konstruktion nicht mehr haben können.


Schlussendlich lassen sich in Sachen Temperatur keine wesentlichen Unterschiede zwischen N3 und Voyager feststellen, der höhere Messwert könnte auch gut auf die herunterhängende Heizschlange zurückzuführen sein. Ein Unentschieden also.



Backtest


Für den Backtest wird wie immer mit einem relativ klassischen Neaplitanischen Teigrezept gearbeitet.




Etwas weniger klassisch geht es diesmal mit dem Belag zu und her. Während die San Marzano und der Fior di Latte noch ganz klassisch wohl in jeder traditionellen Neaplitanischen Pizzeria ihren Weg auf die Pizza finden, tanzen die Champignons etwas aus der Reihe.





Obwohl es sich um quasi das identische Türdesign bei Macte Voyager wie auch N3 handelt (Eigenaussage von Effeuno), bäckt der minim N3 gleichmässiger (evt. aufgrund der herunterhängenden Heizschlange?).


Die relativ gleichmässige Hitzeverteilung macht eine Drehschaufel nahezu überflüssig.

Etwas irritierend ist die Anordnung der Ofenlampe welche nicht mittig angeordnet ist, was aber nicht weiter ein Problem darstellt.







Das Backresultat kann sich unserer Meinung nach für einen ersten Ofentest absolut sehen lassen - der günstig Biscotto scheint auch keinen merklich negativen Einfluss auf das Resultat gehabt zu haben.


Fazit


Während beim Macte Ovens Voyager bessere Materialien schlechter verarbeitet werden, werden beim Effeuno N3 günstigere Materialien massiv besser verarbeitet (Norditalien lässt grüssen). So hat der N3 einen merklich höheren Plastikanteil, alleine schon die wenig ästhetischen Füsse sprechen da für sich. Eben diese Plastikfüsse haben aber zwei wesentliche Vorteile im Vergleich zu einem Macte Voyager, der Ofen steht etwas höher (die Höhe lässt sich via Schraube sogar noch um ca. 4cm nivellieren) und der Backvorgang lässt sich somit besser überwachen und die Bedienelemente sind vorne und somit immer einfach zugänglich.


Der Effeuno N3 ist für uns ein wenig ein Fiat Panda für die Küche. Ist er schön? Naja, das liegt wohl im Auge des Betrachters, form follows function wurde jedenfalls bis zum letzten beachtet. Bäckt er gute Pizzen? Definitiv. Ist er Preiswert? Absolut. Würde ihn eine Nonna oder ein Nonno je wieder hergeben? Niemals!


Überzeugt? Mit dem Code PandaDellaCucina gibt es den sehr preiswerten Ofen noch günstiger.



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