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Blogbeiträge (46)
- Der Macte Voyager Svizzera im Test
Macte, der Süditalienische Pizzaofenhersteller, der sich mit der Voyager Serie schon länger einen Namen in der Schweiz gemacht hat, hat auf uns gehört und den bestmöglichen Ofen für uns Schweizer zusammengestellt. Wie sich der Macte Voyager Svizzera im Praxistest schlägt und was er im Vergleich zum Effeuno N3 bietet, liest du hier. Unboxing Voyager Svizzera Wie alle Macte Pizzaöfen kommt auch der Voyager Svizzera im unscheinbaren, aber sehr stabilen Karton daher. Wer genau hinschaut, kann im Hintergrund schon ein weiteres Testobjekt erspähen. Nach dem Öffnen des Kartons erwartet einem Luftpolsterkissen und eine goldene NFC-Karte mit nicht eingemittetem Macte Ovens Logo und Made in Italy Schriftzug sowie einen QR-Code - beide Wege führen zur digitalen Anleitung. Was genau das soll, ist uns seit Jahren unklar, eine gedruckte Anleitung mit QR-Code zu ein paar Videos wäre wohl jedem Kunden lieber und kaum teurer. Eine goldene Ofenanleitung als neues Statussymbol, falls der Autoschlüssel nicht mehr reicht. Viel erfreulicher als die Anleitung ist der Fakt, dass Macte nach jahrelangem Gejammer unsererseits endlich direkt Schweizer Stecker verbauen kann und der zusätzliche klobige Fixadapter somit entfällt. Wie so oft in Italien machte ein persönliches Treffen das Unmögliche möglich. Zwar sind auch das Kabel und der Stecker in Italien hergestellt, aber neu erstmals direkt für den Schweizer Markt ausgelegt. Auf dem Ofen befindet sich die noch nicht montierte Türe. Die Türe des Macte Voyager Svizzera gilt es noch zu montierten. Im und vor dem Ofen befinden sich die gesplitteten echten Biscotto Steine und der Türgriff. Wir bezahlen jeweils einen Aufpreis, um die bestmöglichen Biscottosteine zu erhalten, trotzdem ist ein Biscottostein natürlich kein Dekorationsobjekt, sondern ein Mittel, um möglichst gute Pizza zu backen. Etwas brüchige Kanten und Risse sind normal, falls man einen "schönen" Stein möchte, so sollte man unbedingt zum Effeuno N3 mit Effeuno Stein greifen, dieser Stein verbrennt dann im Gegenzug halt einfach den Pizzaboden. Nach dem entnehmen des Voyager Svizzera geht es ans entfernen der Folie und ans zusammenschrauben und einbauen der Ofentür. Beides ist eher etwas Umständlich und nimmt entsprechend Zeit in Anspruch, daher sollte man keinesfalls am Tag, an dem man den Ofen erhält, bereits eine grosse Pizzaparty mit Gästen einplanen. Wir schreiben das hier, weil es tatsächlich entsprechend übereifrige Kunden gibt (zu denen der Autor dieses Beitrages wohl auch gehören würde). Deshalb unser Tipp; Nimm dir Zeit den Ofen seriös von seiner Folie zu befreien, die Türe zu montieren, den Biscotto einzubrennen und ein paar Testpizzen zu backen, bevor du damit auf die grosse Bühne gehst. Im Gegenzug kriegt man mit dem Voyager Svizzera einen Ofen, der unverkratzt ankommt und bei dem beim Transport noch nie eine Türe gebrochen ist, was man von Effeuno N3 leider nicht immer behaupten kann. Um die Türe, welche den Transport heil überstanden hat, nicht beim Zusammenbau zu zerstören, sollte man den Türgriff (trotz Schaumstoffeinlage) nicht wie ein wahnsinniger anziehen, denn