LANDI Pizzaofen Chef Primavista im Test – Der Preis-Leistungs-König?
- Jonas Matter

- 9. Juni
- 4 Min. Lesezeit
Pizzaöfen für zuhause gibt es mittlerweile in allen Preisregionen. Während Modelle von Ooni, Effeuno oder Pizzaparty schnell mehrere hundert Franken kosten, bietet LANDI mit dem Chef Primavista Pizzaofen eine deutlich günstigere Alternative an. Für gerade einmal CHF 159.- verspricht der Ofen Temperaturen bis 400 °C, einen Cordierit-Pizzastein sowie separat regelbare Ober- und Unterhitze. Klingt auf dem Papier nach einem echten Schnäppchen. Doch wie schlägt sich der LANDI Pizzaofen in der Praxis? Das liest du in unserem Test.
Unboxing Landi Pizzaofen Chef
Auf dem Äusseren der Verpackung werden 400° in 15 Minuten sowie 5 Jahre Garantie versprochen. Anständige Werte, wenn man den sehr tiefen Kaufpreis von CHF 159 bedenkt. Etwas Bedenken haben wir bei der mutmasslich überflüssigen Unterhitze, die bei Cordierit meistens zu verbrannten Böden führt sowie bei der Türe die noch unpraktischer als bei Cozze aussieht.

Beim Öffnen des Kartons fällt auf, dass der Cordierit stein relativ wenig geschützt ist. Vermutlich wurde die Verpackung mehr für den Stationären Handel als für den Landi Onlineshop gewählt. Unser Stein war jedenfalls intakt, wir holten den Ofen aber auch selbst im Laden ab.

Natürlich kommt der Landi Pizzaofen direkt mit CH-Stecker, unser Exemplar des Primavista Chefs verlor aber schon auf dem Weg zu uns drei seiner vier Füsse und auch der vierte hing nur noch halbpatzig am Gerät.
Neben dem Ofen, der Türe und dem Stein ist auch eine Pizzaschaufel im Lieferumfang enthalten. Zwar nicht perforiert aber immerhin etwas grösser als beim Landi Gas Pizzaofen wo die Schaufel komplett unbrauchbar war.

Die Anleitung hielt abgesehen vom abenteuerlichen Teigrezept keine Überraschungen bereit. Aber vielleicht sind wir hier auch etwas streng, denn Landi spricht nie von Neapolitanischer Pizza, sondern einfach von Holzofen und Margherita (was irgendwie auch schon fast Neapolitanisch impliziert).


Temperaturcheck beim Primavista Chef
Um den Ofen erstmals aufzuheizen platzieren wir die leider lose Tür im Ofen und starten den Timer auf 15 Minuten um die versprochene Aufheizzeit zu testen. Der Ofen läuft ohne Timer nicht, sprich wie beispielsweise bei einem Toaster stoppt der Ofen nach Ablauf der programmierten Zeit. Das kann nerven, wenn man mehrere Pizzen hintereinander backen möchte.
Beim ersten Klingeln nach 15 Minuten zeigt unser Thermometer 376.6° an. Das lassen wir als 15 Minuten Aufheizzeit bis 400° durchgehen.

Natürlich nimmt es uns auch wunder ob noch mehr drin liegt. Also heizen wir weitere 15 Minuten weiter und messen dann nach total 30 Minuten nochmals.

Die Landi liefert also exakt wie versprochen einen Ofen mit 400° Backtemperatur. Was die Unterhitze angeht sicher eine ausreichende Temperatur - mit dem Cordierit Stein verbrennt sonst nur der Pizzaboden.
Pizza im Primavista Chef
Um den Landi Pizzaofen auf Herz und Nieren zu prüfen, gilt es natürlich wieder eine Margherita zu backen. Der Teig wurde mit Caputo Pizzeria nach AVPN Standardrezept zubereitet und ging 20 Stunden (bei Raumtemperatur, da klassisch Neapolitanisch) auf.

Vor dem Platzieren der Pizza im Ofen gilt es die lose Türe auf eine Feuerresistente Ablagefläche zu legen.

Nach 60 Sekunden wagen wir uns die Tür zu öffnen, in der Hoffnung, dass nicht zu viel Hitze entweicht.

Nach ca. 120 Sekunden entnehmen wir dann die erste Testpizza im Miniaturformat.

Die weiteren, grösseren Exemplare halten wir dann ein wenig länger unter die obere Heizschlange um zumindest etwas Bräunung zu erreichen.

In der obigen Galerie siehst du die weiteren Resultate aus dem Primavista Chef sowie den Boden der ersten Minipizza. Der Boden gefällt uns ausgesprochen gut für einen Cordieritstein, dies ist natürlich der "tiefen" Temperatur zu verdanken. Die Oberhitze ist leider eher etwas schwach auf der Brust und entsprechend muss man mit mindestens 2 Minuten Backzeit und eher zu stark zerlaufenem Käse rechnen.
Fazit zum Landi Primavista Chef
Die Landi liefert nach dem Grill Club Gas Pizzaofen (und dem Quatsch Universal Pizzaofen) einen weiteren Pizzaofen mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis. Offensichtlich hat der Ofen einige Schwächen, wie die heisse Tür die es jeweils irgendwo abzulegen gilt und die keinen Blick in den Ofen gewährt, die etwas zu schwache Oberhitze oder der Timer der der Ofen immer wieder abstellt. Er macht aber auch einiges richtig, so ist der Preis von CHF 159 inkl. halbwegs brauchbarer Pizzaschaufel unschlagbar. Ausserdem hatten wir noch nie einen Pizzaofen mit Cordieritstein und Unterhitze der die Pizzaböden so gut behandelte wie der Landi Chef Ofen.
Alles in allem ein absoluter Kauf-Tipp für Pizza Einsteiger, da der Primavista Chef aufgrund der etwas tieferen Temperatur auch den einen oder anderen Fehler verzeiht und einem mit der längeren Backzeit mehr Zeit zum Lernen lässt. Für bereits erfahrene Pizzabäcker ist er eher nicht geeignet.
Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.



















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