dann Bricht das Glas und es wird teuer. Das Polster schützt das Türglas, kann aber bei fehlendem Gespür für das nötige Drehmoment natürlich auch nichts mehr retten. Auch das einfahren des Türscharniers am Ofen benötigt etwas Fingerspitzengefühl. Was uns nach wie vor begeistert, ist die kleine eingebaute Klappe, welche das Scharnier Offen hält, davon kann man bei einem Effeuno selbst in den teuersten Serien nur träumen. Allgemein kann man sagen, die Türe bzw. die gesamte Materialwahl und Verarbeitung ist inzwischen einiges besser als bei Pizzaöfen von Effeuno. Fingereinklemmen kann man sich bei Macte Pizzaöfen sparen. Zusammengebaut sieht der Voyager Svizzera dann so aus: Der Voyager Svizzera beim Einbrennen des Biscottos. Aufheiztest Am Tag nach dem Einbrennen des Biscottos - sprich mit einem kalten Ofen - galt es, die Aufheizgeschwindigkeit und die Maximaltemperatur des Ofens zu ermitteln. Nach 15 Minuten stellten wir eine Temperatur um die 380° fest, was bedeutet, dass der Voyager Smart weder besonders schnell noch besonders langsam aufheizt. 384° nach 15 Minuten, ein anständiger Wert. Weitere 10 Minuten später erreichte der Ofen um die 470 Grad und noch einmal 10 Minuten später, nach 35 Minuten erreichten wir ca. 515° in der Mitte des Biscottos. Diese "tiefe" Temperatur überraschte uns etwas, denn neben dem Schweizer Stecker unterscheidet sich der Voyager Svizzera auch durch einen um 50° stärkeren 500° Thermostaten und einen Drehregler mit entsprechendem Bedienelement vom Standard Voyager Smart . Da es kein Szenario gibt, in welchem man 550° auf dem Biscotto braucht, ist dies nicht weiter ein Problem, überraschend sind die Schwankungen zwischen den einzelnen Exemplaren trotzdem. Die Maximaltemperatur unseres Testofens. Wer also möchte, dass sein Thermometer ab und zu "OH Overheat" anzeigt, der sollte den Effeuno N3 in Betracht ziehen, dieser erreicht mit dem identischen verbauten Thermostaten etwas höhere Temperaturen. Pizza backen im Voyager Svizzera Um ein abschliessendes Fazit zum Voyager Svizzera ziehen zu können, gilt es natürlich, eine Margherita in ihm zu backen. Den Teig haben wir diesmal von Hand nach dem AVPN Rezept mit 1.8 KG Mehl auf 1 Liter Wasser, 0.8 Gramm Hefe (aufgrund der Wintertemperaturen) und 50 Gramm Salz (ideal für die Mineralisation des Luzerner Wassers ) zubereitet. Zum belegen setzten wir auf unsere beliebten La Carmela San Marzano Tomaten mit 1% Salzzugabe. Ab in den Ofen damit! Und wie so meistens beim ersten Mal mit einem neuen Ofen ging etwas schief. Die erste Pizza hat es nur halb auf den Biscotto geschafft. Da der Voyager Svizzera nicht auf hohen Plastikstelzen steht wie der Effeuno N3, ist die Backfläche etwas tiefer gelegen und entsprechend findet das Platzieren der Pizza trotz unseres sehr guten Pizzaofenwagens nicht ganz auf Augenhöhe. Da wir natürlich mit einer guten Drehschaufel ausgestattet sind, liess sich dieses kleine Malheur aber problemlos auskorrigieren. Schon die ersten zwei Pizzen aus dem Voyager Svizzera überzeugten. Die Resultate gefielen uns sehr. Obwohl man den gesplitteten Biscotto sogar auf dem Unterboden der Pizza teilweise sehen kann, hatte er keinerlei negativen Einfluss auf das Backresultat, im Gegenteil der mitgelieferte echte Biscotto ist das klare Kaufargument für den Voyager Svizzera. Macte Voyager Svizzera im Vergleich zum Effeuno N3 Der Voyager Svizzera liefert mit seinem mitgelieferten Biscotto die ganz klar besseren Pizzen als der Effeuno N3 mit seinem "Effeuno Stein", mit dem viel tieferen Gewicht des Ofens (die von den beiden Herstellern zur Verfügung gestellten Gewichtsangaben stimmen nicht der Voyager ist markant leichter) ist auch die Mobilität auf der Seite von Macte. Die hochwertigere Verarbeitung zum erst noch einiges tieferen Preis bei Macte gefällt uns sehr. Für den Effeuno N3 sprechen etwas mehr Leistung, die Bedienung von vorne sowie die erhöhte Backfläche durch die Plastikstelzen. Mit Upgrade auf einen echten Biscotto ist der N3 also ein respektabler Konkurrent zum Voyager Svizzera ab Werk ist aber offensichtlich, wer das Rennen um den besten Heimpizzaofen gewinnt. Fazit Das Entfernen der Folie und das Zusammensetzen der Tür machen nur so mittelmässig Spass. Dafür wird man, sobald der Voyager Svizzera einsatzbereit ist, mit dem momentan wohl besten Pizzaofen für den Heimgebrauch belohnt. Der Voyager Svizzera hat ordentlich Leistung, wobei der Biscotto sicher stellt, dass der Pizzaboden nicht unnötig verbrennt, der Ofen ist leicht und dadurch Mobil und das alles neu erst noch mit Schweizer Stecker und mehr als CHF 100 günstiger als der Effeuno N3 mit Upgrade auf Biscotto. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.
- Unold Enzo vs Unold Luigi
Während der Unold Luigi die klassischen Probleme eines Ofens mit Cordierit Stein mit unlogischer Bedienung kombiniert, wartet inzwischen längst der etwas grössere Bruder der Unold Enzo, auf seinen Einsatz. Ob Unold die Bedienlogik beim Enzo besser im Griff hat und weshalb es uns bei jedem Öffnen der Ofentür kalten den Rücken herunterläuft, erfährst du im Test zum Unold Enzo. Unboxing Direkt nach dem Öffnen des Kartons sticht einem ein Schaufelgriff und der Karton des Cordierit Stein ins Auge. Der Unold Enzo kommt inklusive Pizzaschaufel. Beim Vergleich der mitgelieferten Pizzaschaufel mit unserer 30cm Schaufel fallen sofort gewisse Ähnlichkeiten auf. Zwar ist die Unold Schaufel nicht so glatt wie unser Modell, es fehlt eine angeschliffene Kante zur Aufnahme der Pizza plus ist der Holzgriff zu dick und steht daher unnötig ab, aber nichts desto trotz müssen wir sagen; well played Unold, ihr habt es als erster Hersteller geschafft, eine Pizzaschaufel zu einem Ofen zu liefern, die nicht direkt in den Müll gehört. Nach der Schaufel und dem Cordiertstein kam ein Fixadapter zum Vorschein, (Wir haben den Ofen bei Galaxus gekauft und wissen nicht ob es den Ofen auch mit CH-Stecker gäbe) welchen wir sofort installierten. Funktional, aus Schuko mach CH-Stecker. Mitgeliefert wird ein Rezeptbuch und die Erklärung zu den vorprogrammierten Backprogrammen. Wie schon beim Unold Luigi ist auch beim Unold Enzo das Teigrezept ziemlich gut, auch hier punktet Unold wie kein anderer Ofenhersteller. Was weniger gut als das Rezeptbuch ist, ist die Voreinstellung im Manual-Programm. Eine Pizza bei 450° Celsius 4 Minuten backen zu wollen, hilft sicher für die Bewerbung beim Krematorium, aber in der Küche ist diese Backzeit einiges zu lang, 90 bis 120 Sekunden würden reichen. Nachdem wir den Ofen aus der Packung entnommen haben, gilt es noch ein paar Klebestreifen zu entfernen, die wohl sicherstellen sollen, dass die Seitenpaneelen bis zur Auslieferung am Ofen kleben bleiben. Neben den Klebestreifen, die den Ofen bis zum Erstgebrauch zusammenhalten sollen, fördern auch die drei! verbauten PC-Lüfter nicht gerade unser Vertrauen in den Unold Enzo. Beim Öffnen der Tür des Unold Enzo wird das innovative und zugleich miserabel umgesetzte Drehsystem des Enzos sichtbar. Ein Blechführung nimmt den Cordierit Stein auf und hebt diesen etwas aus dem Ofen und platziert diesen beim Schliessen wieder auf dem Drehmechanismus. Was eigentlich genial klingt, (bei offener Tür rotiert der Stein entsprechend nicht) wurde so billig umgesetzt, dass man die Türe kaum öffnen kann, da das Blechgestellt ständig irgendwo verklemmt und dazu quietscht es grauenhaft. Das von der Idee her geniale und von der Umsetzung her miserable Drehsystem. Nicht nur das Drehsystem ist billigst umgesetzt - auch die Dichtung, die beim Unold Luigi extrem rauchte , ist nun komplett entfallen. Gut, könnte man meinen, dies bedeutet nun aber, dass man bereits bei Lieferung einen Blech auf Blech verkratzten Ofen erhält, (siehe oberer Teil der Ofenöffnung) der beim Schliessen nicht nur durch das grausige gequietsche des Steinplatziermechanismus, sondern auch durch das Aufschlagen der Türe am Ofen sehr unangenehme Geräusche macht. Hier ein Video einer Ofenöffnung - das genauso schlimme Schliessen mit anschliessendem Aufschlagen der Türe am Ofen ersparen wir euch. 🔊 Für den vollen Genuss unbedingt mit Ton. 🔊 Vermutlich handelt es sich beim Unold Enzo im den bisher am schlechtesten verarbeiteten Pizzaofen, den wir für unseren Blog testen. Und das heisst etwas . Nichtsdestotrotz wagen wir uns zum nächsten Schritt in unserem Test. Unold Enzo Aufheiztest Um zu testen, wie schnell der Unold Enzo aufheizt, muss man ihn zuerst mal einschalten. Der Enzo ist im Gegensatz zum Unold Luigi intuitiv zu bedienen - toll zu sehen, wie sich hier einiges verbessert hat. Wir entscheiden uns natürlich für den Neapolitanischen Modus und starten den Aufheizprozess. Mit der Neapolitanischen Voreinstellung von 500° Oben und 425° Unten starten wir den Aufheiztest Sofort fällt auf, dass die drei PC- Lüfter am hinteren Teil des Ofens von der Lautstärke her eher für einen Windkanal geeignet wären. Aber vermutlich geht es auch darum, die Türgeräusche etwas zu übertönen? Nach 15 Minuten erreicht der Ofen bereits nahezu 400°. 383.8° nach 15 Minten finden wir eine gute Leistung, insbesondere ohne Türdichtung. Es irritiert uns etwas, dass der Unold Enzo keine Temperatur anzeigen kann, die Anzeige bleibt immer auf der Voreingestellten Temperatur. Nach dem Erreichen der voreingestellten Temperatur piepst der Enzo drei Mal und die grüne Ready Lampe leuchtet auf. Nach 18 Minuten sieht sich der Enzo ready. Nach Erreichen der 500° oben und 425° unten zeigt unser Thermometer ca. 430° an. Was wohl heisst, dass die verbauten Thermostaten funktionieren. Als wir den Ofen weiter laufen liessen, kam er auf maximal 470° im Neapolitanischen Modus. Diese Temperatur ist absolut ausreichend, wenn nicht sogar eher schon zu hoch für einen Cordierit-Stein. Der einsatzbereite Unold Enzo Backtest Wie schon den Unold Luigi testen wir auch den Unold Enzo mit einer Margherita. Dazu haben wir Teig nach AVPN Rezept mit Caputo Pizzera vorbereitet und liessen diesen 24h Stunden bei Raumtemperatur aufgehen. Ready für eine Margherita. Da die mitgelieferte Unold Schaufel einen brauchbaren Eindruck machte, benutzten wir selbstverständlich diese. Trotz den zuvor erwähnten Macken würde sich ein Upgrade auf unsere 30-cm Schaufel unserer Ansicht nach nicht lohnen, denn auch mit der Unold Schaufel bringt man die Pizza heil in den Ofen. Pizza auf der Unold-Schaufel ready für den Enzo. Schon früh beim Backen zeichnete sich das übliche Problem von Elektroöfen mit Ober- und Unterhitze in Kombination mit Cordierit Steinen ab. Auch im Unold Enzo werden die Böden verbrannt, während die Oberseite der Pizza zu wenig Hitze abbekommt. Deshalb hiess es nach ca. 60 Sekunden öffnen und Pizza direkt unter die obere Heizschlange halten. Hier ist der in der Theorie geniale und in der Praxis katastrophale Steinhebemechanismus nochmals sehr gut zu sehen. Da der Steinhebemechanismus den Stein und ein hinteres Blech nach vorne hebt, kann man die Pizza nur hälftig unter die Heizschlange halten. Entsprechend war auch das Resultat. Die Oberseite war zu wenig gebacken und der Boden verbrannt, mit diesen Erfahrungen machten wir uns an Pizza Nummer zwei. Leider lässt sich die Untere Heizschlange nicht komplett ausschalten, aber immerhin lässt sich die Leistung auf 400° reduzieren, bei allen Temperaturen darunter reduziert sich auch die Oberhitze. Die bestmögliche Einstellung für den Unold Enzo. Mit genügend Semola machen wir uns an Versuch zwei. Der arme Teigling hätte eigentlich was Besseres als den Enzo verdient. Bei der zweiten Pizza sind wir natürlich gefasst und greifen schon viel früher ein und heben die Pizza vom Cordierit ab und halten sie unter die Heizschlange, dadurch holen wir das wohl bestmögliche Resultat aus dem Enzo raus. Während wir den Schaden im Bodenbereich durch obige Massnahme begrenzen konnten, so gefällt uns das Bild von oben trotzdem nicht die obere Heizschlange bringt einfach zu wenig Leistung und der Backraum ist mit zu viel Blech versperrt, als dass man das mit dem unter die Heizschlange halten noch retten könnte. Fazit zum Unold Enzo Der Unold Enzo hat das gleiche Problem wie sein Bruder, der Luigi zu viel Unterhitze bei zu wenig Oberhitze. Während man beim Luigi, mit dem unter die Heizschlange halten, die Resultate noch etwas aufpeppen kann, ist dies im Unold Enzo kaum möglich, da er mit seiner quietschigen Konstruktion den Backraum direkt selbst versperrt. Wenn du also einen Chinaofen mit Cordieritstein kaufen möchtest, dann achte unbedingt darauf, dass er keine Unterhitze und genügend Oberhitze hat. Dies bietet beispielsweise der Cozze Premium Rotate . Wir kauften den Cozze Premium Rotate damals für CHF 300, was zwar CHF 80 mehr sind, als was wir für den Unold Enzo hingelegt haben, aber die massiv bessere Verarbeitung rechtfertigt diesen Aufschlag allemal. Die Verarbeitungsqualität des Unold Enzos war wirklich ungeschlagen schlecht. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.
- Der Cozze Premium Rotate Pizzaofen im Test
Es ist schon einige Jahre her als wir den Cozze Elektro Pizzaofen in unserem Blog testeten. Inzwischen gibt es den Ofen auch als Cozze Premium Rotate - sprich als Pizzaofen mit eingebautem Drehteller. Was die neue Version des Cozze Elektro Pizzaofens taugt liest du wie immer im pizzaschaufel.ch Blog. Unboxing Cozze Rotate Wie schon der reguläre Cozze Elektro Pizzaofen kommt auch der Premium Rotate in einer farbenfrohen Verpackung daher. Sogar die Türe ist im Lieferumfang enthalten - wie gnädig von Cozze. Neben den vielen Farben enthält die Verpackung auch einige Infos zum Pizzaofen selbst. 20 Minuten Aufheizzeit werden versprochen - was sich vernünftig anhört. Das Licht-Piktogramm finden wir etwas irreführend, denn der Backraum selbst hat keine Beleuchtung, sondern wirklich nur wie beschrieben der Drehregler, was von äusserst begrenztem Nutzen ist. Der Ofen ist gut verpackt und auf Styropor oder andere nervige Verpackungsmaterialien wird grösstenteils verzichtet. Passgenauer Karton, so mögen wir Verpackung. Aus dem Karton entfernt finden wir dann etwas geschäumtes Material - aber immerhin keines bei welchem man danach die ganze Wohnung renovieren muss, weil man überall Rückstände findet. Die gnädiger Weise mitgelieferte Türe enthielt in unserem Fall keine Aufbauanleitung, aber so schwer kann das auch nicht sein - dachten wir zumindest. Die fehlende Anleitung zum Zusammenbau der Türe bedeutete etwas Knobeln nach wenigen Minuten war sie aber zusammengeschraubt. Cozze setzt bei der Türschraube nach wie vor auf eine Torx Schraube. Was natürlich eigentlich gut ist aber vermutlich nicht alle einfach so als Schraubenzieher zuhause haben. Der fertig montierte Cozze Premium Rotate Pizzaofen sieht dann so aus. Der fertig montierte Cozze Premium Rotate auf unserem Pizzaofenwagen. Aufheiztest Cozze Rotate Wie immer messen wir die Steintemperatur in der Mitte des Steines nach 15 Minuten aufheizen. Um den Ofen aufzuheizen galt es aber erst den wohl grössten je gesehenen T12 Stecker einzustecken. In Sachen Steckergrösse die klare Nr. 1 der bisher getesteten Pizzaöfen. Cozze verspricht in einer mitgelieferten Werbebroschüre für diverse Ofenmodelle (eine Anleitung zum Aufbau der Türe wäre unserer Ansicht nach die bessere Option gewesen) eine Maximaltemperatur von 450° C. Die versprochene Maximaltemperatur von 450° ist für den mitgelieferten Cordierit Stein sicher ausreichend. Der erste Cozze Elektropizzaofen von Cozze durfte lediglich im Aussenbereich verwendet werden - dies scheint nun Geschichte, wir konnten zumindest keinen entsprechenden Hinweis mehr finden und testen daher drinnen in der Wärme. Nach 15 Minuten Strombezug durch diesen potenten Anschluss zeigt der Cozze Rotate folgende Temperatur an. Der Ofen selbst sieht sich bei 485° nach 15 Minuten, obwohl die offizielle Aufheizzeit 20 Minuten beträgt und die Maximaltemperatur 450° ist. Unser Thermometer misst die Temperatur etwas tiefer - aber auch 400° nach 15 Minuten sind ein guter Wert. Nach weiteren 10 Minuten, sprich total 25 Minuten sieht sich der Ofen bei seiner eigentlichen Maximaltemperatur von 530° angelangt. Die höchste Temperatur die der Cozze Rotate anzeigen kann, 530 °C Unser Thermometer misst wieder eine tiefere Temperatur. Dies ist aber sogar gut, denn mit Cordieritsteinen verbrennt über 500° sowieso nur noch der Pizzaboden. Die effektive Maximaltemperatur liegt irgendwo zwischen den 450° aus dem Prospekt und den 530° auf der Anzeige des Ofens Nach mehrmaligem Öffnen der Ofentür stellten wir fest, dass wir den Ofen verkratzten. Die gnädiger Weise mitgelieferte Ofentüre zerkratzt den Ofen, wenn man sie nicht korrekt montiert. Erst nach genauem Hinschauen stellten wir fest, dass das rechtwinklig abstehende Blech nicht nur ein Umkippschutz für die Türe ist, sondern, dass dieses Blech eingefahren werden kann. Frontal und von unten gesehen eigentlich logisch wohin das abgewinkelte Blech gehört. Da wir zu Beginn dieses Ofentests noch nicht im Besitz unseres sehr guten Pizzaofenwagens waren - und der Cozze Rotate somit auf traurigen 75 cm Höhe Platz nehmen musste, fiel uns dieser Fehler nicht sofort auf. Lass auch dir dies eine Lehre sein und stelle sicher, dass dein Pizzaofen immer auf Augenhöhe ist, denn wer nicht vollständig in den Ofen sieht kann auch keine gute Pizza backen. Backtest Cozze Rotate Wie immer testen wir unseren Testkandidaten mit einer Pizza Margherita mit Teig nach dem AVPN Rezept . Wichtig; Beim Einschiessen der Pizza darf der Drehteller natürlich noch nicht drehen, da dies die Pizza verwursteln könnte. Immerhin einen Fehler den wir in diesem Test ausgelassen haben :). Direkt beim ersten Backen einer Pizza fällt uns auf, dass die Ofentür wieder, wie schon beim ersten Cozze Elektro Pizzaofen ein äusserst nerviges Problem hat. Man muss sie irgendwo auf einem feuerfesten und hitzeresistenten Untergrund platzieren, da sie nicht am Ofen befestigt ist und kein Scharnier hat. Schnell öffnen und schliessen geht also nicht, genauso wenig wie in den Ofen schauen bei montierter Türe. Liegt dann irgendwo so rum - die heisse Ofentür. Nach dem einschiessen stellten wir die Drehautomatik an. Trotz Drehautomatik braucht man auch beim Cozze Rotate eine Drehschaufel um den Backvorgang des Bodens zu überwachen. Die Resultate können sich sehen lassen. Trotz des Drehmechanismus gelang uns die Bräunung der Ränder nicht ganz gleichmässig. Der Boden der Pizza war für Cordierit Verhältnisse wenig verbrannt und noch absolut im guten Rahmen, denn Cozze verzichtet auf Fehlkonstruktionen wie sie andere Hersteller machen und lässt die Unterhitze bleiben. Fazit zum Cozze Rotate Cozze hat mit dem Cozze Rotate vieles richtig gemacht, der Ofen bietet für massiv unter 400 Franken ein solides Preis-Leistungsverhältnis. Mit guter Drehschaufel und einmal gelernt ist das Drehen von Pizzen zwar eher Spass als Belastung, wir können uns aber vorstellen, dass die Drehautomatik Anfängern das Leben erleichtert. Natürlich hat der Ofen auch Schwächen, so ist die Tür ein grosses Gebastel, was auch der Grund sein könnte weshalb Cozze sie auf der Verpackung quasi als extra Geschenk anpreist (geschenkter Gaul). Auch der Cordierit ist keines Pizzabäckers Wunsch-Stein aber da setzen selbst teurere Hersteller bei ihren angeblichen Premium Pizzaöfen drauf. Alles in allem ist der Ofen bei einem Preis von etwas über 300 Franken, wie wir ihn ergattern konnten, sicher ein Kauftipp. Bei Preisen über CHF 400 sollte man eher ein paar Franken mehr investieren und direkt einen richtigen italienischen Pizzaofen mit Biscotto wie den Macte Voyager Svizzera kaufen. Unseren gebrauchten Testofen findest du hier im Angebot. 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